Schlagwort-Archiv: Hans Wener

Frühling lässt den Flieger flattern

Unser Überflieger Hans Wener ging vergangenen Montag bei strahlendem Wetter in die Luft und brachte zwei Bilder mit, die uns aus unterschiedlichen Gründen gut gefallen.

Nummer eins zeigt die Mössinger Streuobstwiesen unterhalb des Farrenbergs (in der Bildmitte erkennt man das Schützenhaus). Kommentar Wener: „Die Kirschenblüte wird von den Birnen überholt“.

Luftbild: Hans Wener

Luftbild: Hans Wener

Und Nummer zwei das PAUSA-Quartier. Die Bauarbeiten auf dem Löwensteinplatz im Zusammenhang mit dem geplanten Streuobstzentrum haben begonnen.

Luftbild: Hans Wener

Luftbild: Hans Wener

These Boots Are Made for Walkin’

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Gut beschuht unterwegs waren 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Führung zur Naturerlebniswoche 2016 am Panoramaweg Streuobst am gestrigen 1. Mai 2016. Dabei war das Wetter gar nicht so schlecht wie angekündigt: Kein Tröpfchen kam vom Himmel. So konnten Marcus Hölz und Martin Wörnle vom Netzwerk Streuobst die wissbegierigen Gäste trocken über all das informieren, was die sechs Tafeln des Panoramawegs hergeben – und noch viel mehr.

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Gelegentlich unterstützt wurden sie von Karl Haldenwang vom örtlichen NABU in allen Fragen zu Flora und Fauna sowie Hans Wener vom Obst- und Gartenbauverein Mössingen zu spezifischen Baumschnittproblematiken. Abgerundet wurde die zweistündige Eskursion durch Feines aus den Streuobstwiesen. Vom roten Mössinger über Saft aller Art bis hin zum Edeldestillat. Abschließend ging’s für viele auf eine rote Wurst ins Vogelschutzzentrum, wo der NABU ebenfalls zur Naturerlebniswoche bewirtete.

NaturErlebnisTag 2015

Zum Naturerlebnis gehört auch das Wetter. Das war am gestrigen 3. Mai beim NaturErlebnisTag 2015 so gut wie die Kleidung, die die Besucher trugen. Und die waren mit festem Schuhwerk und regenfesten Klamotten für einen erkenntnisreichen Spaziergang über den Panoramaweg Streuobst bestens gewappnet.
Martin Wörnle und Marcus Hölz führten die wissbegierige Truppe durchs blühende Streuobst und erklärten den kleinen und großen Spaziergängern das Einmaleins der Streuobstwiese, Hans Wener ergänzte aus seinem unerschöpflichen Wissensfundus.

Regenfest und gut gelaunt.

Regenfest und gut gelaunt.

Informationen mit Ausblick.

Informationen mit Ausblick.

Wieviel CO2 bindet ein Obstbaum? Mit diesem Maßband lässt sich das messen.

Wieviel CO2 bindet ein Obstbaum? Mit diesem Maßband lässt sich das messen.

Zum guten Schluss gab's leckere Produkte aus den Streuobstwiesen.

Zum guten Schluss gab’s leckere Produkte aus den Streuobstwiesen.

305 Bäume

Mössinger Streuobstlandschaft im Frühling (Luftbild: Hans Wener)

Mössinger Streuobstlandschaft im Frühling (Luftbild: Hans Wener)

Zwar rührt der Name „Streuobst“ daher, dass im Bestand immer wieder Lücken entstehen und deswegen die Bäume wie von Riesenhand gestreut erscheinen. Dennoch gehört zur Pflege eines Streuobst-Stückles auch die Nachpflanzung. Idealerweise wird abgängiger Altbestand immer wieder mit neuen Hochstämmen ergänzt. Idealerweise.

Der Aufruf im Amtsblatt am 31.8.

Der Aufruf im Amtsblatt am 31.8.

Manchmal benötigt es aber auch einen kleinen Anstoß. Einen solchen gab Hans Wener, Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Mössingen am 31. August 2014 mit einem Aufruf im Mössinger Amtsblatt (rechts), man könne über den OGV neue Obstbäume bestellen (wir berichteten): „Mit dieser Maßnahme können Sie unsere Streuobstlandschaft vital erhalten. Sie können Jungbäume passender Sorten zu sehr günstigen Konditionen erwerben. Der Preis pro Baum einschließlich Pfahl und Stammschutz beträgt 10 €. Sie können bis zu 5 Bäume bestellen.“

Dieser Preis ist möglich durch eine Subvention des Landkreises Tübingen, auf Amtsdeutsch „eine Zuwendung nach Richtlinie des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum zur Förderung und Entwicklung des Naturschutzes, der Landschaftspflege und Landeskultur“. Der Antrag dazu wurde bereits im Dezember letztes Jahres gestellt. Gefördert werden Obsthochstämme (Apfel, Birne, Kirsche, Walnuss, Quitten).

Die Bestellkampagne lief zu diesem Zeitpunkt bereits „beängstigend gut“ (Hans Wener). Ursprünglich waren nämlich „nur“ 150 Bäume beantragt. Aber dann, erzählt Hans Wener: „Der Bestellprozess überschlug sich, ich musste noch mal 50 weitere Bäume bei Landratsamt beantragen. Bevor der neue Bescheid kam, hatten wir die Zweihundertergrenze überschritten.“ Was tun? Wener fragte einfach mal beim Mössinger Oberbürgermeister Michael Bulander an, ob nicht die Stadt Mössingen die restlichen Bestellungen bezuschussen könnte. Zu diesem Zeitpunkt waren es 35 mehr als die vom Landratsamt geförderten 200 Bäume. Bulander sagte zu, bekam aber schon bald eine neue Mail:

Hallo Herr OB Bulander

Vielen Dank für Ihre Zusage, die restlichen Baumbestellung von Stadtseite zu übernehmen. Neu ist nun, die Bestelldynamik ist jetzt erst seit 2 Tagen zum Erliegen gekommen und mit den restlichen Bestellungen haben wir die stolze Zahl von 305 Bäumen erreicht. Ich weiß nicht ob ich mich freuen soll, die weitere Arbeit wird nicht weniger. Nun die Frage: Kann die Stadt die überzähligen 105 Bäume (à 15 €) übernehmen oder muss ich die Bestellungen kürzen. Gerne würde ich das gesamte Volumen übernehmen. Sie können mir gerne Bescheid geben.

Mit freundlichen Grüßen
Hans G. Wener

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten:

Hallo Herr Wener,

ja wenn schon, dann stehe ich auch zu meinem Wort, auch wenn sich die Anzahl der Bestellungen plötzlich verdreifacht hat.

Freundliche Grüße und einen schönen Abend
Michael Bulander

Da kann man nur sagen: Danke! Und, damit man sich die Menge besser vorstellen kann, eine kleine Grafik anfügen. Das hier sind 305 neue Bäume für die Mössinger Streuobstwiesen:

305 Bäume

Übrigens: Die Bestellaktion ist nun definitiv ausgelaufen. Die Ausgabe der Bäume findet am Samstag, 8. November im Lehrgarten des OGV Mössingen statt.

Viel Obst – viel Ärger

Eigentlich könnte sich mancher Wiesenbesitzer über das gute Obstjahr freuen. Bis er die ersten Äpfel bei der Mosterei abgibt. Ja, es ist schwer zu verstehen, warum man sich für 4 Euro pro Doppelzentner noch nach den Äpfeln bücken soll. Wie dieser Preis zustande kommt, versucht ein Artikel im Steinlach-Boten zu erklären.

Steinlach-Bote vom 20.9.2014: Vier Euro für zwei Zentner Äpfel

Steinlach-Bote vom 20.9.2014: Vier Euro für zwei Zentner Äpfel

Was dagegen hilft?

1. Obst für den „Mössinger“ abgeben. Denn für diesen lokalen Saft wird ausschließlich vollreifes, erntefrisches Obst gesucht. Die Abgabetermine werden extra spät angesetzt, die Qualität des Obstes ist besser und – es wird kein schlechterer Preis bezahlt als zu Anfang der Saison – garantiert. Dieses Jahr liegt dieser Preis sogar höher, nämlich bei 5 Euro für den Doppelzentner. Sollte der Preis später weiter steigen, gilt natürlich der höhere Preis.
2. Regionalen Saft kaufen.
3. Auch an anderen Stellen darauf drängen, dass regionaler Saft verkauft wird: Beim Vereinsfest, in der Schule, im Betrieb.
4. Zeigen Sie mit Ihrem Besuch der Apfelwoche und des Apfelfestes, dass Ihnen an regionalen Produkten etwas liegt – und an der Landschaft, die uns umgibt. Beides gehört zusammen.

Der allerbeste Tipp aber bleibt: Verwerten Sie Ihre Äpfel zum eigenen Saft. Ob Bag-in-Box oder Schwimmdeckelfass, das bleibt Ihrem Geschmack überlassen.