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Appleweek-Insta-Foto-Challenge on the last meters

Gemeinsam mit der @stadt_moessingen hat sich das @netzwerkstreuobst zur diesjährigen #apfelwoche in die sozialen Medien aufgemacht und die Foto-Challenge #apfelwoche2021 ins Netz gebracht – genauer gesagt ins Instagramland. Dort batteln sich jetzt die Handyklicker wie die Wilden um das schönste Apfelfoto. Wer möchte, kann noch bis zum Sonntag, 3.10. unter dem Hashtag #apfelwoche2021 mitklicken und mitliken.

Ausschreibung Foto-Challenge

Hier schon mal ein kleiner Überblick über die Konkurrenz mit vielen tollen Bildideen (ein ausführlicher Beitrag über die Aktion und die Ergebnisse folgt an dieser Stelle):

Fräulein Brehms Tierleben in Mössingen

Das Fräulein-Ensemble (Foto: Karsten Bartel)

Das Fräulein-Ensemble (Foto: Karsten Bartel)

Eintritt frei! Jetzt anmelden!

Das einzige Theater der Welt für heimische bedrohte Tierarten verbindet handfeste Wissenschaft, praktische Feldforschung und tiefe Einblicke in tierische Zusammenhänge zu einem theatralischen Ganzen. Ob Luchs, Rauchschwalbe oder Auerhuhn: In diesem sinnlichen Bühnenabenteuer wird geforscht, erfahren und vor allen Dingen vermittelt, was die Welt im Innersten zusammenhält. Daher beschäftigt sich Fräulein Brehm in Mössingen mit einem Tier, das für den Apfel essenziell ist: Die Wildbiene.

„kurzweilig unterhaltend“
(Schwäbisches Tagblatt)

Fräulein Fridoline Minerva Brehms Vortrag ist ästhetisch, bunt, kriminell, melancholisch und unfassbar erstaunlich! Bei exakt 19.844 Wildbienen-Arten weltweit auch nicht weiter verwunderlich. 561 Arten sind allein in Deutschland nachgewiesen, Ihre Namen sind so poetisch wie Ihre vielfältigen Gestalten. Ob Gelbbindige Furchenbiene, Senf-Blauschillersandbiene oder zweifarbige Schneckenhausbiene – gezählt hat sie für das Fräulein kein geringerer als Dr. Michael Ohl vom Museum für Naturkunde, Berlin und seines Zeichens Wespentaxonom und Evolutionsbiologe. Mit seinem Wissen in der Aktentasche geht Fräulein Brehm mit uns auf Forschungsreise in die fantastischen Welten der Wildbienen. Augen, Ohren und Sinne weiten, um diese Tierwahrhaftigkeiten, diese Universen zu verstehen!

„eine sinnliche Reise durch die Wissenschaft“ (Die Rheinpfalz)

Barbara Geiger / Frl. Brehm (Foto: Karsten Bartel)

Barbara Geiger / Frl. Brehm (Foto: Karsten Bartel)

Barbara Geiger, der kreative Kopf des Stückes, studierte Schauspiel in London. Ihrer Rückkehr nach Deutschland folgten zahlreiche eigene Inszenierungen u.a. „Picassos Frauen“ (Konzept, Regie, Schauspiel), das seit 2003 vorwiegend in Kunsthallen und Museen gespielt wird. 2008 entstand die Idee, das unerschöpfliche zehnbändige Werk Alfred E. Brehms ins 21. Jahrhundert zu transportieren, mitsamt der Brehmschen Passion für Tiere, egal welcher Gestalt und Form. Barbara Geiger kreierte Fräulein Brehms Tierleben und ist verantwortlich für Recherche und Umsetzung der Reihe als Autorin und Regisseurin.

Wie? Wann? Wo?

  • Kulturscheune Mössingen, Brunnenstraße 3/1
  • Apfelsamstag, 2.10., 19 Uhr
  • Anmeldung unter info@netzwerk-streuobst.de
  • Weil die BürgerStiftung Mössingen die gesamten Kosten übernimmt, ist der Eintritt frei. Am Eingang darf das Spendenkässle der BürgerStiftung aber gerne gefüllt werden. Es gelten die aktuellen Corona-Regeln.

Mössinger Apfelverkauf

20.000 Apfelbäume stehen rund um Mössingen – so viele, wie es Mössinger:innen gibt. Weil manche aber mehr, andere weniger haben, stellt sich manchem Nichtbesitzer im Herbst die Frage: „Wo kann man eigentlich Mössinger Äpfel kaufen?“ Und manchem Besitzer: „Wie kriege ich meine Äpfel los?“ Das brachte uns auf eine Idee: Warum nutzen wir die Apfelwoche nicht, um die Äpfel zu verkaufen, die bei den einen zu viel und bei den anderen zu wenig sind?

Das geht ganz einfach. Wer Äpfel hat und verkaufen möchte, der stellt sie während der Apfelwoche in einer Kiste (oder zwei oder drei) auf seinem Grundstück an die Straße und meldet uns die Adresse. Wir tragen alle Adressen in eine Karte ein, die auf der Website des Netzwerks Streuobst eingesehen und heruntergeladen werden kann. Und schon weiß jeder, welcher Nachbar Äpfel verkauft.

Äpfel

Und so geht‘s:

    Logo "Mössinger Apfelverkauf"

  1. Wer Äpfel verkaufen möchte, meldet dies bis Do, 23.9. unter info@netzwerk-streuobst.de. Auf jeden Fall Name und Adresse sowie – falls bekannt – Sorten angeben. Wir schicken zur Bestätigung das Apfelverkaufs-Logo (siehe rechts) zu, das dann ausgedruckt werden kann.
  2. Ab Montag, 27.9. sind unter www.netzwerk-streuobst.de alle Verkaufsstellen auf einem Stadtplan zu sehen und downloadbar
  3. Verkäufer:innen stellen während der Apfelwoche (von 27.9. bis 3.10.) die Äpfel auf dem eigenen Grundstück, z.B. im Vorgarten bereit und heften das Apfelverkaufs-Logo an die Gartentür. Wie die Äpfel angeboten werden, bleibt den Verkäufern überlassen. Es muss jedoch der Preis pro Kilo angegeben werden. Unsere Preisempfehlung: 2 Euro pro Kilo.
  4. Interessierte holen sich die Äpfel und zahlen persönlich oder in ein bereitgestelltes Kässle bar.

Ob dieses Experiment funktioniert, hängt davon ab, wie viele sich daran beteiligen, wie das Angebot angenommen wird und nicht zuletzt, wie die Ernte ausfällt. Machen Sie mit!

Alle Daten in Kürze:

  • Anmeldung bis 23.9. unter info@netzwerk-streuobst.de (Name / Adresse / Sorten angeben)
  • Preisempfehlung: 2 Euro pro Kilo
  • Karte unter www.netzwerk-streuobst.de abrufbar

Äpfel in Kisten

Mistel-Vortrag

Zum Auftakt des neuen Netzwerk-Projekts „Ausmisteln“ wird im Rahmen der Mössinger Apfelwoche zunächst über das Mistelproblem informiert – und was man dagegen tun kann. Dazu gibt es einen Vortrag von Hans G. Wener, Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Mössingen. Er informiert in anschaulicher Weise über das große Problem der Laubholzmistel in unseren Streuobstbäumen und zeigt entsprechende Maßnahmen zur Bekämpfung.

Freitag, 24.9. um 16 Uhr
Lehr- und Schaugarten des OGV Mössingen
Im weiten Hardt

Ein nahebei gelegener vermistelter Apfelbaum dient als Schauobjekt. Mit der Stangensäge wird an dem längere Zeit nicht gepflegtem Baum ein Verjüngungsschnitt durchgeführt. Im Rahmen dieser Maßnahme werden die (noch im Laub versteckten) Misteln entsprechend entfernt. Kleinere befallene Äste können ganz entfernt werden, die Mistel an den Leitästen können Baum und Statik schonend abgeschnitten werden.

"Vermistelter" Apfelbaum

„Vermistelter“ Apfelbaum. Wegen der Belaubung sind die Misteln noch nicht gut zu erkennen. Im Winter ändert sich das.

Vormerken: Am 22. November 2021 wird in einer gemeinsamen Aktion des Netzwerks Streuobst Mössingen, der Stadt Mössingen und des NABU Mössingen den Misteln der Kampf angesagt. Näheres folgt.

Energiewendetage BW 2021

Wer unser Projekt „Energiebündel & Flowerpower“ schon länger verfolgt, erinnert sich vielleicht noch an die visionäre Vorstellung von Dieter Neth beim 2. Referentenworkshop im Oktober 2014 und seinen Vortrag. Sieben Jahre später wird aus der Vision Realität und wer’s nicht glaubt, kann nachschauen. Das Projekt Kastanienhof Bodelshausen ist eines von acht Projekten, die bei den Energiewendetagen Baden-Württemberg 2021 vorgestellt werden. Und wo? Im Kastanienhof Bodelshausen!

Energiewendetage BW 2021
und
Tag der offenen Tür Kastanienhof mit Erzeugermarkt
Bodelshausen am 18. und 19. September 2021

Die Wärmewende in der Region Neckar-Alb
► Ort: Kastanienhof, 72411 Bodelshausen, Ofterdinger Straße 14
► Datum: Samstag 18. und Sonntag 19. September 2021
► Uhrzeit: Eröffnung der Energiewendetage 18.09. um 13.00 Uhr

Eröffnung der Energiewendetage 2021 im Kastanienhof um 13.00 Uhr

  • Eugen Höschele, Verbandsvorsitzender des Regionalverbandes Neckar-Alb
  • Begrüßung: Die Ergebnisse des Projekts ENTRAIN in Zusammenarbeit mit den Klimaschutzagenturen der Landkreise Tübingen, Reutlingen und Zollernalb
  • Wolfgang Welte, Geschäftsführer KBF gGmbH und Gastgeber:
    Grußwort – Der Kastanienhof und seine zukunftsorientierte Energie- und Wärmeversorgung
  • Joachim Walter, Landrat des Landkreises Tübingen:
    Die Wärmewende und ihre Bedeutung für den Landkreis Tübingen und die Region Neckar-Alb und die Aufgaben und Ziele der Klimaschutzagenturen
  • Prof. Dr. Bastian Kaiser, Rektor der Hochschule Rottenburg
    Die Bedeutung der Wärmewende für unsere Umwelt
    „Es ist nicht fünf vor Zwölf, die Glocke hat schon geschlagen, nun müssen es auch alle hören!“

Präsentationen, Ausstellungen und Vorträge
• Präsentation der acht Pilotprojekte, der Klimaagenturen der Region und der Projektpartner von ENTAIN
• Die Kurzfilme zur Wärmewende in den drei Landkreisen
• Anlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung auf Basis regenerativer Energien
• Die Produktion von Pflanzenkohle und laufende Vorträge über die vielfältigen Möglichkeiten der Pflanzenkohleverwendung und der Einbindung der Abwärme in Nahwärmenetze.

Rahmenprogramm
– Tag der offenen Tür des Kastanienhofs und Erzeugermarkt,
– für das leibliche Wohl der Besucher wird folglich in vielfältiger Weise gesorgt.
– energiereiches Kinderprogramm

Das Projekt ENTRAIN
Der Regionalverband Neckar-Alb, der Holzenergiefachverband (HEF) und Solites (Steinbeis Forschungsinstitut für solare und zukunftsfähige thermische Energiesysteme) sind Partner im EU-Projekt ENTRAIN, das darauf abzielt, in sechs EU-Regionen für einen breiteren Einsatz von Nahwärmenetzen mit hohen Anteilen an erneuerbaren Wärmeenergiequellen zu sorgen.
Nahwärmenetze gelten als Hauptoption für eine effiziente erneuerbare Wärmeversorgung sowohl für städtische als auch für ländliche Gebiete und damit als Infrastruktur, die den Übergang zu höheren Anteilen an erneuerbarer Energie bringen.
Baden-Württemberg gilt als Vorreiterregion innerhalb Europas in Bezug auf die Wärmeversorgung mit Biomasse. Ein weiterer Ausbau dieser Netzwerke ist Teil der jüngsten nationalen und regionalen Klima- und Energiestrategien, die einen Schwerpunkt auf die erweiterte Nutzung von Biomasse und eine verbesserte Integration von Solarthermie und Abwärme zur Verbesserung der Luftqualität und Förderung einer effizienteren Nutzung von Biomasse haben.

Ausführliche Einladung mit Anfahrtsbeschreibung als PDF

Spannendes Kinderferienprogramm mit Äpfeln

Am vergangenen Freitag trafen sich 15 Kinder im Rahmen des Ferienprogramms im Lehrgarten des OGVs Mössingen, um gemeinsam mit Betreuern des Netzwerks Streuobst der Spur des Apfels und der Wildbienen zu folgen. Nach einem kurzen Rundgang durch den Schaugarten gab es einen kleinen Einblick in das Leben der Wildbienen, die ja wichtige Bestäuber in der Streuobstwiese sind. Im Frühjahr und Sommer ist bei gutem Wetter meist ein reges Treiben an der Wildbienennisthilfe zu sehen und um dieses anschaulicher zu machen, flogen einige Kinder als Wildbienen durch den Obstgarten und legten im Modell eigene Brutzellen an. Andere Kinder bastelten „Surrbienen“.

Surrbienen

Viel Spaß gab es auch bei der Rollblitz-Rallye. Schließlich ist es gar nicht so einfach, alle Äpfel schnell zu sammeln und sicher in den Zieleimer zu transportieren. Aber natürlich durfte auch das Pressen von frischem Apfelsaft nicht fehlen. Nach dem Sammeln der Äpfel ging es an die Arbeit und bald konnte der leckere, süße Saft probiert werden. In Flaschen abgefüllt und mit selbstgestalteten Etiketten verziert kam im Anschluss die ganze Familie in den fruchtigen Genuss. Dazu grillten wir noch die roten Würste, die uns die Metzgerei Grießhaber gespendet hatte. Die Eltern wurden nach der Veranstaltung von vielen surrenden Bienen und satten Kindern begrüßt.

Wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat, am 3. Oktober organisiert das Netzwerk Streuobst im Rahmen der Mössingen Apfelwoche einen Kinderaktionstag auf dem Löwensteinplatz beim Café Pausa. Weitere Informationen findet ihr unter netzwerk-streuobst.de oder in der Broschüre zur Apfelwoche, die jetzt an vielen Stellen ausliegt. Für den Kinderaktiontag ist eine Anmeldung unter apfeltag@netzwerk-streuobst.de erforderlich.

Mistelforscherin in Mössingen

Im weiten Hardt, unweit des Lehr- und Schaugartens des Mössinger Obst- und Gartenbauvereins, läuft derzeit eine Bachelor-Arbeit der Forststudentin an der Rottenburger Hochschule für Forstwirtschaft, Karolin Kleinz.

Sie untersucht den Ausbreitungsmechanismus des Halbschmarotzers an einem ca. 60 Jahre alten Apfelbaum. Über 300 Einzelmisteln hat sie dokumentiert. An dem jährlichen Zuwachs kann sie das Alter der jeweiligen Mistel feststellen. Mit Hilfe des Abstandes der Jahresringe im Stamm kann der Zuwachs protokolliert werden und die Reduzierung des Zuwachses im Holz zeigt die nachhaltige Schwächung des Baumes durch die Mistelbelastung. Die Sorte ist nicht feststellbar, da der Baum schon seit Jahren keine Früchte mehr trägt. Er ist abgängig, der Mistelbewuchs hat seinen Wirt so geschwächt, dass die eigene Versorgung nicht mehr möglich ist. Die Blattmasse wird nicht mehr erneuert, der Baum geht ein. Bei mangelnder Pflege, d.h. wenn bei den Baumpflegearbeiten der unerwünschte Zuwachs des Halbschmarotzers nicht rechtzeitig entfernt wird, breiten sich die Mistel auf dem Baum aus. Der Wirtsbaum wird geschwächt durch Wasserverlust und Nährstoffentzug. Die zurückliegenden Jahre mit weniger Niederschlag haben die Bäume geschwächt, sie sind nicht mehr so widerstandsfähig gegen den Eindringling. Selbst bei Birnbäumen kann man die Mistel zwischenzeitlich finden.

abgeschnittene Mistel

Wie aggressiv das Wuchsverhalten der Mistel ist sieht man an diesem Bild. Eine abgeschnittene Mistel hat nach 3 Tagen schon Wurzeln gebildet.

Was kann man dagegen tun?
Grundsätzlich ganzjährig entfernen, bei jeder Baumpflege alle, auch die kleinsten Mistelauswüchse, sofort abschneiden. Schon die Entfernung der weiblichen Mistel mit den klebrigen Beeren reduziert den Befallsdruck für die anderen Bäume. Einige Vogelarten (Misteldrossel, Seidenschwanz und Mönchsgrasmücken) ernähren sich von Beeren, nach dem Verspeisen putzen sie den verschmierten Schnabel an dem Astwerk an anderen Bäumen ab und verbreiten so die Samen. Auch nach der Verdauung wird durch den Kot der Samen auf andere Bäume übertragen.

Mistel am Baum

Einmal im Baum verwachsen verbreitet sich die Mistel durch ihre Haustorien (Wurzeln unter der Rinde) im ganzen Baum.

Mistel schneiden mit Säge

Bei stärkerem Befall ist es oft schwierig, ganze Astpartien (z.B. Fruchtäste) mit den Misteln abzusägen.

Mistel schneiden mit Säge

Am besten ist es den befallenen Ast Richtung nicht befallene Baummitte abzusägen.
Bei statisch wichtigen Ästen (Leitäste) ist schon die Entfernung der Mistel am Hauptast hilfreich.
Mit einer ausziehbaren Stangensäge lässt sich das auch ohne Leiter auch in größeren Höhen bewerkstelligen.

[Text und Bilder: Hans Wener]