Misteln, wir kommen!

Über das akute Thema Misteln haben wir an dieser Stelle schon einige Male berichtet. So gab es zur Mössinger Apfelwoche einen Open-air-Vortrag von Hans Wener, wir schauten der Mistelforscherin Karolin Kleinz über die Schulter und auch anderswo wird die Mistel bekämpft. Im April wurden Netzwerk-Aktivisten selbst handgreiflich.

Von Misteln befallener Baum (Bild: Jannik Deibler)

Von Misteln befallener Baum (Bild: Jannik Deibler)

Doch jetzt wird es für die Halbschmarotzer rund um Mössingen wirklich ernst. Zusammen mit der Stadt Mössingen, den Obst- und Gartenbauvereinen Mössingen und Belsen sowie dem NABU Mössingen rufen wir zu einer gemeinsame Mistelaktion auf, an der sich alle Mössingerinnen und Mössinger beteiligen können:

  • Entweder indem sie am Samstag 20.11. an der Aktion „Ausmisteln!“ teilnehmen. Hier werden in einem vorher definierten Gebiet im Auchtert (Treffpunkt: Parkplatz Linden) befallene Bäume von Misteln befreit. Erfahrene Mistelbekämpfer führen die Truppen an.
  • Oder indem sie selbst auf ihren eigenen Streuobstgrundstücken aktiv werden und die Misteln herunterschneiden.

Details zu dieser Aktion werden noch über Amtsblatt und Tagespresse bekanntgegeben. Der Termin selbst steht fest:

Samstag 20. November
9.30 Uhr bis 12.30 Uhr
Treffpunkt Parkplatz Linden

Das Weihnachtsgeschenk für Apfelliebhaber

Jahr für Jahr erfreut uns die Apfelsortenausstellung des OGV Mössingen im Rahmen des Apfelfestes. Bekanntlich musste dieses in den beiden letzten Jahren pandemiebedingt ausfallen.

Bekannt und beliebt: Die Obstsortenausstellung beim Mössinger Apfelfest

Bekannt und beliebt: Die Obstsortenausstellung beim Mössinger Apfelfest

Zum Glück für alle Apfelfreunde gibt es die Sortenausstellung jetzt als gedrucktes Plakat zu erwerben – mit allen 124 Sorten, die im Jahr 2018 ausgestellt waren.

Das Apfelsortenplakat zum Mössinger Apfelfest

Das Apfelsortenplakat zum Mössinger Apfelfest

Das Plakat im Format DIN A0 kann so auch zur Bestimmung vieler Apfelsorten dienen. Von Ahra über Dreherlisapfel, Ingrid Marie, Maunzenapfel und Rheinische Schafsnase bis hin zu Zuccalmaglios Renette sind hier so ziemlich alle Apfelsorten zu finden, die rund um Mössingen heimisch sind.

Ein ideales Weihnachtsgeschenk also genauso für pomologisch Bewanderte wie auch Menschen, die einfach Freude an Äpfeln haben.

Bestellt werden kann das Plakat zum Preis von 9 Euro unter info@netzwerk-streuobst.de. Jetzt schnell zuschlagen, bevor die limitierte Auflage vergriffen ist!

Erfolgreiche Birnenernte für den „Roten Mössinger“

Dank freundlicher Spender:innen und Spender wird es nächstes Jahr wieder den „Roten Mössinger“ geben. Am vergangenen Samstag war Ernte.

Birnen

Birnen

Viele Birnen

Viele Birnen

Ein ganzer Birnbaum voller Birnen

Ein ganzer Birnbaum voller Birnen

Zwei ganze Birnbäume voller Birnen. Und fleißige Leserinnen und Leser.

Zwei ganze Birnbäume voller Birnen. Und fleißige Leserinnen und Leser.

Birnenbeute

Birnenbeute

Eine Kuh macht Muh. Viele Kühe schauen zu bei der Mühe.

Eine Kuh macht Muh. Viele Kühe schauen zu bei der Mühe.

Obstdiebstahl ist kein Kavaliersdelikt

Mundraub-Schild des Schwäbisches StreuobstparadiesesFrüher gab es im Schwäbischen den Brauch, dass ab einem bestimmten Datum nicht abgeerntete Früchte auf den Äckern und Wiesen eingesammelt werden durften. Das so genannte „Afterbergen“ gestattete es armen und bedürftigen Leuten, nach der Ernte auch auf fremdem Eigentum Früchte mitzunehmen. Dies ist aber aus gutem Grund schon lange nicht mehr erlaubt.

In der Bevölkerung hält sich auch hartnäckig die Ansicht, dass „Mundraub“, also das Mitnehmen einzelner Früchte für den direkten Verzehr, ein Kavaliersdelikt sei. Im deutschen Strafrecht ist der Begriff aber schon seit 50 Jahren abgeschafft. Damit ist es ein Diebstahl wie jeder andere auch.

Dennoch scheint es so, als häuften sich mittlerweile die Fälle von Obstdiebstahl – auch in Mössingen. In der letzten Woche erwischte es gleich drei Mitglieder des Netzwerks Streuobst. Hier auszugsweise der Mailwechsel dazu:

29. Oktober, 17:06 Uhr

„Frust! Ich war gerade auf unserer Wiese und der von meiner Kollegin nebendran. Letzte Woche hingen die beiden Bäume noch schön voller Schweizer Wasserbirnen und heute? Alles abgeerntet! Und nicht nur die Birnen, sondern auch die restlichen Äpfel. Rundherum schön platt getreten und Äste abgeknickt. Zum Glück haben wir dieses Jahr schon Saft gemostet.“

29. Oktober, 19:14 Uhr

„Dem kann ich mich anschließen. Auch uns wurde ein Apfel-Baum komplett abgeerntet. Brettacher, den ich vor 12 Jahren gepflanzt habe und der dieses Jahr zum ersten Mal richtig getragen hatte.“

30. Oktober, 9:32 Uhr

„Uns wurden auch einfach 2 Bäume abgeerntet, waren kleinere Bäume, aber trotzdem … Das Schild, das man beim Streuobstparadies bestellen kann, haben wir jetzt aufgehängt, aber ich finde es eigentlich gar nicht so gut. Zu viel Text und da geht’s hauptsächlich um Mundraub. Ich hab ja nichts dagegen, wenn man sich mal bissle bedient, sollen die Leute ruhig machen, aber gleich ganze Bäume abernten ist was anderes.“

Obstdiebstahl ist für die Bewirtschafter:innen von Streuobstwiesen extrem frustrierend, weil man wortwörtlich um die Früchte der Arbeit gebracht wird.
Und eine Straftat, die mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren geahndet werden kann.

Birnen für den „Roten Mössinger“ gesucht!

Unser Birnensecco „Der Rote Mössinger“ ist ausverkauft. Deshalb planen wir den neuen Jahrgang und suchen nach Birnenbäumen der Sorte „Oberösterreicher Weinbirne“ und „Schweizer Wasserbirne“, die wir ernten und für die Produktion des „Roten Mössingers“ verwenden dürfen.

Wer einen Birnenbaum anzubieten hat, meldet sich bitte beim Netzwerk Streuobst per Email an info@netzwerk-streuobst.de oder telefonisch unter 07473.959495. Ein kleines Dankeschön wird es natürlich auch geben.

Weitere Informationen zum Roten Mössinger gibt es auf unserer Webseite.

myBäumle-Benefizkonzert

Wolfgang Pusch

Wolfgang Pusch

Knapp zwei Jahre ist es her, da lud Wolfgang Pusch schon einmal zum Benefizkonzert (wir berichteten). Unter dem Motto „Leise Lieder, Lyrik, Linsesupp‘“ erlebte das proppenvolle Café Pausa eine wundervolle Mixtur aus Musikalischem und Kulinarischem. Wolfgang Puschs Lieder und Gedichte wurden mit viel Beifall bedacht. Und Zugaben gab’s auch.

Wie schon 2019 soll auch in diesem Jahr der Erlös der Veranstaltung dem Patenschaftsprojekt myBäumle zugute kommen. Eine Anmeldung (unter info@cafe-pausa.de) ist erforderlich, macht aber auch Sinn, denn es wird wieder voll werden …

Apfelverkauf in Mössingen

Am Apfelfreitag, 1.10. verkaufte das Netzwerk Streuobst erstmals Mössinger Äpfel auf dem Mössinger Wochenmarkt. Der etwas ungewöhnliche Stand, nämlich die unverwüstliche Ape von Martin Wörnle, war ein echter Hingucker. Die Rückmeldung der Käufer war gut. Alle freuten sich über Äpfel aus den Mössinger Streuobstwiesen und auch die Sorten waren teilweise sehr beliebt (Goldparmäne, Topaz). „Marktfrau“ Brigitte Hahn hatte außerdem noch Landsberger Renetten, Rote Sternrenetten (die wurden v.a. wegen ihrer tollen Optik gekauft) und Rubinola dabei.

Ape als Marktstand: Mössinger Äpfel auf dem Mössinger Wochenmarkt

Ape als Marktstand: Mössinger Äpfel auf dem Mössinger Wochenmarkt

Auch eine Erkenntnis: Wenn die Aktion in den kommenden Jahren weiter durchgeführt werden soll, wäre ein späterer Termin besser, da es dann eine größere Sortenauswahl gäbe. Anfang Oktober waren einfach noch nicht viele Sorten reif.

Wir bleiben dran.

Siegerbilder ermittelt

Ausschreibung Foto-Challenge

Die Instagram-Foto-Challenge, die wir gemeinsam mit der Stadt Mössingen während der Apfelwoche organisiert hatten, ist jetzt vorüber. Zu gewinnen gab es Einkaufsgutscheine des HGV Mössingen sowie Picknicksäckchen der Stadt Mössingen.

Danke an die vielen Teilnehmer*innen, es waren viele tolle, kreative und lustige Fotos dabei. Und danke an die Stadt Mössingen für die super Zusammenarbeit.

Die Sieger*innen stehen damit fest:

Platz 1: _lifetimephoto_

Platz 1: _lifetimephoto_

Platz 2: schneiderklick

Platz 2: schneiderklick

Platz 3: naturfotograf_germany

Platz 3: naturfotograf_germany

Aber auch alle anderen Beiträge können sich sehen lassen! Seht selbst:

apfels_abenteuer

apfels_abenteuer

claudiasphotographie

claudiasphotographie

dessous.socks.swimwear

dessous.socks.swimwear

fo_fotografie

fo_fotografie

hannibelieves

hannibelieves

jenniferplenkers

jenniferplenkers

kadda_65

kadda_65

kimalbrecht._

kimalbrecht._

lissie13_

lissie13_

manu09110

manu09110

petwolff

petwolff

pfarrbergtal

pfarrbergtal

saskiaannaeva

saskiaannaeva

siobhan9210

siobhan9210

steffis_feine_welt

steffis_feine_welt

taminarkb_

taminarkb_

tan2403

tan2403

wildbrenner

wildbrenner

yvonne.bulanda

yvonne.bulanda

Apfelaktionstag für Kinder 2021

Am vorgestrigen Sonntag wuselte es auf dem Löwensteinplatz. 70 Kinder malten und bastelten, was das Zeug hielt. Dazu wurde frischer Apfelsaft gepresst und das Ökomobil lud dazu ein, die Natur zu erkunden. In der elternfreien Zone konnten die Grundschulkinder nach Herzenslust mit den Äpfel machen, was sie wollten. Und so wurden Äpfel geschält, geschnipfelt, gegessen, bemalt und was den Kids sonst noch einfiel. Trotzdem hoffen natürlich alle, dass nächstes Jahr wieder ein richtiges, großes Apfelfest stattfinden kann. Natürlich wieder mit viel Kinderprogramm!

Apfeltaschen bemalen

Apfeltaschen bemalen

Apfelsaft pressen

Apfelsaft pressen

Surrbienen basteln

Surrbienen basteln

Tiere untersuchen

Tiere untersuchen

Apfelseifen herstellen

Apfelseifen herstellen

Vielen Dank an das Schwäbische Streuobstparadies für die personelle, logistische und finanzielle Unterstützung!

Den Misteln an den Kragen

Hans Wener mit einer großen Mistel, sicher über 20 Jahre alt.

Hans Wener mit einer großen Mistel, sicher über 20 Jahre alt.

Hochkarätig besetzt ging es am letzten Freitag, 24.9. den Misteln an den Kragen. Im OGV Mössingen berichtete Hans G. Wener über die Problematik des Mistelbefalls für die (meistens Apfel-) Bäume, der nach einer Schwächung zu einem kompletten Absterben führt. Unterstützt wurde er von Karolin Kleinz, Studentin der Fachhochschule Rottenburg, die für ihre Bachelorarbeit die Ausbreitung der Laubholzmistel in einem Apfelbaum untersucht. In einem einzigen Baum konnte sie bisher 1277 Mistelindividuen finden. Durch die sog. Haustorien zapfen die Misteln die Leitungsbahnen ihrer Wirtsbäume an und entziehen ihnen Wasser. Langfristig vertrocknen die befallenen Bäume.

Werner Maier im Klettereinsatz. Die Stangensäge war zu kurz.

Werner Maier im Klettereinsatz. Die Stangensäge war zu kurz.

Im praktischen Teil führten Hans G. Wener und Werner Maier vor, wie bei einem stark vermistelten Baum die noch im Laub versteckten Misteln entfernt werden können. Mit Stangensägen wurde ein Großteil entfernt und der Baum so von den schädlichen Schmarotzern befreit. Auch kleinste Misteln wurden entfernt, um den Baum langfristig zu erhalten.

Kein schöner Anblick: Dieser Baum wurde von den Misteln zerstört.

Kein schöner Anblick: Dieser Baum wurde von den Misteln zerstört.