Verwertung

Apfelernte

Apfelernte

Wann fällt wieviel Obst an?
Das schöne ist ja, dass nicht alles Obst gleichzeitig anfällt: Die Ernte verteilt sich von Juni (frühe Kirschen) bis November (späte Apfelsorten). Und nicht jeder Baum trägt jedes Jahr gleich viele Früchte. Wegen der so genannten „Alternanz“ gibt es durchaus Jahre, in denen ein Baum auch gar nichts trägt. Wer ein gut sortiertes Allmandteil besitzt, hat aber in der Regel jedes Jahr Früchte zu verarbeiten.

Was mache ich mit all dem geernteten Obst?
Was nicht gleich bei der Ernte schnabuliert wird, kann auf vielfätigste Weise verarbeitet werden. Schon unsere Vorfahren waren sehr einfallsreich, wie das geerntete Obst das ganze Jahr über verwertet werden konnte:

Lagern
Voraussetzung für das Lagern sind gesunde, frische und handgeerntete Früchte. Bei geeigneten Sorten und idealen Lagerbedingungen von 2 bis 4° C (geringe Temperaturschwankungen) und etwa 90 % relativer Luftfeuchtigkeit kann das Obst bis ins nächste Frühjahr genossen werden. Dazu das Lager regelmäßig kontrollieren und lüften. Gemüse sollte nicht im selben Raum lagern, da durch das Reifegas Methan die Reife des Obstes beschleunigt wird.

Marmelade und Gelees
Genießen Sie Ihr Obst bei jedem Frühstück! Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: kombinieren Sie verschiedene Früchte oder machen Sie aus Ihrem Apfelsaft leckeres Gelee.

Dörren
Apfelringe, Hutzeln (getrocknete Birnen) oder Dörrpflaumen – getrocknetes Obst ist ein leckerer und insbesondere gesunder Knabberspaß. Das Obst kann in einem Dörrapparat getrocknet werden. Auch im Backofen kann das Obst bei 50° C für 30 min getrocknet werden. Dabei den Ofen ab und zu öffnen, damit die Feuchtigkeit abziehen kann. Danach das Obst noch für einige Tage an einem warmen Ort nachtrocknen lassen.

Saft
Zuerst werden die Früchte gepresst. Um den frisch gepressten Saft haltbar zu machen, muss er auf mindestens 80° C erhitzt werden und dann in luftdicht verschlossene Behälter, z.B. Flaschen oder Bag in Box (5- oder 10-Liter-Kartons mit Zapfhahn) abgefüllt werden. Eine tolle Möglichkeit, um das eigene Obst das ganze Jahr über genießen zu können!
Die nächst gelegenen Mostereien sind:

  • Walter Kühbauch (Mosterei, Obstabgabe), Tel. 2 37 09
  • Hermann Streib (Mosterei, Obstabgabe, Bag-in-Box), Tel. 57 28
  • Ofterdinger Moste (Mosterei, Obstabgabe, Bag-in-Box), Tel. 92 09 09

Destillate
Das Obst wird dazu eingemaischt. Nach abgeschlossenere Gärung wird die Maische in der Brennerei zu einem edlen Destillat gebrannt. In Mössingen brennen:

Liköre
Durch Ansetzen der reifen Früchte mit Zucker in neutralem Alkohol (z.B. Obstler) entsteht ein süßes, fruchtiges Getränk.

Was mache ich mit dem Obst, das ich nicht selbst benötige?
Ganz einfach abgeben. Bei den Obstannahmestellen Streib und Kühbauch können z.B. Ihre Äpfel für den „Mössinger“-Apfelsaft abgegeben werden. Im Gegenzug gibt es entweder Saftgutscheine oder Geld.
Die Annahme-Termine werden im Herbst im Amtsblatt sowie direkt hier bekanntgegeben.
Für den Birnensecco „Der rote Mössinger“ nimmt das Netzwerk Streuobst Oberösterreicher Weinbirnen und Schweizer Wasserbirnen an.
Kann das Obst nicht selbst geerntet werden, gibt es die Möglichkeit, das Obst im Amtsblatt oder bei einer Obstbörse anzubieten.

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