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Was lange währt …

OB Michael Bulander, Vorsitzender und Maria Schropp, Geschäftsführerin des Schwäbischen Streuobstparadieses im neuen Infozentrum

OB Michael Bulander, Vorsitzender und Maria Schropp, Geschäftsführerin des Schwäbischen Streuobstparadieses im neuen Infozentrum

Am Sonntag, 8. Juli ist es endlich soweit: Das Streuobst-Infozentrum wird offiziell eröffnet. Von 11 bis 18 Uhr findet auf dem Löwensteinplatz in Mössingen auf dem ehemaligen Fabrikgelände Pausa die Eröffnungsfeier statt. Freuen Sie sich außerdem auf einen bunten Regionalmarkt!

Viele Hände haben mitgeholfen, einen Ort voller Erlebnisse, Erkenntnisse, Genuss und Begegnung entstehen zu lassen, der Jung und Alt dazu einlädt, die schwäbischen Streuobstwiesen zu entdecken, zu begreifen, zu schmecken und einfach zu lieben.

In der ehemaligen Kantine der Firma Pausa ist in 18 Monaten und nach zahlreichen Vorplanungen das Streuobst-Infozentrum entstanden. Tolle Mitmach-Stationen, bunte Bilder und modernste Technik lassen Sie eintauchen in die Welt der Streuobstwiesen.

Eine Obstwerkstatt bietet Kleingruppen bis 15 Personen die Möglichkeit, Obst einzukochen, Produkte herzustellen oder andere handwerkliche Tätigkeiten rund um das Thema mit Kursangeboten zu erleben.

Neben dem Streuobst-Infozentrum lädt das Café Pausa mit angegliedertem Regionalladen ein, das von der AiS betrieben wird. Hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung zusammen und bringen die Produkte aus den Obstwiesen auf den Tisch und in die Einkaufstasche. So entsteht ein lebendiges Zentrum im Herzen der Stadt Mössingen, das zum Erleben, Genießen und Verweilen einlädt.

Offizielle Eröffnung mit Festakt ist um 15 Uhr, der Markt mit Produkten der Region läuft von 11 Uhr bis 18 Uhr, das Infozentrum selbst ist die ganze Zeit geöffnet.

Kirschen ernten erlaubt

Kein Wurm dabei: Die formidable Kirschenernte 2018

Aus einer Meldung der Stadt Mössingen: Dieses Jahr findet kein Kirschenverkauf der Stadt Mössingen statt.

In den Kirschenanlagen in Belsen, Brunnentröge und Bavendorf (Alter Morgen) dürfen die Kirschen auf eigenes Risiko selbst geerntet werden. Die Stadt bittet, bei der Ernte mit den Bäumen schonend umzugehen. Die Kirschen wurden übrigens nicht gespritzt.

In der oberen und unteren Anlage auf der Olgahöhe in Mössingen dürfen keine Kirschen gepflückt werden, da momentan die Bäume mit alten Sorten verstärkt gepflegt werden.

Weitere Auskünfte erteilt Frau Miftari bei der Stadtverwaltung, Telefon 07473/370-337.

Sonnenbaden im Wiesenblütenmeer

„Natur erleben“ konnten viele Menschen aus nah und fern beim gemeinsamen Aktionstag von Stadt Mössingen, NABU und Netzwerk Streuobst. Frühaufsteher nahmen ab 7 Uhr an der vogelkundlichen Führung des NABU teil, andere spazierten gut gefrühstückt zur Eröffnung der beiden neuen Premium-Spazierwanderwege „Leisawegle und Streuobstwegle“.

Wegle-Eröffnung am Parkplatz Linden

Wegle-Eröffnung am Parkplatz Linden

Während die Markierung schon perfekt ausgeschildert ist, …

Markierung am Mössinger Streuobstwegle

Markierung am Mössinger Streuobstwegle

… fehlen hier und da noch die neuen Infotafeln des Netzwerks Streuobst. (Aber sie kommen bestimmt, versprochen!)

Durchblick auch ohne Infotafel

Durchblick auch ohne Infotafel

Auch das „Baden im Blütenmeer“ wurde von der störrischen Natur anders gestaltet als geplant: Statt Obst- gab es Wiesenblüten. Zum Ausgleich durften Badewillige die eindrucksvoll gepinselten Blüten- und Obstbilder von Jasmine Diez bewundern. Und Streuobstliteratur entspannt in der Wanne genießen. Obst-Lyrik an den Bäumen komplettierte das künstlerische Gesamtbild.

Kinderwagentauglich: Baden im Blütenmeer

Kinderwagentauglich: Baden im Blütenmeer

Die Kinder interessierten sich indes mehr für die Ziegen von Franz Blaier, die friedlich im Schatten grasten, und die Bienen von Berthold Schlegel, der auch den interessierten Erwachsenen etliche Aha-Erlebnisse bescherte.

Ziegen bei den Liegen

Ziegen bei den Liegen

Und weil auch der Petrus begeistert war vom Mössinger Naturerlebnistag, gab es Sonnenbaden pur in der Wanne.

Entspannen in den Wannen

Entspannen in den Wannen

Was will man mehr?

„Weniger Äpfel, weniger Leut“

kommentierte laut Schwäbischem Tagblatt ein Teilnehmer das nicht ganz volle 13. Mössinger Mostseminar am vergangenen Freitagabend. Die Zeitung titelte gleichwohl „Merveilleuser Mössinger Most“. Auch die Kollegin vom Reutlinger General-Anzeiger kam zum Schluss „Einfach, aber gut“. Neu war in jedem Fall, dass in diesem Jahr mit der Wurmlingerin Christel Höss erstmals eine weibliche Mostherstellerin den ersten Preis einheimste. Der „Steinlachtäler“ machte den zweiten Platz vor Bernhard Schaal aus Öschingen.

A propos Liste: Heide Wener ermittelte in akribischer Kleinrecherche einen Teil der vergangenen Mostseminar-Sieger. Dennoch bleibt in den Jahren 2007 bis 2009 eine Datenlücke. Wer sachdienliche Hinweise dazu hat, darf sich gerne hier melden.

Mössinger Mostmeister
Jahr 1. Platz 2. Platz 3. Platz
2006 „Karle“* Niethammer, Michael Wener, Hans
2007 ??? ??? ???
2008 ??? ??? ???
2009 ??? ??? ???
2010 Hirning, Jürgen Wener, Hans Streib, Hans
2011 Häring, Jonas Kocher, Hans-Georg Kessler, Edwin
2012 Schnitzer, Manuel Seidel, Florian Klett, Hans
2013 Klett, Hans Becht, Klaus Hirt, Karin
2014 Klett, Hans Nill, Thomas Streib, Matthias
2015 Schmalz, Willi Gaub, Rainer Eissler, Wilhelm
2016 Schmalz, Willi Gugel, Helmut Kessler, Edwin
2017 Schmalz, Willi Klett, Hans Nill, Dietmar
2018 Höss, Christel „Der Steinlachtäler“ Schaal, Bernhard
* industriell hergestellt

Baden im Blütenmeer

Wir hatten ja schon kurz darauf hingewiesen: Es darf wieder im Streuobst gebadet werden. Was vor vier Jahren als Schnapsidee begann, scheint eine kleine Tradition zu werden: Netzwerkler*innen schleppen Badewannen durch die Wiesen, legen sie dick mit Kissen und blühenden Pausa-Stoffen aus, sorgen für passende Streuobst-Literatur und lokalste Getränke wie Mössinger Apfelsaft und roten Mössinger Birnensecco. Die Gäste strömen, um sich friedlich und fröhlich in die Wannen zu begeben und das Mössinger Blütenwunder zu genießen. Dazu gibt es eine Blütenbilder-Ausstellung von Jasmine Diez und Streuobst-Lyrik frei Haus dazu. Wer das Spektakel vor vier Jahren verpasst hat, kann es in der Historie dieser Website nachlesen und -schauen.

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Dennoch ist das „Baden im Blütenmeer“ 2018 mehr als die Wiederholung einer wunderbar gewordenen Schnapsidee. Am Sonntag, 6. Mai sind zeitgleich zwei weitere Veranstaltungen, die bestens in das Konzept der Naturerlebniswoche passt und daher Teil davon ist:

Um 11 Uhr werden die beiden neuen Premium-Spazierwanderwege „Mössinger Streuobstwegle“ und „Mössinger Leisawegle“ am Parkplatz Linden eröffnet.
Am selben Tag veranstaltet der NABU Mössingen seinen Naturerlebnistag im Vogelschutzzentrum.

Die Führungen über das Mössinger Streuobstwegle starten um 12.00 am Parkplatz Linden (nach der Eröffnung) und um 14.30 Uhr beim Baden im Blütenmeer / Tabakäcker.

Programm und Übersichtskarte finden Sie im Flyer zum Naturerlebnistag Mössingen.

Premiumspazierwandern, Blütenbaden und Naturerleben am 6. Mai

Flyer zum Naturerlebnistag herunterladen

Flyer zum Naturerlebnistag herunterladen

Am Sonntag, 6. Mai 2018, werden um 11 Uhr am Wanderparkplatz Linden die beiden ersten hiesigen Premium-Spazierwanderwege „Mössinger Streuobstwegle“ und „Mössinger Leisawegle“ offiziell eröffnet.

Begleitend zur Eröffnung wird es am gleichen Tag die Aktion „Baden im Blütenmeer“ des Netzwerks Streuobst und einen Naturerlebnistag des NABU Mössingen im Vogelschutzzentrum geben. Beide Partner werden auch Führungen auf den beiden Rundwegen anbieten.

Nähere Infos zum Programm der Eröffnung und des gemeinsamen Aktionstages finden Sie im Flyer (496 KB).

Alle Aktionen sind über das Leisawegle und Streuobstwegle leicht zu erreichen.

Die Stadt Mössingen, der Naturschutzbund (NABU) Mössingen und das Netzwerk Streuobst Mössingen laden Sie zum Aktionstag herzlich ein!

Café Pausa eröffnet

Wir freuen uns sehr mit unserem Partner AiS gGmbH (Arbeit in Selbsthilfe): Das Café Pausa wurde heute morgen offiziell eröffnet. Den regulären Betrieb nimmt das Team um Marcus Hölz am Samstag auf. Einzelne Netzwerker durften in der vergangenen Woche bereits kosten und waren begeistert. Neben Kaffee und (Streuobst-)Kuchen gibt es warme Speisen, einen Mittagstisch und an Sonntagen auch ein Frühstücksbuffet. Gleichzeitig dient das Café als Laden, in dem hochwertige regionale Produkte (nicht nur) rund ums Streuobst erworben werden können. Öffnungszeiten sind täglich 9 bis 19 Uhr, Dienstag ist Ruhetag.

Herzlichen Glückwunsch!

Bei der Eröffnung des Cafés Pausa. Am Rednerpult: Marcus Hölz.

Bei der Eröffnung des Cafés Pausa. Am Rednerpult: Marcus Hölz.

Mist! Schon wieder eine Mistel!

Ein Beitrag von Hans Wener

Gerade über die kalte Jahreszeit, im unbelaubten Zustand der Obstbäume, ist die Zunahme des Mistelbewuchses besonders gut zu sehen. In der Blüte und mit zunehmender Belaubung geht dieses Problem das Jahr über unter.
Das Problem wird vergessen und die Bäume leiden unter dem Halbschmarotzer, bis zum nächsten Laubfall. Woher kommt dieses Problem? Immer weniger werden die alten Bäume gepflegt, auf den hohen kommunalen Bäumen (Pappeln!) nimmt der Mistelbewuchs zu. Erhöhte Windanfälligkeit und Schneebruchgefahr der befallenen Bäume sind die Folge. Der fachgerechte Schnitt gibt dem Baum neue Lebenskraft.

Mistelbefall gefährdet Streuobstbäume
Auch schon junge Bäume sind befallen, größere Gebiete mit total „vermistelten“ Bäumen sind die Quelle für neue Infektionen. Haben die Misteln mal Beeren angesetzt wird das Problem virulent. Durch die Vögel werden die Beeren verbreitet, am Gefieder oder über den Verdauungstrakt werden die Samen auf weitere Bäume verteilt. Die wärmeren Temperaturen und der Mangel an anderen Früchten erweitern die Verteilung der Infektion.

Mistelbeeren (Bild: Hans Wener)

Mistelbeeren (Bild: Hans Wener)

Pflege der Bäume
Nur durch massives Entfernen (Ausbrechen bei Frost oder Absägen/Abschneiden direkt an der Rinde) der Misteln kann diese Verbreitung eingeschränkt werden. Ist ein Baum befallen, so sollte der befallene Ast ganz abgesägt werden (ca. 30 cm hinter der Ansatzstelle), sonst verbleiben im Kambium die Seitenwurzeln, die einen Neuauswuchs produzieren. Ein Abreißen der Mistel ist nur kurzfristig eine Verbesserung, die Mistel schlägt wieder aus. Der einzige Vorteil ist, dass die Beeren mit entfernt werden und eine Weiterinfektion auf andere Bäume vermieden wird. Bäume mit starkem Befall und einer größeren Anzahl älterer Mistelpflanzen lassen sich daher kaum noch erfolgreich und baumschonend sanieren.

Schädigung durch Mistel
Da der Mistelbefall über kurz oder lang aber zum wahrscheinlichen Absterben des Baumes führt, sind Sondermaßnahmen in Form von starken Eingriffen als Alternative zur Fällung zu erwägen. Es besteht zumindest die Möglichkeit, dass so behandelte Bäume noch einige Jahre leben, die Fällung ist die finale Lösung des Problems.

Handeln ist angesagt
Wichtige Information: Die Laubholzmistel ist nicht geschützt. Als Halbschmarotzer schwächt sie ihren Wirtsbaum und entzieht ihm hauptsächlich Wasser und Mineralstoffe und schädigt den Baum langfristig bis zum Absterben. Nur ein massiver Eingriff mit möglichst vollständigem Entfernen der Misteln lässt den Baum langfristig überleben.

Misteln befallen hauptsächlich ältere Bäume - aber nicht nur. (Bild: Hans Wener)

Misteln befallen hauptsächlich ältere Bäume – aber nicht nur. (Bild: Hans Wener)