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Mir lend nix verkomme

Mir lend nix verkommeDer Starzacher Ortsteil Börstingen zählt gut 700 Einwohner, verfügt über eine der ältesten Glocken Deutschlands, eine Kulturtankstelle und einen äußerst rührigen Heimat- und Kulturverein. Der spendierte sich zu seinem 10-jährigen Jubiläum im Oktober dieses Jahres ein Büchlein, dessen Titel Programm ist und auch in Mössingen gut verstanden wird: „Mir lend nix verkomme“.

Das Büchlein schlägt einen großen Bogen vom früheren Überleben im Dorf über die Kulturgeschichte der Streuobstwiese und ihre Bedeutung als Ökosystem bis hin zu praktischen Tipps zu Lagerung und Verwertung des Obstes. Zieht man lokalkolorierte Spezialitäten ab, hält das Büchlein Entwicklungen und Phänomene fest, die für die ganze Region gelten: Wie das einst geschätzte und komplett verwertete Obst in Globalisierungszeiten an Wert verliert. Aber auch, wie das 21. Jahrhundert die Kulturlandschaft und ihren Wert neu entdeckt. Wie Kultur und Natur einander bedingen und brauchen.

Die Geografin und Landschaftsführerin Dr. Monika Laufenberg beschreibt das breit gefächerte Themenspektrum lesenswert und kurzweilig: Ob Mikrokosmos Streuobstwiese, Dorfleben vor 100 Jahren oder die historische Bewirtschaftungsform „Wiesenwässerung“ – alles hängt zusammen und hat auch für die postmoderne Gesellschaft ihre Bedeutung.

Das Büchlein ist stolze 76 Seiten stark, umfasst neun Kapitel und zahlreiche Bilder. Es ist zum Preis von 5 Euro (plus 1,50 Euro Versandgebühr) erhältlich beim „Förderverein Heimat und Kultur in Börstingen e.V.“, Hofstraße 6, 72181 Starzach-Börstingen oder per Mail bei laufenberg-monika@t-online.de