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Netzwerk Streuobst wissenschaftlich begutachtet

Karolin Gums studierte Nachhaltiges Regionalmanagement an der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg und verfasste als Abschlussarbeit eine Bachelorarbeit zum Thema „Wirkungsanalyse von Streuobstinitiativen am Beispiel des Netzwerks Streuobst Mössingen“. Dazu nahm sie eine repräsentative Befragung in Mössingen vor, um herauszufinden, inwiefern und in welchem Maße sich die Arbeit des Netzwerks Streuobst auf die Wahrnehmung, das Bewusstsein und die Handlungen der Bevölkerung auswirkt. Kurzfassung: Sie wirkt.

Quasi nebenbei ergaben sich aus der wissenschaftlichen Studie weitere wichtige, teils erstaunliche Erkenntnisse für die Arbeit des Netzwerks Streuobst. Dazu zählt zum Beispiel die Aussage, dass die Mössingerinnen und Mössinger einen sehr starken persönlichen Bezug zum Streuobst haben:

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96% stimmen der Aussage zu, dass Streuobstwiesen zu Mössingen gehören, 93% halten ihren Schutz und Erhalt für wichtig, 90% fühlen sich dieser Landschaft verbunden und 81% interessieren sich für regionale Streuobstprodukte. Woher diese hohe Verbundenheit kommt, ergibt sich vielleicht auch aus der nachfolgenden Grafik:

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Denn praktisch jeder zweite Mössinger pflegt selbst eine Streuobstwiese oder hilft bei der Ernte mit. Darüber hinaus unterstützen viele Bürger die Wiesenbewirtschafter durch den Kauf regionaler Streuobstprodukte. Aber wie sehen sie die Arbeit des Netzwerks Streuobst? Kennen Sie es überhaupt? Oh ja:

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Aber werden sie durch die Arbeit des Netzwerk Streuobst auch beeinflusst? Und wenn ja: Wie sehr?

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Dieser Einfluss manifestiert sich zum Beispiel beim Kauf regionaler Streuobstprodukte:

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Über 60 Prozent der Mössingerinnen und Mössinger greifen beim Kauf von Apfelsaft immer, häufig oder gelegentlich zum lokalen Produkt „Der Mössinger“. Bei den alkoholischen Getränken ist der Anteil geringer, diese sind allerdings auch nur punktuell zu erhalten. Gefragt, warum sie sich für regionale Streuobstprodukte entscheiden, sind die Mössinger ganz und gar nicht schwäbisch geizig:

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Gums stellt fest: „An erster Stelle steht die persönliche Motivation, qualitativ hochwertige Produkte zu konsumieren. Neben diesem Beweggrund konsumieren fast genauso viele Befragte gemeinwohlorientiert und nachhaltig, zum Schutz der Natur oder zur Unterstützung der Wirtschaft und sind entsprechend sensibilisiert. Der Preis der Produkte scheint das Kaufverhalten eher weniger zu beeinflussen.“

Neben all diesen Erkenntnissen finden sich in der Arbeit detaillierte Hinweise auf spezielle Korrelationen: Eine davon betrifft etwa die Tafeln am Panoramaweg Streuobst (jetzt „Streuobstwegle“). Diese werden nachweislich von den Spaziergängern gelesen und tragen zur Verbesserung des Informationsstands der Mössingerinnen und Mössinger bei.

Wer sich eingehender mit den Ergebnissen beschäftigen möchte, kann die Bachelorarbeit im Downloadbereich dieser Website oder ein paar Zeilen tiefer herunterladen. Karolin Gums hat mit dieser Arbeit übrigens ihr Studium mit einer sehr guten Bewertung abgeschlossen.

Download
Die vollständige Arbeit kann zur Lektüre heruntergeladen werden (PDF, 2.974 KB). Bitte beachten Sie das Urheberrecht.