Kategorie-Archiv: Netzwerk Streuobst

Baden im Blütenmeer

Wir hatten ja schon kurz darauf hingewiesen: Es darf wieder im Streuobst gebadet werden. Was vor vier Jahren als Schnapsidee begann, scheint eine kleine Tradition zu werden: Netzwerkler*innen schleppen Badewannen durch die Wiesen, legen sie dick mit Kissen und blühenden Pausa-Stoffen aus, sorgen für passende Streuobst-Literatur und lokalste Getränke wie Mössinger Apfelsaft und roten Mössinger Birnensecco. Die Gäste strömen, um sich friedlich und fröhlich in die Wannen zu begeben und das Mössinger Blütenwunder zu genießen. Dazu gibt es eine Blütenbilder-Ausstellung von Jasmine Diez und Streuobst-Lyrik frei Haus dazu. Wer das Spektakel vor vier Jahren verpasst hat, kann es in der Historie dieser Website nachlesen und -schauen.

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Dennoch ist das „Baden im Blütenmeer“ 2018 mehr als die Wiederholung einer wunderbar gewordenen Schnapsidee. Am Sonntag, 6. Mai sind zeitgleich zwei weitere Veranstaltungen, die bestens in das Konzept der Naturerlebniswoche passt und daher Teil davon ist:

Um 11 Uhr werden die beiden neuen Premium-Spazierwanderwege „Mössinger Streuobstwegle“ und „Mössinger Leisawegle“ am Parkplatz Linden eröffnet.
Am selben Tag veranstaltet der NABU Mössingen seinen Naturerlebnistag im Vogelschutzzentrum.

Die Führungen über das Mössinger Streuobstwegle starten um 12.00 am Parkplatz Linden (nach der Eröffnung) und um 14.30 Uhr beim Baden im Blütenmeer / Tabakäcker.

Programm und Übersichtskarte finden Sie im Flyer zum Naturerlebnistag Mössingen.

Premiumspazierwandern, Blütenbaden und Naturerleben am 6. Mai

Flyer zum Naturerlebnistag herunterladen

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Am Sonntag, 6. Mai 2018, werden um 11 Uhr am Wanderparkplatz Linden die beiden ersten hiesigen Premium-Spazierwanderwege „Mössinger Streuobstwegle“ und „Mössinger Leisawegle“ offiziell eröffnet.

Begleitend zur Eröffnung wird es am gleichen Tag die Aktion „Baden im Blütenmeer“ des Netzwerks Streuobst und einen Naturerlebnistag des NABU Mössingen im Vogelschutzzentrum geben. Beide Partner werden auch Führungen auf den beiden Rundwegen anbieten.

Nähere Infos zum Programm der Eröffnung und des gemeinsamen Aktionstages finden Sie im Flyer (496 KB).

Alle Aktionen sind über das Leisawegle und Streuobstwegle leicht zu erreichen.

Die Stadt Mössingen, der Naturschutzbund (NABU) Mössingen und das Netzwerk Streuobst Mössingen laden Sie zum Aktionstag herzlich ein!

SWR zu Besuch

Die Landesschau war zu Gast in Mössingen. Neben anderen Themen war SWR-Reporterin Sonja Faber-Schrecklein vor allem am Streuobst interessiert. Von Netzwerker Marcus Hölz ließ sie sich erklären, wie myStueckle.de funktioniert und wo das neue Streuobst-Café entsteht. Vier kurzweilige Minuten aus der heimlichen Streuobsthauptstadt Mössingen.

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[Update 26.2.2018]
Noch mehr Landesschau und Mössingen gibt es im kompletten Beitrag „Landesschau Mobil – Unterwegs in Mössingen“ – unter anderem auch mit den Naturkids von Netzwerk Streuobst, NABU und OGV, gefilmt im Vogelschutzzentrum [ab 17:59]:

[Direktlink]

Streuobst-Austausch

Seit rund einem Jahr trifft sich in Hechingen vierteljährlich eine „Streuobstrunde“, deren Ziel es ist, die verwahrlosten Obstbäume rund um Hechingen zu pflegen, die Flächen wieder ordnungsgemäß zu bewirtschaften und den Ertrag auch zu vermarkten. Es wurde eine Projektfläche definiert, die nun gepflegt wird. Dies soll Vorbild für die anderen Wieslesbesitzer sein und sie anregen, selbst am Erhalt der Streuobstwiesen mitzuwirken. Fachliche Unterstützung kommt von Obstbaufachberater Markus Zehnder vom Zollernalbkreis, der bei der Streuobstrunde mitwirkt. Die Runde wird koordiniert von Robert Mauz vom städtischen Liegenschaftsamt. Mit dabei sind ebenfalls der Nabu, die Obst- und Gartenbauvereine, der städtische Betriebshof, die Mostereien Beck aus Weilheim und Wetzel aus Hechingen, der Schäferbetrieb Storr und der Bezirksverein der Bienenzüchter.

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Zum Erfahrungsaustausch und um neue Anregungen zum Thema Streuobstwiesenerhalt zu erhalten, lud die Runde das Netzwerk Streuobst Mössingen nach Hechingen ein. Am Donnerstag, 18.1. stellten Marcus Hölz und Martin Wörnle bei einem Treffen der Streuobstrunde im Rathaus Hechingen die unterschiedlichen Projekte des Netzwerks vor, die direkt und indirekt zum Erhalt der 40.000 Obstbäume rund um Mössingen dienen. Schwerpunkte der nachfolgenden Diskussion war die jährliche Schnittgutabfuhr, die durch die AiS-Grüngruppe Streuobst und Naturschutz durchgeführt und durch die Stadt Mössingen sowie LEV-Mitteln finanziert wird. Weitere Gesprächsthemen waren der Geräteverleih Schaff’s gut und die Projekte myStueckle und myBäumle. Außerdem ging es um den Abgabepreis fürs Obst bei den Mostereien. Dabei waren sich alle Beteiligten einig, dass ein angemessener Preis von über 12 € für 100 kg Äpfel ein guter Anreiz zur Pflege der Streuobstwiesen wäre. Am Ende wurde der sich überall dramatisch ausbreitende Mistelbefall diskutiert, der flächendeckend zu einem Verlust der Bäume führen kann. Dabei wurden mögliche Gegenmaßnahmen besprochen.

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Zum Schluss war man sich einig, den Austausch zwischen den beiden Gruppierungen weiterzuführen, um so Synergien aufzubauen zu können.

Wir trauern um Jochen Nill

Vergangenen Freitag nahm Mössingen Abschied von Jochen Nill. Der langjährige Vorstand des NABU Mössingen arbeitete auch viele Jahre im Netzwerk Streuobst mit. Als Anwalt der Natur vertrat er seinen Standpunkt engagiert, unbequem, tatkräftig, streitbar und unermüdlich. Er sagte jedem seine Meinung, ob der sie hören wollte oder nicht.

Seine Liebe zur Natur gab er besonders gerne an den Nachwuchs weiter. Kinder und Jugendliche lernten von ihm aber auch den fachkundigen Blick auf die Natur und wie man sie bewahren kann. Sie fühlten sich wohl bei ihm, weil er sie ernstnahm. Jochen Nill hinterlässt eine große Lücke in Mössingen.

Jochen Nill, wie man ihn kennt: Bei der Arbeit in der Natur und für die Natur (Bild: NABU Mössingen)

Jochen Nill, wie man ihn kennt: Bei der Arbeit in der Natur und für die Natur (Bild: NABU Mössingen)

Austausch

Am Bürgerprojekt „Streuobsterlebnis Herrenberg“ beteiligen sich Privatpersonen, Vertreter der Obst- und Gartenbauvereine, Mitglieder des Imkervereins Herrenberg, der Heckengäu-Naturführer, des Schwäbischer Albvereins, der NABU, Streuobstpädagogen und viele mehr – ganz ähnlich also wie das Netzwerk Streuobst Mössingen. Da sich auch die Ziele der beiden Gruppierungen ähneln, lag es auf der Hand, sich über einzelne Anknüpfungspunkte hinaus einmal besser kennenzulernen.

Den Anfang machten nun die Herrenberger mit einer Einladung an das Netzwerk Streuobst, sich in der Gäustadt vorzustellen. Vier Aktive des Netzwerks begaben sich am Donnerstag, 30.11. im Schneetreiben auf die Reise und wurden im pittoresken Klosterhofkeller freundlich empfangen. Rund 20 Interessierte lauschten konzentriert den Ausführungen und geizten auch nicht mit kritischen Nachfragen. Das Biomasse-Projekt Energiebündel & Flowerpower, die Pachtplattform myStueckle, das Patenschaftsprojekt myBäumle sowie der preisgekrönte Steinlachtäler Most waren die Projekte, die am meisten nachgefragt wurden.

Konzentriertes Herrenberger Publikum im wunderbaren Klosterhofkeller

Konzentriertes Herrenberger Publikum im wunderbaren Klosterhofkeller

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es feine Herrenberger Streuobstprodukte zu verkosten und viel Kommunikation. Beide Gruppierungen waren sich einig, dass es viel voneinander zu lernen gibt und dieses Treffen nicht das letzte gewesen sein sollte. Noch in diesem Jahr steht ein Besuch der Herrenberger in Mössingen an.

Schwitzen beim Saftpressen

Schwitzen - und gleich wieder Durst löschen! Die Naturkindergruppe beim Saftpressen.

Schwitzen – und gleich wieder Durst löschen! Die Naturkindergruppe beim Saftpressen.

Viel Spaß hatten die Kinder der Naturkindergruppe des Netzwerks Streuobst, des NABU und des OGV Mössingen beim Apfelsaftpressen – und da sowohl das Waschen und Zerkleinern der Äpfel als auch das Pressen von Hand mit einer mobilen Presse ablief, kamen sie ordentlich ins Schwitzen. Kein Problem, denn zum Durstlöschen stand ja genügend frisch gepresster Apfelsaft zur Verfügung! Davor wurde viel genascht, egal ob direkt in den frischen Apfel gebissen oder von den Apfelhäckseln probiert wurde („oh, das schmeckt schon viel saftiger“), gespielt und geforscht („woher kommt die hubbelige Stelle auf dem Apfel?“).

Beim nächsten Treffen am Freitag, 20.10. 2017 um 15 Uhr helfen wir bei der Nistkastenkontrolle. Dazu sind alle Kinder herzlich eingeladen. Wer Interesse hat, kann sich per Mail unter kindergruppe@netzwerk-streuobst.de oder telefonisch unter 07473-959495 anmelden.

Keine Obstannahme für den „Mössinger“ Apfelsaft

ÄpfelDer „Mössinger“ Apfelsaft ist ein Erfolgsprodukt, weil lokales Obst auf kurzen Wegen verarbeitet und vermarktet wird. Leider sieht es dieses Jahr dafür schlecht aus. Die massiven Frostschäden im Frühjahr lassen wenig Hoffnung auf eine gute Apfelernte. Da es rund um Mössingen kaum Äpfel auf den Bäumen gibt, werden die Obstannahmestellen Kühbauch und Streib kein Obst für den „Mössinger“ annehmen. Wegen den erwarteten geringen Mengen ist der Aufwand für Annahme, Transport und Weiterverarbeitung sehr hoch, um eine ausreichend gute Qualität an Mössinger Apfelsaft zu erzeugen.

Die „normale“ Annahme von Mostobst ist davon nicht betroffen und wird wie gewohnt durchgeführt.

Nichts wie raus! – Neue Natur-Kindergruppe

Um mit euch Spaß in der Natur zu erleben und viele ihrer Besonderheiten zu entdecken, bündeln die NABU-Ortsgruppe Mössingen, das Netzwerk Streuobst Mössingen und der Obst- und Gartenbauverein Mössingen ihr Know-how, ihre Begeisterung und ihre Ideen in einer gemeinsamen Kindergruppe, die sich ab Schulstart einmal monatlich treffen wird.

Das Angebot richtet sich an Naturforscher zwischen 6 und 12 Jahren. Geleitet wird die Gruppe von der Streuobstpädagogin, Landwirtin und Gärtnerin Daniela Häberle, unterstützt von Sabine Mall-Eder.

Die Kindergruppe trifft sich (wie bisher die NAJU-Gruppe) jeweils am 3. Freitag des Monats von 15 bis etwa 17 Uhr – und zwar abwechselnd im Schaugarten des Obst- und Gartenbauvereins Mössingen Im Weiten Hardt und im Vogelschutzzentrum Mössingen. Das erste Treffen wird schulstartbedingt am 22.9.2017 um 15 Uhr im Vogelschutzzentrum stattfinden.

Wer mitmachen möchte, kann sich unter kindergruppe@netzwerk-streuobst.de oder Tel. 07473.959495 anmelden.

Weitere Informationen sind dem Amtsblatt zu entnehmen und stehen auch auf den Websites der beteiligten Vereine zur Verfügung:
www.nabu-moessingen.de
www.ogv-moessingen.de
www.netzwerk-streuobst.de

Mössinger Meister-Moste

Am vergangenen Donnerstag, 22. Juni wurde erstmals die Schwäbische Mostmeisterschaft ausgetragen. Veranstaltet vom Schwäbischen Streuobstparadies gingen in Herrenberg die Siegermoste der kreisweiten Most-Prämierungen an den Start. Das Ergebnis verkündet OGV- und Netzwerk-Mitglied Martin Wörnle:

„Der Steinlachtäler Most (die fruchtige Variante) hat letzten Donnerstag bei der paradiesweiten Mostprämierung den ersten Platz bei den Profimosten gemacht und unser Sieger vom Mostseminar, Willi Schmalz, hat auch in Herrenberg gewonnen. Ein voller Erfolg also!“

Der liebevoll auch „Eurovision Moschd Conteschd“ genannte Wettbewerb wurde damit klar vom Steinlachtal und Mössingen dominiert. Die genauen Ergebnisde finden sich auf der Website des Streuobstparadieses. Bilder von der Veranstaltung hat Angela Hammer fürs Gomaringen-Blog gemacht und dazu einen Pressebericht für den Reutlinger General-Anzeiger geschrieben.

Hier noch ein Hammer-Bild von den siegreichen Mössingern:

Bild: Angela Hammer

Bild: Angela Hammer