Kategorie-Archiv: Sonstiges

Vortrag: Aas und Dung als Grundlage für neues Leben

Vortrag von Dieter Haas
am Freitag, 8.11.2019, 20:00 Uhr
im Vortragsraum der NABU-Ortsgruppe Mössingen
in Mössingen, Hallstattstraße 19

Das Thema löst wohl bei manchem Naturschützer und Orchideenfan lediglich ein Naserümpfen aus. Doch der Vortragende zeigt grundlegende Stoffkreisläufe und wichtige Verbreitungsstrategien der Evolution leicht verständlich auf, ohne die auch der fantastische Formenreichtum unserer Orchideen undenkbar wäre.
Große Weidetiere haben unsere Landschaft seit vielen Millionen Jahren entscheidend mit gestaltet. Das zunehmende Insektensterben und der dramatische Schwund unserer Wiesenvögel ist nicht zu stoppen in Landschaften, in denen der Mensch Weidetiere ganz entfernt und nur mit seinen Maschinen Biotope gestaltet. Extensive, naturnahe Weiden bieten zahlreichen gefährdeten Insekten- und Wirbeltierarten einen idealen Lebensraum.
Der Vortragende stellt Maßnahmen vor, die lokal zu einer Trendwende geführt haben. Er gibt Tipps für den praktischen Naturschutz vor Ort und zeigt auf, wie die vorhandenen Mittel im Naturschutz gezielter und fachgerechter eingesetzt werden können. Die nicht alltägliche Betrachtungsweise des Vortragenden führt oft zu lebhaften Diskussionen mit praktischen naturschutzfachlichen Anregungen.

Die „Fliegenhacker“ vom Federsee auf einem Wasserbüffel. Er lässt sich  von den Staren gerne auf der Nase herum tanzen, da diese lästige Fliegen und Bremsen erbeuten oder verjagen. (Foto: D. Haas)

Die „Fliegenhacker“ vom Federsee auf einem Wasserbüffel. Er lässt sich von den Staren gerne auf der Nase herum tanzen, da diese lästige Fliegen und Bremsen erbeuten oder verjagen. (Foto: D. Haas)

Kein schöner Land

Wir brauchen Wachstum! Gebetsmühlenartig verkünden uns Wirtschaft und Verwaltung diese angeblich lebensnotwendige Botschaft. Der Film „KEIN SCHÖNER LAND – Flächenfraß im Großraum Reutlingen“, ein Film von Sabine Winkler, zeigt die Schattenseiten unseres Handelns auf. Am Beispiel der neu geplanten Baugebiete im Großraum Reutlingen kommen kritische Stimmen zu Wort und zum letzten Mal ist die heimatliche Landschaft zu sehen, die dann unter Beton und Asphalt begraben wird.

Kein schöner Land
Flächenfraß im Großraum Reutlingen
Ein Film von Sabine Winkler

Donnerstag, 7.2.2019
19.30 Uhr
Lichtspiele Mössingen

Die Regisseurin ist anwesend, beantwortet Fragen und steht für eine Diskussion zur Verfügung.


Direktlink zum Trailer

Streuobst und Most kreativ verwenden

Das Café Pausa lädt zum Abschluss der Veranstaltungsreihe „Den Landkreis genießen“ 2018 nach Mössingen zu einem festlichen Mittag rund um die Streuobst- und Mostverwertung ein:

Veranstaltungsreihe „Den Landkreis genießen“:
Streuobst und Most kreativ verwenden
Sonntag, 9. Dezember 2018 (Anmeldung bis 6. Dezember)
im Café Pausa

Nicht nur kreative Küchenchefs sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen, bei der die besten Rezepte und Geheimtipps rund um die Verwertung von Streuobst und Most ausgetauscht und ausprobiert werden. In gemütlicher Atmosphäre werden Glühmost, Suppe, karamellisiertes Streuobst und ein Dessert aus Trockenobst genossen und Ideen ausgetauscht. Interessierte sollten eine Kochschürze, Schreibunterlagen, das eigene Lieblingsrezept und natürlich gute Laune mitbringen.

Die Veranstaltung findet von 13 bis 16 Uhr im barrierefrei zugänglichen Café Pausa, Löwensteinplatz 1 in Mössingen, statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro, für Familien 25 Euro und für Kinder 5 Euro. Anmeldung bei Marcus Hölz (AiS) unter info@cafe-pausa.de bis zum 6. Dezember. Die Teilnehmer können vor oder nach der Veranstaltung das Streuobstinformationszentrum besichtigen und im Café Pausa regionale Weihnachtsgeschenke erwerben.

Mit der Veranstaltungsreihe „Den Landkreis genießen“ haben 2018 der Landkreis Tübingen, VIELFALT e.V. und viele regionale Erzeuger auf eine kulinarische Reise durch die Heimat eingeladen. Bei 14 Einzelveranstaltungen rund um den regionalen Genuss konnten Erzeugerbetriebe, Höfe und Regionalläden, aber auch Streuobstwiesen und Weinberge besichtigt und hautnah erlebt werden. Die Teilnehmer erfuhren in authentischer Atmosphäre, wer hinter den Produkten steckt und wie sie hergestellt werden. Neben Kostproben gab es auch wertvolle Tipps zur Verwendung und Weiterverarbeitung der heimischen Produkte.

Café Pausa eröffnet

Wir freuen uns sehr mit unserem Partner AiS gGmbH (Arbeit in Selbsthilfe): Das Café Pausa wurde heute morgen offiziell eröffnet. Den regulären Betrieb nimmt das Team um Marcus Hölz am Samstag auf. Einzelne Netzwerker durften in der vergangenen Woche bereits kosten und waren begeistert. Neben Kaffee und (Streuobst-)Kuchen gibt es warme Speisen, einen Mittagstisch und an Sonntagen auch ein Frühstücksbuffet. Gleichzeitig dient das Café als Laden, in dem hochwertige regionale Produkte (nicht nur) rund ums Streuobst erworben werden können. Öffnungszeiten sind täglich 9 bis 19 Uhr, Dienstag ist Ruhetag.

Herzlichen Glückwunsch!

Bei der Eröffnung des Cafés Pausa. Am Rednerpult: Marcus Hölz.

Bei der Eröffnung des Cafés Pausa. Am Rednerpult: Marcus Hölz.

Trotz Ernteausfall aktiv

Zur Lehrfahrt unterwegs waren am Freitag 10.11. die Beteiligten am Steinlachtäler Most. Ziel der Freunde des Mostes aus den einzelnen OGVs Bodelshausen, Ofterdingen, Mössingen, Nehren, Dusslingen, Gomaringen und dem Netzwerk Streuobst war der nordöstliche Zipfel des Streuobstparadieses im Raum Göppingen. Die Fahrt stand unter dem Motto „Verwertung alter Obstsorten aus den Streuobstwiesen“. Erste Station war die Manufaktur Jörg Geiger in Schlat.

2017_dsc_1777_1200

Jörg Geiger persönlich führte durchs Stammwerk und die Manufaktur, begleitet von Spezialitäten im Glas und leckerem Lauchkuchen. Die Gruppe tauchte ein in die Herstellung der unterschiedlichsten Produkte der Manufaktur. Gezeigt wurden alkoholfreie PriSeccos wie Mirabellengold aus Mirabellen und Zitronenverbene, oder auch innovative Cuvees wie z.B. Cuvee Nr. 20 Mostbirne/Wacholder/Schlehe, die viel in der Spitzengastronomie ausgeschenkt werden.

2017_dsc_1782_1200

Die Manufaktur verwendet 70 verschiedene Kräuter, 20 verschiedene Blüten und 200 Gewürze. Weiter ging es zur hohen Kunst der Destillation, bei der nur sortenreine Brände hergestellt werden. Das Obst kommt aus der näheren und weiteren Region. Es wird nach Sorten getrennt angenommen und mit teilweise hohem Aufpreis vergütet. Im Rüttelkeller bei Kerzenschein wurde der legendäre Birnenschaumwein aus der Obstsorte Champagner Bratbirne verkostet und zum Abschluss gab’s noch eine Kostprobe von Süßweinen.

2017_dsc_1802_1200

Bei so viel angeregter Diskussion und den leckeren Spezialitäten fiel der Aufbruch schwer, doch es wartete noch ein weiteres Highlight auf die Gruppe. Treffpunkt war Bad Ditzenbach-Gosbach beim Kräuterhaus Sankt Bernhard. Von dort aus startete die Führung durch den Obstsortenlehrpfad mit August Kottmann. Im Kräutergewächshaus gab es eine geografische und geschichtliche Einführung in die Region „Oberes Filstal“.

2017_dsc_1806_1200

Trotz widrigster Wetterverhältnisse startete danach die Führung durch den Lehrpfad. Die interessanten Erklärungen über Geschichte und Verwendung der alten Obstsorten, sowie die amüsanten Anekdoten von August Kottmann ließen die Beteiligten das schlechte Wetter und die Zeit vergessen. Bei der Rast unterwegs unterm Schirm mit leckeren Köstlichkeiten wie Ofenschlupfer, Kranzbrot oder Marmeladebrot, sowie Kaffee und geistige Getränke zur Aufwärmung und nichtalkoholische Säfte für den Durst war das schlechte Wetter völlig vergessen.

2017_dsc_1819_1200

Doch die Fortsetzung der Führung war auch kein Problem, denn im Gasthof Hirsch von August Kottmann wartete eine warme Stube zum gemütlichen Ausklang der Lehrfahrt bei leckeren Gerichten aus der heimischen Küche des Sohnes von August Kottmann.

2017_dsc_1830_1200

Nach der herzlichen Verabschiedung machte sich die Gruppe zufrieden auf den Nachhause weg. Ein besonderer Dank gebührt dem Organisator der Ausfahrt Willy Junger vom OGV Gomaringen und lässt auf weitere solcher Aktivitäten hoffen.

Sturm und Wasserdrang

Der Sturm „Ophelia“ erntete diese Äpfel im irischen Tipperary, die Niederschläge von „Brian“ spülten sie in einer Ecke der Obstwiese zusammen. Das irische „Farmers Journal“ und die „Irish Apple Growers“ brachten die Story in die Welt.

[gefunden im Kraftfuttermischwerk]