Kategorie-Archiv: Panoramaweg Streuobst

Besuch aus dem Schwarzwald

Oberreichenbach hat nicht viel mit Mössingen gemeinsam. Es liegt 150 Meter höher im Nordschwarzwald, verfügt über ein Siebtel der Einwohnerzahl und ein Elektro-Bürgerauto, die Hauptattraktion ist der ehemalige Atomschutzbunker der baden-württembergischen Landesregierung. Aber eines ist ähnlich: Eine prägende Landschaftsstruktur. 70% des Oberreichenbacher Gemeindegebiets ist bewaldet. In Mössingen stehen fast 70% der Fläche unter Schutz – ob Natur- oder Landschaftsschutzgebiet, FFH- oder Natura-2000-Gebiete.

Am vergangenen Samstag, 11. Juli bot sich den Gemeinderäten von Oberreichenbach die Gelegenheit, beide Strukturen zu vergleichen und mehr über die Situation der streuobstgeprägten „Blumenstadt“ Mössingen zu erfahren. Bei der Führung am Panoramaweg Streuobst durch die Netzwerkaktiven Sabine Mall-Eder, Hans Wener und Brigitte Hahn gab es nicht nur spannende Informationen über Kulturgeschichte, Sortenvielfalt, Bewirtschaftungsfragen, Flora und Fauna, sondern auch ein zünftiges Vesper, flankiert vom viel gelobten Birnensecco „Roten Mössinger“.

Der Gemeinderat von Oberreichenbach zu Besuch am Mössinger Panoramaweg Streuobst

Der Gemeinderat von Oberreichenbach zu Besuch am Mössinger Panoramaweg Streuobst (Bild: Hans Wener)

NaturErlebnisTag 2015

Zum Naturerlebnis gehört auch das Wetter. Das war am gestrigen 3. Mai beim NaturErlebnisTag 2015 so gut wie die Kleidung, die die Besucher trugen. Und die waren mit festem Schuhwerk und regenfesten Klamotten für einen erkenntnisreichen Spaziergang über den Panoramaweg Streuobst bestens gewappnet.
Martin Wörnle und Marcus Hölz führten die wissbegierige Truppe durchs blühende Streuobst und erklärten den kleinen und großen Spaziergängern das Einmaleins der Streuobstwiese, Hans Wener ergänzte aus seinem unerschöpflichen Wissensfundus.

Regenfest und gut gelaunt.

Regenfest und gut gelaunt.

Informationen mit Ausblick.

Informationen mit Ausblick.

Wieviel CO2 bindet ein Obstbaum? Mit diesem Maßband lässt sich das messen.

Wieviel CO2 bindet ein Obstbaum? Mit diesem Maßband lässt sich das messen.

Zum guten Schluss gab's leckere Produkte aus den Streuobstwiesen.

Zum guten Schluss gab’s leckere Produkte aus den Streuobstwiesen.

Naturerlebnistag 2015

Naturerlebnistag 2015 (Bildquelle: UA/Umweltakademie)

Naturerlebnistag 2015 (Bildquelle: UA/Umweltakademie)

Am 3. Mai gibt es beim Naturerlebnistag 2015 an über 2.000 Orten in Deutschland und über 200 in Baden-Württemberg für Familien und alle am Thema Natur Interessierten die Möglichkeit, die Faszination Natur zu entdecken, Geheimnissen in Wald und Flur auf die Spur zu kommen oder auch ökologische Zusammenhänge näher zu ergründen. Überall stehen fachkundige Gesprächspartner und viele freiwillige Helfer zur Seite, die ganz ohne erhobenen Zeigefinger ihre Gäste mit den Themen Natur, Landschaft, Umwelt und Nachhaltigkeit in den verschiedenen Landschaften des Heimatraums vertraut machen. Veranstaltet und koordiniert wird der Naturerlebnistag von den Umweltakademien der Bundesländer.

In Mössingen laden der NABU und das Netzwerk Streuobst gemeinsam zur Hockete im Vogelschutzzentrum ein. Dazu gibt es eine vogelkundliche Führung sowie eine Führung über den Panoramaweg Streuobst.

Plakat zum Naturerlebnistag 2015 in Mössingen

Plakat zum Naturerlebnistag 2015 in Mössingen

Neujahrsgruß

Tafel am Panoramaweg Streuobst nach dem Besuch von unbekannten Silvester-Feiernden

Tafel am Panoramaweg Streuobst nach dem Besuch von unbekannten Silvester-Feiernden

Liebe Silvesterfeierer,

vielen Dank für den lieb gemeinten Gruß zum neuen Jahr.
Es wäre aber nicht nötig gewesen.

Wie ihr im Internet nachlesen könnt, geht es bei dieser Tafel des Panoramawegs Streuobst, der vor fünf Jahren in ehrenamtlicher Arbeit hergestellt wurde, um das Thema „Nutzung und Pflege“.

Für euch nochmal kurz zum Verständnis
Die Nutzung der Tafel erfolgt mittels Lesen. Das könnt ihr in der Schule erlernen.
Die Pflege der Tafel benötigt keine Muskelkraft. Einfache Intelligenz genügt.

Freundliche Grüße
Euer Netzwerk Streuobst

Vom Kaukasus ins schwäbische Streuobstparadies

Am Freitag, 13.6. besuchte eine Reisegruppe aus Aserbaidschan die Mössinger Streuobstwiesen am Panoramaweg. Acht TeilnehmerInnen – vom wissenschaftlichen Mitarbeiter bis zum Schafhirten – informierten sich beim Netzwerk Streuobst über die Situation der Obstwiesen rund um Mössingen. Die Organisation der Allmandteile, die verschiedenen Obstsorten bei der Bepflanzung für die familientaugliche Ernte, aber auch die Beweidung der Flächen mit Schafen mit gleichzeitiger Nutzung des Baumertrags waren wichtige Fragen der Besucher. Intensiv angesprochen wurden außerdem die Themen Schnitt und Veredlung. Bei rotem Mössinger und Zwiebelberda konnten anschließend im Lehrgarten des OGV Mössingen viele Punkte vertieft werden. Für alle Beteiligten war es eine interessante Begegnung und ein Schnittkurs in Aserbaidschan wurde bereits ins Auge gefasst.

Aserbaidschan in Mössingen

Fachkundige Führung am Panoramaweg durch Hans Wener

Zum Hintergrund: Aserbaidschan war Teil der ehemaligen Sowjetunion und besitzt noch viele Obstwiesen. Unter den überalterten und kaum gepflegten Bäumen weiden Ziegen und Schafe, was vielfach zu Bodenerosion führt. In Zusammenarbeit mit der Universität Greifswald sollen diese Obstwiesen wieder nutzbar gemacht werden. Der Informationsaustausch kam über den Verein Schwäbisches Streuobstparadies e.V. zustande.

Aserbaidschan in Mössingen

Kirschen gibt’s auch am Kaukasus – und Interesse am Veredeln

Badetag

Butterblume und Badengkele strahlten am Muttertag mit der Sonne um die Wette. Letztere versteckte sich windbedingt zwar gelegentlich hinter den Wolken, aber insgesamt war es ein guter Tag für Muttertag. Und so fand sich groß und klein am Panoramaweg ein und staunte, dass es doch noch ein paar Apfelblüten gab.

Blütenbilder

Blütenbilder von Jasmine Diez

In diesem Fall von der Mössinger Künstlerin Jasmine Diez, die es trotz unklarer Wetterverhältnisse gewagt hatte, ihre Apfelblütenbilder im Freien auszustellen – vielen Dank! So wichtig wie die Blüten war an diesem Tag ein Haushaltsgegenstand, der üblicherweise fest mit dem Haus verbunden ist – die Badewanne. Sieben Stück davon standen auf dem Stückle des Netzwerks Streuobst an Tafel fünf und luden zum Motto des Tages ein: „Baden im Blütenmeer“.

Badegast mit Getränk

So lässt sich’s aushalten – in der Blumenwanne mit Rotem Mössinger.

Die Badezimmerillusion perfekt machen beste Obstliteratur wie z.B. die Mössinger Apfelgeschichten von Pia Ziefle …

Lesen in der Wanne

Lesen in der Wanne: Mössinger Apfelgeschichten von Pia Ziefle

… und Accessoires wie Spiegel.

Badezimmerspiegel

Spieglein, Spieglein, am Apfelbaum …

Auch Prominenz fand sich zum Baden ein: Oberbürgermeister Michael Bulander fand’s „sehr gemütlich“ und Maria Schropp, Geschäftsführerin des „Schwäbischen Streuobstparadieses“ hatte sogar ihre Taucherbrille dabei. „Bei den verrückten Mössingern muss man gewappnet sein.“

Michael Bulander mit Lesestoff ...

Michael Bulander mit Lesestoff …

... Maria Schropp auf Pausastoff

… Maria Schropp auf Pausastoff


Nebenbei gab’s neben Führungen über den Panoramaweg auch Wissenswertes zu Bienen …

Bienenwaben

So sieht’s im Bienenkasten aus.

… und Kulturelles aus Nehren.

Jürgen Jonas und Martin Schurr

Jürgen Jonas und Martin Schurr: „Ein saurer Apfel schmeckt besser als ein Pfirsich aus Seife.“

Die Nachbarortsphilosophen Jürgen Jonas und Martin Schurr ritten parforce durch die Obstliteratur und steuerten feine Eigenleistungen bei:

Ein Apfel nahm uns das Paradies.
Ein anderer Apfel entzündete den Trojanischen Krieg.
Ein Apfel, den Tell vom Kopf seiner Sohnes schoss, gab der Schweiz die Freiheit.
Einem Apfel verdanken wir durch Newton die wichtigste Entdeckung im Reiche der Naturwissenschaft – das Gesetz der Schwere.

Ein dickes Dankeschön auch hier!

Am meisten Spaß aber hatten wahrscheinlich die kleinen Gäste. Wann darf man schon mal mit den Schuhen in die Wanne?

Kinder in der Wanne

Auch hinter den Ohren waschen!

Baden im Blütenmeer

Als wir im November 2013 unsere Teilnahme am „Schwäbischen Hanami“ planten, konnte niemand ahnen, wie kurz der Winter und wie früh der Frühling sein würde. Zum Glück blühen Obstwiesen zuerst oben, dann unten. So muss das „Baden im Blütenmeer“ nicht ausfallen, sondern wird im Gegenteil noch farbenprächtiger. Wie das Plakat, das heute aus der Druckerei kam:

Plakat Blütenmeer

Mössinger Blütenmeer – das Plakat zur Veranstaltung am 11. Mai 2014.

Weitere Infos und Hintergründe zur Veranstaltung erfahren Sie bald an dieser Stelle. Heute einfach mal den Termin notieren.