Kategorie-Archiv: Netzwerk Streuobst

Obstbaum-Schnittgutabfuhr zwischen Mössingen und Talheim

Das im Rahmen des Projektes „Energiebündel & Flowerpower“ entstandene Konzept zur Schnittgutabfuhr wird nun von der Stadt Mössingen in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Streuobst e.V. fortgesetzt. 2019 führt die Stadt die Schnittgutabfuhr zwischen der Steinlach am östlichen Ortsausgang von Mössingen (Aible) und Talheim entlang des Farrenbergs und Buchberg durch. So sollen die Streuobstwiesenbewirtschafter auf einer Fläche von ca. 413 ha unterstützt werden.

Das Gebiet reicht vom Weg zur Lindenstelle im Südosten von Mössingen bis südlich von Talheim und umfasst die Gewanne Leinshalde, Unteres und Oberes Längenfeld, Vor der Lach, Auchtert, Bei der Linde, Ob der Ziegelhütte, Lehmgrube, Zieglertäle, Mühlwiesen, Degenholz, Gässleswiesen, Neue Wiesen, Vor Schömberg, Holder, Hinter dem Weiher, Hurst, Vor Buchberg, Auf dem Staigle, Steinenbühl, Vor Buch, Bitzen, Wangen und Hinter Bollenhaus, wie die weiße Abgrenzung auf der Abbildung zeigt. Entlang der weiß gepunkteten Wege wird das Reisig eingesammelt. Das Reisig sollte von den Anrainern gut zugänglich entlang der ausgewiesenen Wege abgeladen und die anderen Bewirtschafter dadurch nicht behindert werden. Das Reisig darf vom Fahrweg aus nicht hinter den Gräben abgeladen werden, da sonst die Maschinen das Material nicht greifen können. Witterungsbedingt kann es an feuchten Stellen zu Verzögerungen bei der Abholung kommen, dann erfolgt die Abholung zu einem späteren Zeitpunkt.

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Es darf nur holziges Material, kein Grünschnitt und keine Gartenabfälle bereitgelegt werden, da das Material geschreddert und energetisch verwertet wird. Die Schnittgutabfuhr läuft von Montag, 18. Februar bis Montag, 4. März. In dieser Zeit werden die Häckselplätze Öschingen und Belsen zusätzlich unter der Woche von 8 bis 17 Uhr sowie samstags zu den gewohnten Zeiten geöffnet sein. Ab Montag wird zudem ein temporärer Sammelplatz auf dem Aible-Parkplatz eingerichtet, so dass zu flexibleren Zeiten angeliefert werden kann. Witterungsbedingte Änderungen werden kurzfristig über das Amtsblatt und die Website der Stadt Mössingen sowie die Websites des Netzwerks Streuobst Mössingen (www.netzwerk-streuobst.de, www.energiebuendel-und-flowerpower.de) angekündigt.

Nach fünf Jahren Schnittgutabfuhr beginnt nun auch die Abfolge der Abfuhrgebiete rund um Mössingen wieder von vorne.

Die Durchführung der Maßnahme wird von der Stadt Mössingen finanziert und über den Landschaftserhaltungsverband VIELFALT e.V. mit Landesmitteln gefördert. Die Schnittgutabfuhr wird von der AiS-Grüngruppe „Streuobst und Naturschutz“ durchgeführt. Begleitend werden Biotoppflegemaßnahmen durch die Grüngruppe umgesetzt, ebenfalls im Auftrag der Stadt Mössingen und unterstützt durch VIELFALT e.V..

Netzwerk Streuobst wissenschaftlich begutachtet

Karolin Gums studierte Nachhaltiges Regionalmanagement an der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg und verfasste als Abschlussarbeit eine Bachelorarbeit zum Thema „Wirkungsanalyse von Streuobstinitiativen am Beispiel des Netzwerks Streuobst Mössingen“. Dazu nahm sie eine repräsentative Befragung in Mössingen vor, um herauszufinden, inwiefern und in welchem Maße sich die Arbeit des Netzwerks Streuobst auf die Wahrnehmung, das Bewusstsein und die Handlungen der Bevölkerung auswirkt. Kurzfassung: Sie wirkt.

Quasi nebenbei ergaben sich aus der wissenschaftlichen Studie weitere wichtige, teils erstaunliche Erkenntnisse für die Arbeit des Netzwerks Streuobst. Dazu zählt zum Beispiel die Aussage, dass die Mössingerinnen und Mössinger einen sehr starken persönlichen Bezug zum Streuobst haben:

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96% stimmen der Aussage zu, dass Streuobstwiesen zu Mössingen gehören, 93% halten ihren Schutz und Erhalt für wichtig, 90% fühlen sich dieser Landschaft verbunden und 81% interessieren sich für regionale Streuobstprodukte. Woher diese hohe Verbundenheit kommt, ergibt sich vielleicht auch aus der nachfolgenden Grafik:

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Denn praktisch jeder zweite Mössinger pflegt selbst eine Streuobstwiese oder hilft bei der Ernte mit. Darüber hinaus unterstützen viele Bürger die Wiesenbewirtschafter durch den Kauf regionaler Streuobstprodukte. Aber wie sehen sie die Arbeit des Netzwerks Streuobst? Kennen Sie es überhaupt? Oh ja:

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Aber werden sie durch die Arbeit des Netzwerk Streuobst auch beeinflusst? Und wenn ja: Wie sehr?

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Dieser Einfluss manifestiert sich zum Beispiel beim Kauf regionaler Streuobstprodukte:

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Über 60 Prozent der Mössingerinnen und Mössinger greifen beim Kauf von Apfelsaft immer, häufig oder gelegentlich zum lokalen Produkt „Der Mössinger“. Bei den alkoholischen Getränken ist der Anteil geringer, diese sind allerdings auch nur punktuell zu erhalten. Gefragt, warum sie sich für regionale Streuobstprodukte entscheiden, sind die Mössinger ganz und gar nicht schwäbisch geizig:

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Gums stellt fest: „An erster Stelle steht die persönliche Motivation, qualitativ hochwertige Produkte zu konsumieren. Neben diesem Beweggrund konsumieren fast genauso viele Befragte gemeinwohlorientiert und nachhaltig, zum Schutz der Natur oder zur Unterstützung der Wirtschaft und sind entsprechend sensibilisiert. Der Preis der Produkte scheint das Kaufverhalten eher weniger zu beeinflussen.“

Neben all diesen Erkenntnissen finden sich in der Arbeit detaillierte Hinweise auf spezielle Korrelationen: Eine davon betrifft etwa die Tafeln am Panoramaweg Streuobst (jetzt „Streuobstwegle“). Diese werden nachweislich von den Spaziergängern gelesen und tragen zur Verbesserung des Informationsstands der Mössingerinnen und Mössinger bei.

Wer sich eingehender mit den Ergebnissen beschäftigen möchte, kann die Bachelorarbeit im Downloadbereich dieser Website oder ein paar Zeilen tiefer herunterladen. Karolin Gums hat mit dieser Arbeit übrigens ihr Studium mit einer sehr guten Bewertung abgeschlossen.

Download
Die vollständige Arbeit kann zur Lektüre heruntergeladen werden (PDF, 2.974 KB). Bitte beachten Sie das Urheberrecht.

Birnenerntezeit

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Nachdem im letzten Jahr weit und breit keine Oberösterreicher Weinbirne zu finden war, gab es heuer keinen Mangel festzustellen. Die Aktiven des Netzwerks Streuobst samt freiwilligen Helfern schwärmten daher am vergangenen Samstag aus, um von den zur Verfügung gestellten Bäumen all das zu ernten, was für den kommenden „Roten Mössinger“ benötigt wird. Martin Wörnle berichtet:
„Wir waren effektiv, von 9:00 Uhr bis 11:30 Uhr. Dann war das Sammeln vorbei. Leider konnten wir nicht alle angebotenen Bäume ernten. Nach sieben Bäumen waren die Boxen und noch drei Betonkübel voll. Mehr ging nicht.“ Die Ausbeute war phänomenal.

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Streuobstkalender 2019

Auch für 2019 gibt es rechtzeitig zum Apfelfest den neuen Streuobstkalender 2019 von Rudolf Schneider. Der Kalender im Format A 3 Quer mit tollen Tier-und Landschaftsaufnahmen aus dem Streuobstparadies ist zum Preis von 16 Euro auf dem Apfelfest am Nabu-Stand und im Cafè Pausa erhältlich.

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Weitere Verkaufsstellen sind:

„Mössinger“-Annahme beendet

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Bereits am Samstag war die maximale Menge von 30 Tonnen für die Annahme des „Mössinger“-Saftes erreicht, anschließend konnte kein weiteres Obst angenommen werden. Das galt leider auch für Anlieferer, die ihr Obst am Montag abgeben wollten.

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So war die „Mössinger“-Annahme ein Spiegelbild vieler Annahmestellen, die in diesem Jahr kaum das viele Obst bewältigen können.

Dem Apfel auf der Spur

Prall leuchteten die Äpfel auf den gut gepflegten Bäumen im Schau- und Lehrgarten des Obst- und Gartenbauvereins Mössingen am vergangenen Freitag. Es war wieder ein Prachtwetter beim Kinderferienprogramm des Netzwerks Streuobst. Hier einige Eindrücke.

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Das lebendige Namensschild von Jan

Das lebendige Namensschild von Jan

Das knifflige Apfelpuzzle - welche Stücke gehören zusammen?

Das knifflige Apfelpuzzle – welche Stücke gehören zusammen?

Pflücken ...

Pflücken …

... und Naschen erlaubt!

… und Naschen erlaubt!

Was machen die Bienen in der Kiste da? Imker Franz erklärt's.

Was machen die Bienen in der Kiste da? Imker Franz erklärt’s.

Siehst du die Biene mit dem roten Nummernschild? Das ist die Königin!

Siehst du die Biene mit dem roten Nummernschild? Das ist die Königin!

Und jetzt ... alle Honig schlecken!

Und jetzt … alle Honig schlecken!

Das obligatorische Orgelpfeifenbild

Das obligatorische Orgelpfeifenbild

In der Künstlerwekstatt entstehen neue Apfelsaftetiketten.

In der Künstlerwekstatt entstehen neue Apfelsaftetiketten.

Form follows function.

Form follows function.

Nebenan saust ein Rollblitz vorbei, um in Windeseile Äpfel zu sammeln.

Nebenan saust ein Rollblitz vorbei, um in Windeseile Äpfel zu sammeln.

Dann werden Äpfel gesammelt und gewaschen, ...

Dann werden Äpfel gesammelt und gewaschen, …

... geschreddert und gepresst, ...

… geschreddert und gepresst, …

... probiert ...

… probiert …

... und abgefüllt.

… und abgefüllt.

Dazu gibt's Stockbrot.

Dazu gibt’s Stockbrot.

Bis nächstes Jahr!

Wasser- und Geldspende

Der knallheiße Sommer gefällt nicht jedem, hat aber definitiv guten Seiten. Zum Beispiel eine bundesweite Social-Media-Kampagne, die nun beim Netzwerk Streuobst für einen unerwarteten Geldsegen sorgte. Aber der Reihe nach.

Der NRW-Lokalpolitiker Ferry Weber hatte die Idee, den nach Wasser gierenden Bäumen etwas Gutes zu tun und rief Ende Juli eine „Baum-Gieß-Challenge“ ins Leben. Alle, die mitmachen, dürfen andere Personen oder Organisationen nominieren, die das auch tun sollen. Mitte August erreichte die „Baum-Gieß-Challenge“ auch die VR Bank Tübingen. Und die hatte die wirklich gute Zusatz-Idee, nicht nur einen Baum zu gießen, „sondern auch etwas für einen guten Zweck zu tun“.

Die VR Bank präsentiert den Scheck fürs Netzwerk Streuobst.

Die VR Bank präsentiert den Scheck fürs Netzwerk Streuobst.

Was liegt da näher als das Netzwerk Streuobst mit seinen vielen Projekten rund um die landschaftsprägenden Streuobstbäume zu unterstützen? Und so überraschte uns die VR Bank Tübingen am 13. August nicht nur mit einem Scheck über 500 Euro, sondern auch mit einem Video, in dem dazu aufgerufen wurde, das Patenschaftsprojekt myBäumle zu unterstützen.

Vielen herzlichen Dank!

Baden im Blütenmeer

Wir hatten ja schon kurz darauf hingewiesen: Es darf wieder im Streuobst gebadet werden. Was vor vier Jahren als Schnapsidee begann, scheint eine kleine Tradition zu werden: Netzwerkler*innen schleppen Badewannen durch die Wiesen, legen sie dick mit Kissen und blühenden Pausa-Stoffen aus, sorgen für passende Streuobst-Literatur und lokalste Getränke wie Mössinger Apfelsaft und roten Mössinger Birnensecco. Die Gäste strömen, um sich friedlich und fröhlich in die Wannen zu begeben und das Mössinger Blütenwunder zu genießen. Dazu gibt es eine Blütenbilder-Ausstellung von Jasmine Diez und Streuobst-Lyrik frei Haus dazu. Wer das Spektakel vor vier Jahren verpasst hat, kann es in der Historie dieser Website nachlesen und -schauen.

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Dennoch ist das „Baden im Blütenmeer“ 2018 mehr als die Wiederholung einer wunderbar gewordenen Schnapsidee. Am Sonntag, 6. Mai sind zeitgleich zwei weitere Veranstaltungen, die bestens in das Konzept der Naturerlebniswoche passt und daher Teil davon ist:

Um 11 Uhr werden die beiden neuen Premium-Spazierwanderwege „Mössinger Streuobstwegle“ und „Mössinger Leisawegle“ am Parkplatz Linden eröffnet.
Am selben Tag veranstaltet der NABU Mössingen seinen Naturerlebnistag im Vogelschutzzentrum.

Die Führungen über das Mössinger Streuobstwegle starten um 12.00 am Parkplatz Linden (nach der Eröffnung) und um 14.30 Uhr beim Baden im Blütenmeer / Tabakäcker.

Programm und Übersichtskarte finden Sie im Flyer zum Naturerlebnistag Mössingen.

Premiumspazierwandern, Blütenbaden und Naturerleben am 6. Mai

Flyer zum Naturerlebnistag herunterladen

Flyer zum Naturerlebnistag herunterladen

Am Sonntag, 6. Mai 2018, werden um 11 Uhr am Wanderparkplatz Linden die beiden ersten hiesigen Premium-Spazierwanderwege „Mössinger Streuobstwegle“ und „Mössinger Leisawegle“ offiziell eröffnet.

Begleitend zur Eröffnung wird es am gleichen Tag die Aktion „Baden im Blütenmeer“ des Netzwerks Streuobst und einen Naturerlebnistag des NABU Mössingen im Vogelschutzzentrum geben. Beide Partner werden auch Führungen auf den beiden Rundwegen anbieten.

Nähere Infos zum Programm der Eröffnung und des gemeinsamen Aktionstages finden Sie im Flyer (496 KB).

Alle Aktionen sind über das Leisawegle und Streuobstwegle leicht zu erreichen.

Die Stadt Mössingen, der Naturschutzbund (NABU) Mössingen und das Netzwerk Streuobst Mössingen laden Sie zum Aktionstag herzlich ein!

SWR zu Besuch

Die Landesschau war zu Gast in Mössingen. Neben anderen Themen war SWR-Reporterin Sonja Faber-Schrecklein vor allem am Streuobst interessiert. Von Netzwerker Marcus Hölz ließ sie sich erklären, wie myStueckle.de funktioniert und wo das neue Streuobst-Café entsteht. Vier kurzweilige Minuten aus der heimlichen Streuobsthauptstadt Mössingen.

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[Update 26.2.2018]
Noch mehr Landesschau und Mössingen gibt es im kompletten Beitrag „Landesschau Mobil – Unterwegs in Mössingen“ – unter anderem auch mit den Naturkids von Netzwerk Streuobst, NABU und OGV, gefilmt im Vogelschutzzentrum [ab 17:59]:

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