Archiv des Autors: uli

Apfelkuchentag

Wer legt denn den Tag des Apfelkuchens auf den 13. Mai? Gerade hat man die letzten Brettacher aus dem Keller verzehrt und auf die ersten Klaräpfel muss man noch ein paar Wochen warten. Insofern ist der 13. Mai wohl der denkbar schlechteste Zeitpunkt – es sei denn man wollte Überseeware oder solche aus dem Kühlhaus verbacken. Und das muss ja wirklich nicht sein, oder? Noch schlimmer wird’s nur, wenn man sich für den Apfelkuchen einePink Lady“ aus dem Supermarkt holt. Bäh!

Fünf Äpfel der Marke "Pink Lady" in Verpackung

Gut informiert durchs Streuobst

Den Tag der Streuobstwiese beging Mössingen mit gleich drei Führungen. Zwei davon wurden von der Presse begleitet (siehe ganz unten), die dritte dokumentieren wir hier selbst (Bilder: Elke Schelling).

Pünktlich zum Führungsstart endete der Regen und acht wetterfeste Führungswillige lernten am Mössinger Streuobstwegle manches Neue zum allgegenwärtigen Thema. Es gab auch genug Zeit für Nachfragen an die Streuobst-Guides Oliver Geiger und Uli Eder. Zwischendurch gab es als Präsent des Schwäbischen Streuobstparadieses Apfelringe und Streuobst-Gummibärchen aus der AiS-Manufaktur. Zum Abschluss überraschte Ralf Steinhilber von der gleichnamigen Brennerei die Runde mit hauseigenem Edelbrand aus Mössinger Kirschen und Gelbmöstlern.

Uli Eder am Mössinger Streuobstwegle vor der Tafel "Bäume einer Streuobstwiese" mit Zuhörer:innen

Streuobst-Guide Uli Eder erzählt beim Netzwerk-Stückle vom Korbiniansapfel

Oliver Geiger am Mössinger Streuobstwegle vor der Tafel "Alte Obstsorten"

Streuobst-Guide Oliver Geiger schwärmt vor der Tafel „Alte Obstsorten“ vom Berner Rosenapfel

Fr, 29.4., 14-16 Uhr Kinderführung (Die Gute Luise im Einkaufsnetz)
Sa, 30.4., 11-12 Uhr Führung im Streuobst-Infozentrum (Kein Laich im Teich)

Staatssekretärin samt Landtagsabgeordneter zu Besuch

Einen schöneren Tag und besseres Wetter hätte man sich für den Besuch der Staatssekretärin Sabine Kurtz und des Landtagsabgeordneten Manuel Hailfinger an diesem Donnerstag, in den Streuobstwiesen der Olgahöhe Mössingen, nicht aussuchen können. Mit Blick über die blühenden Streuobstwiesen begrüßten der Vorsitzende des Verein Schwäbisches Streuobstparadieses, Mössingens Oberbürgermeister Michael Bulander und Landrat Joachim Walter die Gäste. Bei einem Streuobstspaziergang wurden verschiedene Streuobstprojekte sowie das Streuobst-Infozentrum in der Stadtmitte vorgestellt. Hierbei ging es vor allem um den Stellenwert der Vernetzung verschiedenster Institutionen beim Thema Streuobst, verdeutlicht durch praktische Beispiele vor Ort.

Besichtigung der Streuobstwiesen auf der Olgahöhe in Mössingen (v.l.n.r.: Schlotterbeck, Walter, Miller, Bulander, Kurtz MdL, Mall-Eder, Hölz, Hailfinger MdL) Bildautorin: Lisa Müller, Schwäbisches Streuobstparadies

Besichtigung der Streuobstwiesen auf der Olgahöhe in Mössingen (v.l.n.r.: Schlotterbeck, Walter, Miller, Bulander, Kurtz MdL, Mall-Eder, Hölz, Hailfinger MdL) Bildautorin: Lisa Müller, Schwäbisches Streuobstparadies

Das Netzwerk Streuobst – vertreten durch Sabine Mall-Eder und Marcus Hölz – stellte die Projekte mystueckle.de und mybäumle.de auf den Streuobstflächen der Stadt Mössingen vor. Hier kann entweder eine eigene Obstwiese gepachtet, oder eine Baum-Patenschaft zum Erhalt der Streuobstwiesen abgeschlossen werden. Anschließend wurden neugepflanzte Hochstämme zum Kirschsortenerhalt besichtigt und die Pflegemaßnahmen der Grüngruppe in Mössingen vorgestellt.

Auch das 2018 eingeweihte Streuobst-Infozentrum mit der anliegenden Obstwerkstatt wurde von den Landtagsabgeordneten mit Interesse besichtigt. Lena Schlotterbeck von der Geschäftsstelle des Schwäbischen Streuobstparadieses stellte die Arbeit des Vereins, dessen Veranstaltungen und das vielfältige Programm der Obstwerkstatt vor. Sabine Mall-Eder führte die Gruppe durch die interaktive Ausstellung des Infozentrums.

Zum Abschluss wurden die gesammelten Eindrücke und zukünftige Ideen und Projekte bei einem gemeinsamen Mittagessen im anliegenden Café Pausa besprochen.

Bestes Wetter für eine Streuobstführung.

Bestes Wetter für eine Streuobstführung.

Tag der Streuobstwiese

Logo: Tag der StreuobstwieseAm 29. April ist europaweit Tag der Streuobstwiese. Vor allem in Deutschland, Österreich und Großbritannien, aber auch in vielenb anderen europäischen Ländern zeigt dieser Tag, wie sehr die Streuobstwiesen unseren Schutz benötigen. Dazu gibt es vielfältige Aktionen aller Art. In Mössingen begehen wir den Tag und wortwörtlich auch die Landschaft:

Am Freitag, 29.4. von 14 bis 16 Uhr gibt es eine Kinder- und Jugendtour durch die Streuobstwiesen mit vielen Informationen, Spielen und Sachen zu entdecken. Erwachsene sind natürlich herzlich eingeladen, ebenfalls an der Tour teilzunehmen! Start ist am Schützenhaus (Verlängerung Berggasse), die Führung ist kostenfrei.- Für die bessere Planung bitten wir um Anmeldung unter info@netzwerk-streuobst.de oder obstwerkstatt@streuobstparadies.de.

Mit Rücksicht auf die Berufstätigen gibt es weitere Führungen am Samstag, 30.4. von 11 bis 12 Uhr im Infozentrum des Schwäbischen Streuobstparadieses neben dem Café Pausa sowie am Samstag, 30.4. von 14 bis 16 Uhr auf dem Mössinger Streuobstwegle mit Start am Schützenhaus (Verlängerung Berggasse). Auch diese Führungen sind kostenfrei, aber bitte mit Anmeldung für die bessere Planung unter info@netzwerk-streuobst.de oder obstwerkstatt@streuobstparadies.de. Die TeilnehmerInnenzahlen sind begrenzt. Wer zuerst kommt …

Ein Kind riecht an der Blüte eines Obstbaums

Die Baumscheibe macht den Unterschied

Jungbaum ohne und mit freigelegter Baumscheibe

links: konkurrierender Bodenbewuchs – rechts: gepflegte Baumscheibe

Der Profitipp für Jungbäume: Einfach die Baumscheibe von Bewuchs freihalten.
Die Entfernung des konkurrierenden Bodenbewuchses um den Stamm ist eine erstaunlich wirksame Starthilfe für den jungen Streuobstbaum. Er dankt es mit vitalem Wachstum.
Ohne gepflegte Baumscheibe vergreist nämlich der frisch gepflanzte Jungbaum, d.h. sein Neutrieb ist minimal.
Die Baumscheibe sollte drei bis vier Jahre offen gehalten und mit etwas Kompost und Dünger versorgt werden.

Jungbaum ohne und mit freigelegter Baumscheibe

links: konkurrierender Bodenbewuchs – rechts: gepflegte Baumscheibe

Schnittgutabfuhr verlängert!

Die Schnittgutabfuhr zwischen Öschingen und Mössingen Nord wird witterungsbedingt bis zum 6. März verlängert! Zeitgleich werden zur Unterstützung aller Streuobstwiesenbewirtschafter*innen die Häckselplätze Belsen und Öschingen werktags ganztags von 8 bis 17 Uhr geöffnet sein, Samstags wie gewohnt von 10 bis 14 Uhr. Insbesondere Graswege sind derzeit zum Teil noch zu nass zum Befahren, das Schnittgut kann selbstverständlich trotzdem im genannten Zeitraum bereitgelegt werden, die Abfuhr auf den jeweiligen Wegen wird erfolgen, sobald es technisch möglich sein wird, auch über den 6.3. hinaus.

Bereits jetzt wurden über 1.500 m³ Schnittgut aus den Wiesen abgefahren, das direkt an die Häckselplätze angelieferte Material nicht mitgerechnet!

Luftbild des Abfuhrgebiets 2022

4 Euro Stundenlohn

Äpfelberge in Obstsilos bei der Obstannahme

Der Verein Hochstamm Deutschland ermittelt seit 2021 in einem bundesweiten Monitoring, welche Preise Safthersteller und weitere Abnehmer fürs Mostobst bezahlen. Erste Ergebnisse des Preisbarometers wurden nun veröffentlicht:

  • Die Preise lagen weit auseinander – zwischen 6 Euro und 30 Euro für den Doppelzentner konventionelles Obst.
  • Im Schnitt wurden 9,86 Euro für konventionelles Obst und 16,44 Euro für Bio-Mostobst bezahlt.

Ein Abfrageteilnehmer fasste zusammen: „Bei den aktuellen Preisen kommt man etwa auf einen Stundenlohn von 4 Euro, Nebenkosten wie Grundsteuer und Beiträge an die Berufsgenossenschaft und natürlich Benzin und Geräte nicht eingerechnet.“

Hochstamm Deutschland analysiert: „Wir haben in Deutschland eine atomistische Angebotsstruktur, das heißt viele LieferantInnen, wenige Abnehmende. Für eine stärkere Position, die auch Preisverhandlungen ermöglicht, ist ein Zusammenschluss von Erzeugenden sehr wichtig.“

Im Steinlachtal gibt es einen solchen Zusammenschluss, Obstlieferanten können ihr Obst für die „Steinlachtäler“-Produkte abgeben und erzielen so auch bessere Preise für Äpfel und Birnen. Derzeit im Angebot sind Most in zwei Varianten, Apfelsaft und -schorle sowie der Steinlachtäler Cidre.

Aber, so Hochstamm Deutschland: „Auch VerbraucherInnen sind gefragt, mit ihrem Kauf der wertvollen Produkte aus dem Streuobstbau dessen Zukunft zu stützen.“ Denn langfristig sind höhere Mostobstpreise eine wichtige Grundlage für den Erhalt der wertvollen Kulturlandschaft.

Viele Äpfel

Weitere Informationen finden sich in der Pressemitteilung von Hochstamm Deutschland.

Bildquelle: Hochstamm Deutschland

Wetter gut – Baumschnitt gut

Am vergangenen Samstag war es auf der Netzwerkwiese mal wieder soweit: Die Bäume erhielten den jährlichen Schnitt.

Bäume schneiden 1

Jeder Baum wird erst dikutiert und dann bearbeitet.

Bäume schneiden 2

Die Wintersonne wärmt bei der Arbeit.

Bäume schneiden 4

Bei älteren Bäumen muss man manchmal hoch hinauf.

Bäume schneiden 3

Das Schnittgut wird gleich abtransportiert und verwertet.

Schnittgutabfuhr 2022

Die Schnittgutabfuhr zwischen Öschingen und Mössingen Nord beginnt am Montag, 7.2. und dauert bis mindestens Sonntag, 27.2. Sollte die Witterung dies nicht zulassen, kann das Schnittgut selbstverständlich trotzdem bereitgelegt werden, die Abfuhr auf den jeweiligen Wegen wird erfolgen, sobald es technisch möglich sein wird. An den befahrbaren Wegen (siehe Karte) wird das Material aus der Obstbaumpflege zur Unterstützung der Streuobstwiesenbewirtschafter*innen abgefahren und dient damit als Beitrag zum Erhalt unserer wertvollen Kultur- und Naturlandschaft.

Luftbild des Abfuhrgebiets 2022

Entlang der gestrichelt dargestellten Wege wird das Reisig eingesammelt. Dazu sollte es von den Anrainern gut zugänglich entlang der ausgewiesenen Wege abgeladen und die anderen Bewirtschafter dadurch nicht behindert werden. Das Reisig darf vom Fahrweg aus nicht hinter den Gräben abgeladen werden, da sonst die Maschinen das Material nicht greifen können. Es darf nur holziges Material, kein Grünschnitt und keine Gartenabfälle bereitgelegt werden, da das Material geschreddert und energetisch verwertet wird. Zur Arbeitserleichterung aller Mössinger Streuobstwiesenbewirtschafter*innen werden zeitgleich die Häckselplätze Belsen und Öschingen ganztags von 8 bis 17 Uhr geöffnet sein. Zeitliche Verschiebungen werden zusätzlich über das Amtsblatt, die Website der Stadt Mössingen sowie die projektbegleitende Website (www.energiebuendel-und-flowerpower.de) bekannt gegeben.

Das Gebiet umfasst 2022 von Mössingen aus die Gewanne Schlattwiesen, Im weiten Hardt, In der Mulde, Beim Weiher, Nehrener Gäßle, Im engen Hardt und Bei der Silberburg. Entlang des Firstbergs bis nach Öschingen wird in den Gewannen Wacht, Vorlehen, Schmiedsgrund, Pfarrersgrund, Vor Hegwies, Lafen, der gesamte Firstberg bis zum Öschenbach sowie auf der Hochfläche des Firstbergs in den Gewannen Firstberg, Ob den Halden, Weidenweg und Bühl das Schnittgut abgefahren.

Die Durchführung der Maßnahme wird von der Stadt Mössingen finanziert und über den Landschaftserhaltungsverband VIELFALT e.V. mit Landesmitteln gefördert. Die Schnittgutabfuhr wird „inklusiv“ von den Grüngruppen „Streuobst und Naturschutz“ der AiS (Arbeit in Selbsthilfe) durchgeführt. Begleitend werden Biotoppflegemaßnahmen durch die Grüngruppen umgesetzt, ebenfalls im Auftrag der Stadt Mössingen und unterstützt durch VIELFALT e.V..

Logo von "Schaff's gut": Schaf auf Traktor mit Hänger voller WerkzeugeÜbrigens: Wem die richtigen Werkzeuge für den Obstbaumschnitt fehlen, der kann sich gerne an den Streuobstgeräteverleih Schaff’s gut wenden.