Pflege

Baumschnitt

Arbeitsteilung: Einer schaut, einer schneidet

Kommt da nicht ein Haufen Arbeit auf mich zu?
Tatsächlich gibt es weniger zu tun als man denkt und bei vielen Arbeiten stellt sich schnell Routine ein. Aber man kann natürlich viel Zeit auf der Obstwiese verbringen, wenn man möchte – und das nicht zum Arbeiten.

Kann ich überhaupt Obstbäume pflegen? Braucht man dazu keine Ausbildung?
Ja: Sie können. Und nein: Braucht man nicht. Sicher empfiehlt sich für den Anfang ein Schnittkurs für Obstbäume, den z.B. die örtlichen Obst- und Gartenbauvereine anbieten. Alles andere kommt beim Machen. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie jemanden, der sich besser auskennt. Zum Beispiel Ihren Nachbarn auf der Leiter. Sie werden feststellen, dass es zu mancher Frage verschiedene Antworten gibt.

Pflanzung und Pflege von Streuobstbäumen

Hervorragende Anleitung: „Pflanzung und Pflege von Streuobstbäumen“

Welche Arbeiten fallen im Laufe eines Jahres an?
Winter:
Die kalte Jahreszeit eignet sich am besten zum Baumschnitt bei Äpfeln, Birnen und Zwetschgen. Weil das Laub fehlt, kann man die Wuchsform des Baumes besser erkennen. Zudem regt der Winterschnitt das Baumwachstum an. Es gibt verschiedene Schnitt-Techniken, von denen der Oeschbergschnitt die wohl bekannteste ist.

Frühling:
Genießen Sie die Blüte. Spazieren Sie über den Panoramaweg Streuobst oder durchs Nehrener Kirschenfeld. Laden Sie Freunde und Verwandte von weither ein und Sie werden viele Ohs! und Ahs! hören.

Sommer:
Die Artenvielfalt auf Ihrer Obstwiese hängt davon ab, wann und wie häufig sie gemäht wird. In der Regel genügen ein bis zwei Mähtermine, der erste frühestens Ende Juni. Ebenfalls in dieser Zeit werden die Kirschbäume geschnitten, sie vertragen den Sommerschnitt besser wegen der besseren Wundheilung. Praktischer Nebeneffekt: Im Juli sind die meisten Kirschen reif; so lässt sich mancher Ast beim Baumschnitt bequem vom Boden ernten.

Herbst:
Je nach Art und Sorte erntet man von August (Klarapfel) bis November und verarbeitet die Früchte zu Produkten aller Art. Lageräpfel halten sich bis ins Frühjahr, manche sogar bis in den Sommer.

Wo kann ich meinen Gras- und Baumschnitt entsorgen?
Mössingen verfügt über drei Häckselplätze, bei denen das anfallende Schnittgut Freitags von 14 bis 17 Uhr und Samstags von 10 bis 14 Uhr abgeliefert werden kann. Grasschnitt und Laub werden allerdings nur auf dem Talheimer Häckselplatz angenommen. Das Netzwerk-Projekt „Energiebündel und Flowerpower“ untersuchte, inwieweit das anfallende Landschaftspflegematerial energetisch genutzt und damit in Wert gesetzt werden kann. Ein Ergebnis daraus ist die jährliche Schnittgutabfuhr, die im 5-Jahres-Turnus verschiedene Mössinger Gebiete abdeckt und auch temporäre Sammelplätze für holziges Schnittgut anbietet. Die Termine werden im Amtsblatt sowie auf der Website der Stadt Mössingen und natürlich hier bekanntgegeben.

Ich habe selber keine Zeit für die Pflege. Kann das jemand für mich übernehmen?
Aber sicher.

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