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Mössinger Meister-Moste

Am vergangenen Donnerstag, 22. Juni wurde erstmals die Schwäbische Mostmeisterschaft ausgetragen. Veranstaltet vom Schwäbischen Streuobstparadies gingen in Herrenberg die Siegermoste der kreisweiten Most-Prämierungen an den Start. Das Ergebnis verkündet OGV- und Netzwerk-Mitglied Martin Wörnle:

„Der Steinlachtäler Most (die fruchtige Variante) hat letzten Donnerstag bei der paradiesweiten Mostprämierung den ersten Platz bei den Profimosten gemacht und unser Sieger vom Mostseminar, Willi Schmalz, hat auch in Herrenberg gewonnen. Ein voller Erfolg also!“

Der liebevoll auch „Eurovision Moschd Conteschd“ genannte Wettbewerb wurde damit klar vom Steinlachtal und Mössingen dominiert. Die genauen Ergebnisde finden sich auf der Website des Streuobstparadieses. Bilder von der Veranstaltung hat Angela Hammer fürs Gomaringen-Blog gemacht und dazu einen Pressebericht für den Reutlinger General-Anzeiger geschrieben.

Hier noch ein Hammer-Bild von den siegreichen Mössingern:

Bild: Angela Hammer

Bild: Angela Hammer

Enges Rennen

Sehr viel knapper konnte das Ergebnis nicht ausfallen. Beim 12. Mössinger Mostseminar entschieden gerade mal 4 von rund 200 Punkten zwischen erstem und drittem Platz. Willi Schmalz, Hans Klett und Dietmar Nill heißen die Sieger. Ein ausführlich bebilderter Bericht findet sich beim OGV Mössingen, der Reutlinger General-Anzeiger berichtet begeistert und Jonas, der radelnde Reporter des „Schwäbischen Tagblatts“, steuert eine regelrechte Mostseminar-Hommage bei (wie immer auch unter Medienresonanz einsehbar):

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Mostseminar: Die Regeln

Das Mössinger Mostseminar geht heuer ins zwölfte Jahr und ist ein Erfolgsmodell. So erfolgreich, dass es schier aus allen Nähten platzt. Das ist einerseits Grund zur Freude, andererseits Jahr für Jahr Anlass über eine räumliche Verlegung nachzudenken. Da es aber keinen passenderen Raum als die Kulturscheune gibt, bleibt es auch dieses Jahr beim gemütlich-engen Beieinander in der Brunnenstraße, denn die Anzahl der zugelassenen Plätze ist beschränkt. Für die eingereichten Mostproben gelten folgende Regeln:

  • Wer einen Most für die Mostprämierung einreichen möchte, muss diesen vorher anmelden. Telefonisch (07473-379750) oder per E-Mail (werner.maier@ogv-moessingen.de)
  • Die Anmeldung ist möglich ab Montag, 24.4. 2017.
  • Einzugsbereich soll der Landkreis Tübingen sein.
  • Pro Person ist nur eine Probe zugelassen.
  • Die zugelassenen Proben müssen am Freitag, 28.4. in der Zeit von 17.00-18:30 Uhr im Kulturcafe, Brunnenstr.3/1 abgegeben werden.
  • Aus organisatorischen Gründen werden die Mostproben auf insgesamt maximal 20 begrenzt.
  • Zu den Proben sollte neben dem Namen des Herstellers kurz auf die verwendeten Obstsorten, die Behandlung (Verwendung von Hefe, Mostveredler), die Lagerung (Holzfass, Kunststofffass), Abstich von der Hefe (Zeitpunkt) usw. auf einem beigelegten Blatt eingegangen werden (dieses Blatt kann auch im Voraus von der Homepage des OGV Mössingen heruntergeladen werden). Als Menge dürften ca. 3 Liter pro Probe ausreichen.

Most nach Belieben

Auch dieses Mal reichten die Sitzplätze in der Mössinger Kulturscheune nicht aus. Einige konnten noch an Stehtischen Platz finden. Zuletzt mussten aber auch Besucher leider aus feuerschutzrechtlichen Gründen abgewiesen werden. Das große Interesse an dieser Veranstaltung ist erfreulich, das Mostseminar hat in dieser Form Kultcharakter bekommen.

Nachdem im Vorjahr der „Chor der Mönche“ mit einem Mostlied eröffnete, gelang es dieses Mal der Belsemer Sängergruppe Ad Libitum („Nach Belieben“), ein stimmkräftiges Männersextett, das Publikum mit einem Lied auf den Most einzustimmen.

Sextett "Ad Libitum" im Einsatz

Sextett „Ad Libitum“ im Einsatz

Michael Niethammer vom Kulturcafe Chamäleon und Hans Wener vom OGV Mössingen gaben Instruktionen zum Ablauf der Mostbewertung. Mitglieder des Netzwerks Streuobst sorgten für den zügigen Ausschank der Mostproben. Die Aktiven des Kulturcafe Chamäleon kümmerten sich mit Zwiebelkuchen und Schmalzbrot um eine gute Grundlage. An jedem der 14 Tische lag ein neuer Bewertungsbogen aus und so konnte nach gemeinsamem Riechen und Schlürfen über die Punktzahlen diskutiert werden. Während der Verkostung der einzelnen Proben sorgte Christoff Hermann auf dem Akkordeon für die geeignete Atmosphäre. Jeder der etwa 90 Teilnehmer konnte seine Meinung einbringen, und die Beurteilung beeinflussen. Farbe und Klarheit waren jeweils mit 1 bis 3 Punkten zu vergeben, für Geruch, Geschmack und Harmonie konnten jeweils 1 bis 5 Punkte eingesetzt werden. Als Gesamtsumme waren also maximal 21 Punkte pro Probe erreichbar.

Fröhliche Stimmung auch beim Ausschank

Fröhliche Stimmung auch beim Ausschank

Die Stimmung nahm mit jeder Verkostung zu, am Ende unterstützten die Teilnehmer Christoff Hermann mit ihrem Gesang.
Während der Auswertung lieferte Michael Niethammer in einem Powerpoint-Vortrag, geistreich und in urigem Schwäbisch, erhellende Informationen über den Kampf der Mikroorganismen im gärenden Mostfass und erklärte Maßnahmen, ungünstige Vorgänge zu stoppen, um einen qualitativ guten Most zu bekommen. Nach der Auswertung durch Dieter Weimar konnte Hans Wener bei der Siegerehrung die mit Spannung erwarteten Platzierungen bekanntgeben: 1. Sieger wurde erneut Willi Schmalz aus Hirrlingen, den zweiten Platz erreichte Helmut Gugel aus Tübingen und 3. Sieger wurde Edwin Kessler aus Bietenhausen.

So sehen Sieger aus.

So sehen Sieger aus.

Die Organisatoren und Teilnehmer ließen die Veranstaltung in geselliger Runde ausklingen.
Was ist ein Fazit des Seminars? Treibt man einen den Weinherstellern entsprechenden Aufwand (der 1. Sieger Willi Schmalz erläuterte sein aufwendiges Verfahren), so kann man aus geeignetem Kernobst sehr gute Mostgetränke herstellen. Doch auch mit minimalem Aufwand ist ein gut trinkbarer Most zu erzeugen.

Most: jetzt auch klar und harmonisch

Es gibt Neuerungen beim Mössinger Mostseminar, das am morgigen Freitag, 15. April 2016 zum elften Mal stattfindet. Wie immer in der Kulturscheune, diesmal aber mit neuem Bewertungsbogen:

Bewertungsbogen Mostseminar

Der neue Bewertungsbogen beim Mössinger Mostseminar

Während bislang lediglich Farbe, Geruch und Geschmack bewertet wurden, stießen nun mit „Klarheit“ und „Harmonie“ zwei neue Kriterien hinzu. Grund dafür ist eine Initiative des Schwäbischen Streuobstparadieses, das mit diesem einheitlichen Bewertungsbogen die Vergleichbarkeit mit anderen Most-Wettbewerben ermöglichen will. So könnte es zukünftig kreis- oder sogar paradiesweite Mostsieger geben. Einstweilen gilt aber für Mössingen:

Mostseminar-Urkunde 2016

Mostseminar-Urkunde 2016

Teilnehmen? So geht’s.

Moscht her!

Der Obst- und Gartenbauverein Mössingen, das Netzwerk Streuobst und das Kultur-Cafe Chamäleon veranstalten am Freitag, 15.4. um 19 Uhr wieder ein Mostseminar im oberen Raum der Kulturscheune. Es gibt Informationen über die Verwertung von eigenem Obst, insbesondere über Gärmostherstellung und Saftkonservierung.

Bei einer Mostprämierung werden von den Anwesenden die eingereichten Proben verkostet und bewertet. Die ersten Plätze erhalten Preise. Die Bewirtung übernimmt das Cafe Chamäleon mit Getränken und kleinen Speisen, wie z.B. Zwiebel- und andere beeda und zwischendurch gibts kleine Kulturhäppchen zum Thema Most und Livemusik mit Christoff Herrmann (Akkordeon) und einer A Cappella-Gruppe. Der Eintritt ist frei. Um einen freiwilligen Beitrag wird gebeten.

Wer einen Most für die Mostprämierung einreichen möchte, sollte diese – nach telefonischer Voranmeldung bei Hans Wener (07473-8178) – am Freitag, 15.4. von 17 bis 18.30 Uhr in der Kulturscheune abgeben. Zu den Proben sollte neben dem Namen des Herstellers kurz auf die verwendeten Obstsorten, die Behandlung (Verwendung von Hefe, Mostveredler …), die Lagerung (Holzfass, Kunststofffass), Abstich von der Hefe (Zeitpunkt) usw. auf einem beigelegten Blatt vermerkt sein. Als Menge dürften ca. 3 Liter pro Probe ausreichen.

Most und Obstwein selbst gemacht!

Der Verein Schwäbisches Streuobstparadies bietet ein Seminar für Fortgeschrittene rund um das schwäbische Nationalgetränk an:

Die Äpfel und Birnen reifen in der Sommersonne und im Schwäbischen Streuobstparadies ist es nicht mehr weit bis zur Ernte. So mancher Streuobstwiesen-Besitzer wird sich jetzt schon fragen: Wohin mit dem Obst? Für alle Streuobst-Interessierten, Wiesles-Besitzer, Most-Trinker und alle, die gerne mal einen eigenen Obstwein keltern möchten oder schon erfahrene Most-Erzeuger sind, bietet der Verein Schwäbisches Streuobstparadies e.V. mehrere eintägige Seminare „Most und Obstwein selbst gemacht!“ an.

Anfänger-Seminar am 12. September in Balingen-Ostdorf
Am Samstag, den 12. September 2015, findet in der Taverne in Balingen-Ostdorf von 10:00 bis 19:00 Uhr ein Most-Seminar für Anfänger statt. Das Seminar vermittelt Grundkenntnisse zur erfolgreichen Most-Bereitung und ist für Teilnehmer ohne oder mit geringen Vorkenntnissen konzipiert. Inhalte sind der Verarbeitungsprozess, die alkoholische Gärung, Stabilisierung und Lagerung sowie Sensorik und Geschmack. Praxisübungen und Materialkunde sowie Bezugsquellen unterbauen die theoretischen Inhalte. Die Referenten Rudolf Thaler und August Kottmann führen fachkundig durch den Tag

Fortgeschrittenen-Seminar am 12. September in Mössingen
Zeitgleich findet in der Kulturscheune Mössingen ein Seminar für Fortgeschrittene statt. Das Seminar vermittelt Kenntnisse zum Potential der Ausgangsware, Ausbau und Schönung, Fehler und und deren Behebung und zur Sensorik. In Praxisübungen werden Geschmackssinn und Urteilsvermögen geschult. Eigene Moste können mitgebracht, verkostet und besprochen werden. Die Referenten Stefan Holweger und Karl Frey führen das Seminar durch.
Die Teilnahmegebühr beträgt 80 € pro Teilnehmer. Im Beitrag sind ein umfassendes Skript, Mittagessen, Kaffee und Kuchen sowie ein Vesper mit Obstwein-Verkostung enthalten.
Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle des Schwäbischen Streuobstparadieses entgegen, telefonisch unter 07125 309 3263 oder per Mail unter kontakt@streuobstparadies.de.

Die Ausschreibung zu den Seminaren sowie weitere Infos sind auch auf der Internetseite www.streuobstparadies.de zu finden.

Foto: Manfred Nuber

Foto: Manfred Nuber

Laut Streuobstparadies sind noch einige Restplätze frei.

Mostdekade

Ein guter Most heilt jeden Schmerz,
er ist des Schwaben Perle.
Der Wein erfreut des Menschen Herz,
der Most den ganzen Kerle.

Natürlich gilt das auch für die weibliche Hälfte der Mössinger Bevölkerung. Und daher sind alle Mössingerinnen und Mössinger herzlich eingeladen zum 10. Mössinger Mostseminar am kommenden Freitag, 17. April. Dank dieser Veranstaltung hat sich in der Dekade von 2005 bis heute nicht nur der Ruf des Mössinger Mostes verbessert, sondern nachweislich auch dessen Qualität.

Gemeinsam mit dem Obst- und Gartenbauverein Mössingen und dem Kultur-Cafe Chamäleon wird im oberen Raum der Kulturscheune wieder informiert über die Verwertung von eigenem Obst, insbesondere über Gärmostherstellung und Saftkonservierung. Bei einer Mostprämierung werden von den Anwesenden die eingereichten Proben verkostet und bewertet. Die ersten Plätze erhalten Preise. Die Bewirtung übernimmt das Cafe Chamäleon mit Getränken und kleinen Speisen wie z.B. Zwiebel- und andere -beeda. Zwischendurch gibt es kleine Kulturhäppchen zum Thema Most und Livemusik mit Christoff Herrmann (Akkordeon). Der Eintritt ist frei. Um einen freiwilligen Beitrag wird gebeten.

Wer einen Most für die Mostprämierung einreichen möchte, sollte diese am 17.4. von 17 bis 18.30 Uhr in der Kulturscheune abgeben. Eine telefonische Anmeldung bei Hans Wener (07473/8178) ist sinnvoll. Zu den Proben sollten neben dem Namen des Herstellers kurz die verwendeten Obstsorten, die Behandlung (Verwendung von Hefe, Mostveredler …), die Lagerung (Holzfass, Kunststofffass), Abstich von der Hefe (Zeitpunkt) usw. auf einem beigelegten Blatt vermerkt werden. Als Menge dürften ca. 3 Liter pro Probe ausreichen.

Beim Mostseminar 2014

Beim Mostseminar 2014

Moischt mascht Moscht?

Die alte schwäbische Frage stellte sich wieder einmal beim traditionellen Mostseminar am vergangenen Freitag, 21.3. in der Kulturscheune, veranstaltet vom Kulturcafé Chamäleon, dem Obst- und Gartenbauverein Mössingen und dem Netzwerk Streuobst. 22 Proben gab es dieses Jahr zu verkosten, die Qualität war gut, mit nur wenigen Ausreißern. Der auf demokratischem Wege ermittelte beste Most kam wie im Vorjahr aus dem Öschinger Keller von Hans Klett. Voll des Lobes für die Veranstaltung waren sogar einige weitgereiste Badener Gäste.

Treppenwitz: Die Krüge müssen hoch.

Treppenwitz: Die Krüge müssen hoch.

Traditionell: Die Bude ist voll.

Traditionell: Die Bude ist voll.

Verdient: Musik macht durstig.

Verdient: Musik macht durstig.

Unbestechlich: Die Jury arbeitet.

Unbestechlich: Die Jury arbeitet.

Umfassend: Mostfasshahnensammlung

Umfassend: Mostfasshahnensammlung

Nachtrag
Auch der Reutlinger General-Anzeiger berichtete in Wort und Bild.