Kategorie-Archiv: myBäumle

Critical Mass übernimmt Baumpatenschaft

Am 25. September radelt die Fahrradinitiative Critical Mass Mössingen wieder durch die Steinlachstadt. Unter dem Motto „Sicher radeln & Klima schützen“ setzen sich die Aktivisten am globalen Klimastreiktag für ein fahrradfreundliches Mössingen ein. Vom Treffpunkt um 17.30 Uhr am Jakob-Stotz-Platz geht die Fahrt über den Nordring bis zur Ankunft um 18.30 Uhr am Löwensteinplatz.
Hintergrund: Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen sich in der Stadt sicher und selbständig mit dem Fahrrad bewegen können. Die Radwege müssen dazu sicherer und das Radnetz attraktiver gemacht werden. Immer mehr Menschen wollen das Rad auch im Alltag, zum Einkauf, zur Schule, zur Arbeit oder in der Freizeit nutzen. Mit jedem Fahrradkilometer tragen sie zur CO2-Vermeidung und zum Schutz des Klimas bei. Weil heiße und trockene Sommer nicht nur den Wäldern mächtig zusetzen, sondern auch den Streuobstwiesen im Steinlachtal, übernimmt Critical Mass Mössingen eine myBäumle-Baumpatenschaft. Vielen Dank dafür! Die Urkunde wird am Löwensteinplatz übergeben. Mitradeln ist erlaubt und erwünscht.

Leise Linsensuppe

Unter dem Motto „Leise Lieder, Lyrik, Linsesupp‘“ gab es am 13. Dezember 2019 eine wundervolle Mixtur aus Musikalischem und Kulinarischem im bis auf den letzten Platz gefüllten Mössinger Café Pausa. Wolfgang Pusch kredenzte Gedichte und begleitete sich selbst auf der Gitarre zu eigenen und einigen wohlbekannten Songs. Das hochkonzentrierte Publikum war aber nur während des Vortrags leise, denn mit Applaus wurde an diesem Abend nicht gespart. Die Café-Pausa-Küche steuerte wohlschmeckende Linsensuppe bei.

Wolfgang Pusch auf der Café-Pausa-Bühne

Wolfgang Pusch auf der Café-Pausa-Bühne

Der Erlös des Abends kam „myBäumle“ zugute, einem gemeinschaftlichen Projekt des Netzwerks Streuobst Mössingen mit der AiS gGmbH, die auch das Café Pausa betreibt. Wie es zu diesem Benefizkonzert kam? Wolfgang Puschs im vergangenen März verstorbene Ehefrau Theresia Spribille-Pusch war zu allen Jahreszeiten und zu allen Tageszeiten in den Mössinger Streuobstwiesen unterwegs. Sie fotografierte dort auch fortwährend und liebte diese Landschaft. So war der erste Teil des Abends auch ihr gewidmet.

Linsensuppe mit Brot in Café-Pausa-Qualität

Linsensuppe mit Brot in Café-Pausa-Qualität

Mit großer Spielfreude, souveräner Gitarrenbegleitung und einer bemerkenswerten Stimme verstand es Wolfgang Pusch vom ersten Takt an, das Publikum in seine Gedankenwelt mitzunehmen. Kam er zu einem bekannteres Lied, waren alsbald mitsummenden Stimmen zu vernehmen. Mit einem vielstimmigen „We Shall Overcome“ ging es dann auch zu den Zugaben, die die erkältungsgebeutelte Stimme Puschs aber ebenso problemlos bewältigte wie das komplette zweistündige Programm. Das war ebenso kurzweilig wie nachdenklich, insgesamt aber von eher leiseren Tönen und Worten geprägt. Es ließ das Publikum mit dem Wunsch zurück, dies möge nicht der letzte Abend mit Wolfgang Pusch im Café Pausa gewesen sein.

Bäumle-Paten treffen Bäumle-Paten

Im Herbst 2016 startete das Patenschaftsprojekt myBäumle. Seither haben über 80 Streuobstbäume ­einen ­Paten oder eine Patin gefunden. Bei dem Projekt wirken viele Beteiligte mit: Die Stadt Mössingen stellt die Flächen zur Verfügung und finanzierte die Erstpflege mit. Der Verein ­VIELFALT steuerte Fördermittel bei. Die Grüngruppe der AiS („Arbeit in Selbsthilfe“) führte die Pflegemaßnahmen durch und sorgt auch für die fortlaufende Pflege der Bäume und Wiesen. Am wichtigsten aber sind die Menschen, die erkannt haben, wie wichtig der Erhalt der Kulturlandschaft Streuobstwiese ist und die Verantwortung dafür übernehmen – die Paten. Um diesen einmal „danke“ sagen und sie persönlich kennenlernen zu können, organisierte das Netzwerk Streuobst am vergangenen Samstag, 16. März ein Patentreffen im Mössinger Café Pausa.

Beim Empfang in der Obstwerkstatt des Schwäbischen Streuobstparadieses

Beim Empfang in der Obstwerkstatt des Schwäbischen Streuobstparadieses

Begrüßt wurden die Spenderinnen und Spender mit Häppchen und einem Gläschen Secco aus den Streuobstwiesen (der alkoholfreie mundete den meisten). Dazu gab es Informationen zum Netzwerk Streuobst, zur AiS und zum Projekt. Es folgten viele Fragen, Verbesserungsvorschläge und auch Lob. Bei der anschließenden Führung durchs Informationszentrum des Schwäbischen Streuobstparadieses konnten weitere Hintergründe vermittelt werden, auch hier war das Interesse groß.

Den Abschluss bildete ein gemütlicher Plausch bei Kaffee und Kuchen im Café Pausa, natürlich mit Obstkuchen aus den Mössinger Streuobstwiesen. Viele Paten nutzten die Gelegenheit, sich mit weiteren Streuobstprodukten einzudecken. In vielen Gesprächen wurde deutlich, dass es unterschiedliche Motivationen gibt, eine Patenschaft zu finanzieren. Am häufigsten wurde die Liebe zu den Streuobstwiesen genannt, dass sie zu Mössingen gehören und es daher als Verpflichtung angesehen wird, sie zu erhalten. Alle halten den Schutz dieser Natur- und Kulturlandschaft für sehr wichtig und möchten mit ihrer Patenschaft dies unterstützen.

Das erste Mössinger Bäumle-Patentreffen hatte aber auch sehr konkrete Folgen. Ein Pate schloss gleich eine weitere Patenschaft für seinen Cousin in Australien ab. Ein anderer möchte nun auch selber ein Stückle bewirtschaften. Und in Folge des Berichts über das Patentreffen im „Schwäbischen Tagblatt“ (s.u.) wurden drei neue Patenschaften abgeschlossen. Vielen Dank dafür!

Bericht im Schwäbischen Tagblatt: „Es gibt noch jede Menge Patenbäume“

SWR zu Besuch

Die Landesschau war zu Gast in Mössingen. Neben anderen Themen war SWR-Reporterin Sonja Faber-Schrecklein vor allem am Streuobst interessiert. Von Netzwerker Marcus Hölz ließ sie sich erklären, wie myStueckle.de funktioniert und wo das neue Streuobst-Café entsteht. Vier kurzweilige Minuten aus der heimlichen Streuobsthauptstadt Mössingen.

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[Update 26.2.2018]
Noch mehr Landesschau und Mössingen gibt es im kompletten Beitrag „Landesschau Mobil – Unterwegs in Mössingen“ – unter anderem auch mit den Naturkids von Netzwerk Streuobst, NABU und OGV, gefilmt im Vogelschutzzentrum [ab 17:59]:

[Direktlink]

Schade(n).

In der Sonnwendnacht wurden mehrere Tafeln des Panoramawegs Streuobst und des Patenschaftsprojekts myBäumle zerstört und beschädigt. Der reine Sachschaden beträgt etwa 1200 Euro: Einzelne Tafeln müssen ersetzt und mehrere Tafeln neu aufgestellt werden. Der immaterielle Schaden für die ehrenamtliche Arbeit des Netzwerks Streuobst ist deutlich höher. Zum einen ist weitere Zeit und Energie notwendig, um den Schaden zu beheben. Dazu kommt eine erhebliche Frustration und vor allem Unverständnis über die Motivation der Zerstörer.

Die Tafeln zum Patenschaftsprojekt myBäumle standen erst seit wenigen Tagen. Auf ihnen wird erklärt, warum es für uns alle wichtig ist, die Kulturlandschaft Streuobstwiese zu erhalten und was einzelne Bürger oder Unternehmen dafür tun können: Zum Beispiel die Patenschaft für einen einzelnen Streuobstbaum zu übernehmen. Auf der Internetplattform www.mybäumle.de steht, wie das geht.

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Das ideale Weihnachtsgeschenk

… ist noch nicht gefunden. Aber wenn Sie etwas suchen für jemanden, der die Natur um Mössingen schätzt, der die Streuobstwiesen liebt und dem regionale Produkte am Herzen liegen, dann haben wir etwas überaus Passendes für Sie: Schenken Sie eine Streuobst-Patenschaft!

Suchen Sie sich unter myBäumle.de einen passenden Baum aus und kontaktieren Sie uns. Machen Sie dann mit dem Beschenkten einen Weihnachtsspaziergang und zeigen Sie ihm seinen Baum vor Ort. Einen von diesen zum Beispiel:

Kirschblüte 2015 (Luftbild: Hans Wener)

Kirschblüte 2015 (Luftbild: Hans Wener)

Pressetermin mit Überraschung

„Vor dem Berg“ heißt das Gewann neben dem Mössinger Schützenhaus. Hier traf sich am gestrigen Freitag, 14.10. eine stattliche Anzahl von Personen, um mit myBäumle das neueste Projekt des Netzwerks Streuobst den Vertretern der Presse vorzustellen. Denn in das Projekt involviert waren neben dem Netzwerk Streuobst als Initiator und Motor des vor einem Jahr gestarteten Projekts noch viele weitere Beteiligte: Die Stadt Mössingen als Besitzer der Patenschaftsflächen finanzierte zusammen mit dem Landschaftserhaltungsverband (LEV) die Erstpflege der Flächen. Die Grüngruppe „Streuobst und Naturschutz“ der AiS gGmbH verrichtete diese Arbeit wie gewohnt professionell. Die Website des Projekts, die mit den Daten der Pachtplattform „myStueckle.de“ arbeitet, wurde gemeinsam vom Netzwerk Streuobst, der AiS mit der Tübinger Firma PEAK erarbeitet.

Großer Bahnhof für myBäumle: Pressetermin mitten im Streuobst (Bild: Kolja Schümann)

Großer Bahnhof für myBäumle: Pressetermin mitten im Streuobst (Bild: Kolja Schümann)

Uli Eder vom Netzwerk Streuobst gab einen kleinen Überblick über das Zustandkommen und den Ablauf des Projekts und erklärte die Benutzung der Patenschaftsplattform. Marcus Hölz von der AiS erläuterte, wie die Stückle ausgewählt und gepflegt wurden und was zur dauerhaften Pflege der Bäume und Wiesen notwendig ist. Kolja Schümann, Geschäftsführer des Vereins VIELFALT e.V. führte aus, warum sowohl LEV wie auch PLENUM gerne bei der Finanzierung des Projekts behilflich waren und betonte den Modellcharakter auch dieses Projekts. Oberbürgermeister Michael Bulander beschrieb die Rolle der Stadt Mössingen im Projekt und gab einen Ausblick auf die noch kommenden Aufgaben, insbesondere das für 2017 geplante Streuobstcafé in der PAUSA.

Besonders erfreulich: Zwischen Streuobstbäumen aller Arten, Alter und Pflegezustand konnten bereits die ersten Paten begrüßt werden. Neben der VR Bank Steinlach – Wiesaz – Härten und der Kreissparkasse Tübingen war dies mit Oberbürgermeister Michael Bulander auch schon die erste Privatperson. Der wegen eines anderen Termins verhinderte Unternehmer Michael Padeffke vom gleichnamigen Bäckereiunternehmen sorgte indes mit einer kurzen Mail für einen Paukenschlag. Kurz und knapp schrieb er: „Ich kann den Termin heute leider nicht wahrnehmen, mir ist etwas dazwischengekommen. Wir übernehmen eine Patenschaft für 5 Bäume.“

So kann es weitergehen.