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Wilde Salben

„Schmieren und salben hilft allenthalben, hilft´s nicht beim Mädchen, hilft´s doch beim Rädchen.“

Aus was besteht eine Salbe und wie stelle ich sie selbst her? Am Mittwoch, den 12.02.2020 um 18 Uhr lädt Kräuterpädagogin Gyda Rupprecht zum Herstellen von Salben in die Obstwerkstatt des Streuobst-Infozentrums Mössingen ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine selbst hergestellte Salbe und ein Rezeptheft. Die Veranstaltung kostet 25€ inklusive Salbe und Rezeptheft.

Anmeldung unter 07125 3093262 oder kontakt@streuobstparadies.de bis zum 10.02.2020.

zum Ausschreibungsplakat

Streuobstwerkstatt mit starkem Programm

Veranstaltungen 2020 in der ObstwerkstattIm Rahmen eines von PLENUM Landkreis Tübingen geförderten Projekts hat der Verein Schwäbisches Streuobstparadies für seine Obstwerkstatt im Infozentrum Mössingen ein buntes Veranstaltungsprogramm erarbeitet. Von vielfältigen Kochkursen für Kinder, über jahreszeitlich angepasste Bastelangebote bis hin zu allerlei handgemachten regionalen Produkten gibt es für jede Zielgruppe passende Angebote. Dabei spielen die Früchte der Obstbäume, die Kräuter der Wiesen und Produkte der regionalen Landwirtschaft eine große Rolle. Auch gesunde und bewusste Ernährung stehen im Zentrum des Kursangebots.

Programm (Kurzfassung) (PDF, 145 KB)
Programm (Langfassung) (PDF, 201 KB)
Bericht im Schwäbischen Tagblatt

Kinderkochkurs: Kartoffel, Apfel & Co – Schätze in und auf der Erde

Am Samstag, den 18.1.2020 um 10:00 Uhr lädt Annette Roggenstein 6-12-jährige Kinder zum Kinderkochkurs ein.

Die Kinder machen sich auf die Suche nach Schätzen, die auf und unter der Erde wachsen und kreieren daraus bunte Leckereien wie Kartoffelpuffer mit Apfelmus und vieles mehr. Gemeinsam werden die selbstgemachten Köstlichkeiten verspeist. Damit der Tisch auch sauber bleibt, wird mit ganz viel Spaß am Anfang eine eigene Tischunterlage gestaltet, die natürlich mit nach Hause genommen wird. Auch die Rezepte gibt es zum Nachkochen mit nach Hause.

Kinder kochen in der Obstwerkstatt (Bild: Sabine Mall-Eder)

Kinder kochen in der Obstwerkstatt (Bild: Sabine Mall-Eder)

Der Kinderkochkurs kostet 18 € inklusive Tischunterlage, Rezepten und Verpflegung.

Treffpunkt ist um 10 Uhr in der Obstwerkstatt des Streuobst-Infozentrums (neben dem Café Pausa), Löwensteinplatz 2, 72116 Mössingen, Ende gegen 13 Uhr.
Um Anmeldung bis zwei Tage vor der Veranstaltung wird gebeten: Telefon: 07125 3093262, Mail: kontakt@streuobstparadies.de, WhatsApp/SMS: 0152 3218 1962.

7. Obstbaum-Schnittgutabfuhr: Gebiet Belsen

Das im Rahmen des Projektes „Energiebündel & Flowerpower“ entstandene Konzept zur Schnittgutabfuhr wird von der Stadt Mössingen in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Streuobst e.V. fortgesetzt. Auf ca. 270 ha Fläche werden nächstes Jahr die Belsener Streuobstwiesenbewirtschafter bei ihren Obstbaumpflegemaßnahmen unterstützt. Der Schnittgutabfuhr liegt ein über 5 Jahre rotierendes System über die Mössinger Gemarkung zu Grunde, wodurch regelmäßig alle Mössinger Streuobstwiesengebiete in den Genuss der städtischen Unterstützung kommen.

2020 führt die Stadt die Schnittgutabfuhr rund um Belsen durch, beginnend bei den Gewannen Hälderling, Barbelsen und um die Belsener Kapelle, westlich des Buchbaches die Gewanne Ankenbach, Gairumsbühl und Glind, um den Belsener Häckselplatz die Gewanne Faulensteig, Auchtert, bei der Linde, Gosegart, Hart, von dort über die Gemeindeäcker, Bei den Brunnentrögen hoch zum Alten Morgen und Schwarzbühl. Entlang des Beurener Wegs werden die Gewanne Auf Hauken, Brühl, Bürkert, Beybruck, Gies, An den Kreben, Tiergarten, Steinhofen, Spitzwald und Hintere Mark angefahren, entlang des Schlatterbachs das gleichnamige Gewann sowie das Gewann Sankt Johann sowie die Gewanne Pfingstwasen, Langenau und Auf der Scheibe.

Abfuhrgebiet 2020 bei Belsen

Abfuhrgebiet 2020 bei Belsen

Das Maßnahmengebiet ist auf der Abbildung zu erkennen, wobei die genauen Abfuhrwege durch die gestrichelten Linien dargestellt sind. Entlang dieser Wege wird das Reisig eingesammelt. Das Reisig sollte von den Anrainern gut zugänglich entlang der ausgewiesenen Wege abgeladen und die anderen Bewirtschafter dadurch nicht behindert werden. Das Reisig darf vom Fahrweg aus nicht hinter den Gräben abgeladen werden, da sonst die Maschinen das Material nicht greifen können. Es darf nur holziges Material, kein Grünschnitt und keine Gartenabfälle bereitgelegt werden, da das Material geschreddert und energetisch verwertet wird. Vorgesehen ist die Schnittgutabfuhr für Ende Februar, weitere Informationen werden natürlich folgen. Der genaue Zeitpunkt wird dann witterungsbedingt kurzfristig über das Amtsblatt und die projektbegleitende Website angekündigt. Natürlich kann jetzt schon gesammelt werden, die Schnittsaison hat schließlich schon begonnen.

Die Durchführung der Maßnahme wird von der Stadt Mössingen finanziert und über den Landschaftserhaltungsverband VIELFALT e.V. mit Landesmitteln gefördert. Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier und unter www.energiebuendel-und-flowerpower.de.

Leise Linsensuppe

Unter dem Motto „Leise Lieder, Lyrik, Linsesupp‘“ gab es am 13. Dezember 2019 eine wundervolle Mixtur aus Musikalischem und Kulinarischem im bis auf den letzten Platz gefüllten Mössinger Café Pausa. Wolfgang Pusch kredenzte Gedichte und begleitete sich selbst auf der Gitarre zu eigenen und einigen wohlbekannten Songs. Das hochkonzentrierte Publikum war aber nur während des Vortrags leise, denn mit Applaus wurde an diesem Abend nicht gespart. Die Café-Pausa-Küche steuerte wohlschmeckende Linsensuppe bei.

Wolfgang Pusch auf der Café-Pausa-Bühne

Wolfgang Pusch auf der Café-Pausa-Bühne

Der Erlös des Abends kam „myBäumle“ zugute, einem gemeinschaftlichen Projekt des Netzwerks Streuobst Mössingen mit der AiS gGmbH, die auch das Café Pausa betreibt. Wie es zu diesem Benefizkonzert kam? Wolfgang Puschs im vergangenen März verstorbene Ehefrau Theresia Spribille-Pusch war zu allen Jahreszeiten und zu allen Tageszeiten in den Mössinger Streuobstwiesen unterwegs. Sie fotografierte dort auch fortwährend und liebte diese Landschaft. So war der erste Teil des Abends auch ihr gewidmet.

Linsensuppe mit Brot in Café-Pausa-Qualität

Linsensuppe mit Brot in Café-Pausa-Qualität

Mit großer Spielfreude, souveräner Gitarrenbegleitung und einer bemerkenswerten Stimme verstand es Wolfgang Pusch vom ersten Takt an, das Publikum in seine Gedankenwelt mitzunehmen. Kam er zu einem bekannteres Lied, waren alsbald mitsummenden Stimmen zu vernehmen. Mit einem vielstimmigen „We Shall Overcome“ ging es dann auch zu den Zugaben, die die erkältungsgebeutelte Stimme Puschs aber ebenso problemlos bewältigte wie das komplette zweistündige Programm. Das war ebenso kurzweilig wie nachdenklich, insgesamt aber von eher leiseren Tönen und Worten geprägt. Es ließ das Publikum mit dem Wunsch zurück, dies möge nicht der letzte Abend mit Wolfgang Pusch im Café Pausa gewesen sein.

Vortrag: Aas und Dung als Grundlage für neues Leben

Vortrag von Dieter Haas
am Freitag, 8.11.2019, 20:00 Uhr
im Vortragsraum der NABU-Ortsgruppe Mössingen
in Mössingen, Hallstattstraße 19

Das Thema löst wohl bei manchem Naturschützer und Orchideenfan lediglich ein Naserümpfen aus. Doch der Vortragende zeigt grundlegende Stoffkreisläufe und wichtige Verbreitungsstrategien der Evolution leicht verständlich auf, ohne die auch der fantastische Formenreichtum unserer Orchideen undenkbar wäre.
Große Weidetiere haben unsere Landschaft seit vielen Millionen Jahren entscheidend mit gestaltet. Das zunehmende Insektensterben und der dramatische Schwund unserer Wiesenvögel ist nicht zu stoppen in Landschaften, in denen der Mensch Weidetiere ganz entfernt und nur mit seinen Maschinen Biotope gestaltet. Extensive, naturnahe Weiden bieten zahlreichen gefährdeten Insekten- und Wirbeltierarten einen idealen Lebensraum.
Der Vortragende stellt Maßnahmen vor, die lokal zu einer Trendwende geführt haben. Er gibt Tipps für den praktischen Naturschutz vor Ort und zeigt auf, wie die vorhandenen Mittel im Naturschutz gezielter und fachgerechter eingesetzt werden können. Die nicht alltägliche Betrachtungsweise des Vortragenden führt oft zu lebhaften Diskussionen mit praktischen naturschutzfachlichen Anregungen.

Die „Fliegenhacker“ vom Federsee auf einem Wasserbüffel. Er lässt sich  von den Staren gerne auf der Nase herum tanzen, da diese lästige Fliegen und Bremsen erbeuten oder verjagen. (Foto: D. Haas)

Die „Fliegenhacker“ vom Federsee auf einem Wasserbüffel. Er lässt sich von den Staren gerne auf der Nase herum tanzen, da diese lästige Fliegen und Bremsen erbeuten oder verjagen. (Foto: D. Haas)