Kategorie-Archiv: Streuobst allgemein

Mähen mit dem Balkenmäher – einfach naturverträglicher

Gerettet! Der NABU-Nachwuchs zeigt uns einen der vielen Frösche, die unbeschadet das Mähen überstanden haben.

Gerettet! Der NABU-Nachwuchs zeigt uns einen der vielen Frösche, die unbeschadet das Mähen überstanden haben.

Studien zeigen, dass das Mähen mit dem Balkenmäher deutlich naturnaher ist als mit dem Häcksel- oder Kreiselmäher bzw. Rasenmäher. Bei diesen Mäh-Arten haben Insekten und auch Amphibien oft keine Chance. Der NABU Mössingen konnte dies im Praxistest wieder einmal unter Beweis stellen. Vorstand Sven Kremer berichtet:

„Nicht nur einen Grasfrosch konnten wir beim Mähen der Wiesen beim Pfingstwasen im Oktober 2019 in Sicherheit bringen, nein, gleich mehrere – nicht vor der Mahd mit dem Balkenmäher, sondern nachdem wir gemäht haben! Deshalb fordern wir als Naturschutzverein die Streuobstbesitzer auch immer wieder auf, wenn möglich, die Streuobstwiesen mit dem Balkenmäher zu mähen. Balkenmäher können beim Streuobst-Geräteverleih „Schaff´s gut“ des Netzwerks Streuobst ausgeliehen werden.“

Dem können wir uns nur anschließen.

Obstannahme für den „Steinlachtäler“

Auch wenn es dieses Jahr weniger Obst gibt wie 2019: Die Obstannahme für die Steinlachtäler Produktfamilie (Saft, Most, Cidre) beginnt! Für die Anlieferung aus den teilnehmenden Gemeinden der OGV Gomaringen, Nehren, Dußlingen, Mössingen (einschließlich Netzwerk Streuobst und Belsen), Ofterdingen und Bodelshausen sind die folgenden Annahmestellen von 13:00 bis 17:00 Uhr geöffnet:

  • Samstag, 21.09.2019 Gomaringen (bei der Jungerschen Scheuer Stockach) und Ofterdingen (bei Rolladen Schmid) > nur Äpfel
  • Samstag, 28.09.2019 (Gomaringen und Ofterdingen) > Äpfel und Birnen
  • Samstag, 12.10.2019 (Gomaringen) > Äpfel und Birnen.

Bei den Gomaringern ist das “Wirtschäftle“ geöffnet; es gibt Rote Wurst und Getränke. Von beiden Annahmestellen wird das Obst sofort direkt zu Häussermann nach Neckartailfingen gebracht und verarbeitet. Voraussetzung für die hohe Qualität der Steinlachtäler ist die Annahme von ausschließlich frischem, gesunden und reifen Obst. Bei den Birnen bitte keine Luxemburger und keine Grüne Jagdbirne bringen.

Es wird ein Festpreis von 12,00 € / 100 kg ausgezahlt; alternativ gilt die Gutscheinregelung wie bisher.

Streuobst in die Küche!

Nicht nur kreative Küchenchefs sind zu dieser Veranstaltung am Samstag, 2. März (13-16 Uhr) herzlich eingeladen, bei der die besten Rezepte und Geheimtipps rund um die Verwertung von Streuobst besprochen und ausprobiert werden. In gemütlicher Atmosphäre werden Most, Suppe, karamellisiertes Streuobst und ein Dessert aus Trockenobst genossen und Ideen ausgetauscht. Bringen Sie bitte eine Kochschürze, das eigene Lieblingsrezept für den Austausch und natürlich gute Laune mit!

Ort: Café Pausa – Löwensteinplatz 2, Mössingen
Teilnahmegebühr: 15 Euro
Anmeldungen bis zum 28. Februar unter info@cafe-pausa.de oder 07473 9568846

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Kirschen ernten erlaubt

Kein Wurm dabei: Die formidable Kirschenernte 2018

Aus einer Meldung der Stadt Mössingen: Dieses Jahr findet kein Kirschenverkauf der Stadt Mössingen statt.

In den Kirschenanlagen in Belsen, Brunnentröge und Bavendorf (Alter Morgen) dürfen die Kirschen auf eigenes Risiko selbst geerntet werden. Die Stadt bittet, bei der Ernte mit den Bäumen schonend umzugehen. Die Kirschen wurden übrigens nicht gespritzt.

In der oberen und unteren Anlage auf der Olgahöhe in Mössingen dürfen keine Kirschen gepflückt werden, da momentan die Bäume mit alten Sorten verstärkt gepflegt werden.

Weitere Auskünfte erteilt Frau Miftari bei der Stadtverwaltung, Telefon 07473/370-337.

Mist! Schon wieder eine Mistel!

Ein Beitrag von Hans Wener

Gerade über die kalte Jahreszeit, im unbelaubten Zustand der Obstbäume, ist die Zunahme des Mistelbewuchses besonders gut zu sehen. In der Blüte und mit zunehmender Belaubung geht dieses Problem das Jahr über unter.
Das Problem wird vergessen und die Bäume leiden unter dem Halbschmarotzer, bis zum nächsten Laubfall. Woher kommt dieses Problem? Immer weniger werden die alten Bäume gepflegt, auf den hohen kommunalen Bäumen (Pappeln!) nimmt der Mistelbewuchs zu. Erhöhte Windanfälligkeit und Schneebruchgefahr der befallenen Bäume sind die Folge. Der fachgerechte Schnitt gibt dem Baum neue Lebenskraft.

Mistelbefall gefährdet Streuobstbäume
Auch schon junge Bäume sind befallen, größere Gebiete mit total „vermistelten“ Bäumen sind die Quelle für neue Infektionen. Haben die Misteln mal Beeren angesetzt wird das Problem virulent. Durch die Vögel werden die Beeren verbreitet, am Gefieder oder über den Verdauungstrakt werden die Samen auf weitere Bäume verteilt. Die wärmeren Temperaturen und der Mangel an anderen Früchten erweitern die Verteilung der Infektion.

Mistelbeeren (Bild: Hans Wener)

Mistelbeeren (Bild: Hans Wener)

Pflege der Bäume
Nur durch massives Entfernen (Ausbrechen bei Frost oder Absägen/Abschneiden direkt an der Rinde) der Misteln kann diese Verbreitung eingeschränkt werden. Ist ein Baum befallen, so sollte der befallene Ast ganz abgesägt werden (ca. 30 cm hinter der Ansatzstelle), sonst verbleiben im Kambium die Seitenwurzeln, die einen Neuauswuchs produzieren. Ein Abreißen der Mistel ist nur kurzfristig eine Verbesserung, die Mistel schlägt wieder aus. Der einzige Vorteil ist, dass die Beeren mit entfernt werden und eine Weiterinfektion auf andere Bäume vermieden wird. Bäume mit starkem Befall und einer größeren Anzahl älterer Mistelpflanzen lassen sich daher kaum noch erfolgreich und baumschonend sanieren.

Schädigung durch Mistel
Da der Mistelbefall über kurz oder lang aber zum wahrscheinlichen Absterben des Baumes führt, sind Sondermaßnahmen in Form von starken Eingriffen als Alternative zur Fällung zu erwägen. Es besteht zumindest die Möglichkeit, dass so behandelte Bäume noch einige Jahre leben, die Fällung ist die finale Lösung des Problems.

Handeln ist angesagt
Wichtige Information: Die Laubholzmistel ist nicht geschützt. Als Halbschmarotzer schwächt sie ihren Wirtsbaum und entzieht ihm hauptsächlich Wasser und Mineralstoffe und schädigt den Baum langfristig bis zum Absterben. Nur ein massiver Eingriff mit möglichst vollständigem Entfernen der Misteln lässt den Baum langfristig überleben.

Misteln befallen hauptsächlich ältere Bäume - aber nicht nur. (Bild: Hans Wener)

Misteln befallen hauptsächlich ältere Bäume – aber nicht nur. (Bild: Hans Wener)

Bildschön: die Mössinger Streuobstwiesen

Den neuen Streuobstkalender von Rudolf Schneider hatten wir ja bereits vorgestellt Er hat allerdings einen kleinen Nachteil: Nach zwölf meisterhaften Streubostwiesen-Bildern (pro Monat eines) ist er schon wieder aus.

Wem das nicht reicht, der kann am 10. November mehr davon kriegen. Denn Rudi Schneider zeigt in einem ca. 40-minütigen Vortrag über den Grünspecht viele weitere Bilder. Dazu spannende Informationen zum Streuobstwiesenbewohner Grünspecht: „Lebensraum, Höhlenbau, Jungenaufzucht usw. mit viel Bildmaterial und einigen Erklärungen dazu“ (O-Ton Rudi Schneider).

Rudolf Schneider:
Bildervortrag Grünspecht
Freitag, 10.11.2017, 20 Uhr
NABU-Geschäftsstelle
Hallstattstraße 19

Typischer Streuobstwiesenbewohner: Der Grünspecht (Bild: Rudolf Schneider)

Typischer Streuobstwiesenbewohner: Der Grünspecht (Bild: Rudolf Schneider)

Seminarplätze frei

Im Streuobstparadies sind noch einige Restplätze für Spezialseminare buchbar:

Most und Obstwein selbst gemacht
Anfänger-Seminar am 19.8. in Bissingen/Teck oder 2.9. in Bad Ditzenbach, jeweils 10-17 Uhr
Referenten: Rudolf Thaler bzw. August Kottmann
Kosten: 80 Euro pro Person
Fortgeschrittenen-Seminar am 19.8. in Herrenberg-Mönchberg oder 2.9. in Rosenfeld, jeweils 10-17 Uhr
Referent: Stefan Holweger
Kosten: 80 Euro pro Person

Obstsorten bestimmen
2-tägiges Seminar am 26.8. und 21.10.2017 im Freilichtmuseum Beuren oder im OGV Vereinsheim Mössingen, jeweils 10-17h
Referenten: August Kottmann, Denise Emer, Markus Zehnder, Rudolf Thaler
Kosten: 140 Euro pro Person

Weitere Details zu den Seminarinhalten und den inkludierten Leistungen finden sich unter www.streuobstparadies.de.