Beim 10. Mössinger Apfelfest purzelten erneut die Rekorde. Noch nie gab es so viele Stände wie dieses Mal, noch nie so viele Produkte, und noch nie so viele verschiedene kulinarischen Genüsse.
15 Zentner Äpfel machte der NABU an der historischen Presse zu Saft – nur eines von vielen Apfelprodukten, die man an diesem Tag kosten konnte. Apfelpfannkuchen, Apfeldennetle, Apfelwaffeln, Apfelkuchen, Apfelringe, Apfelwasauchimmer – schnell war der Bauch gefüllt. Da half ein feines Apfelschnäpschen bei der Schaubrennerei der Kreisbrenner. Ja, zu schauen hab es auch vieles: Da wurde schaugedrechselt, schaugeflochten, wurden Omeln gefertigt und Rollblitze fuhrwerkten durch die Wiese vor der Pausa-Tonnenhalle.
120 Teilnehmer am Apfellauf waren da schon lange im Nieselregen unterwegs, der später einem strahlend blauen Himmel Platz machte. 40 Läufer wagten sich auf den anspruchsvollen Halbmarathon mit über 800 Höhenmetern, etliche davon waren auch aus größeren Entfernungen angereist. Die attraktive Kombination aus Berg- und Obstwiesenlauf hat sich in Läuferkreisen herumgesprochen.
160 Apfelsorten standen im Zentrum einer nicht enden wollenden Schlange um das Herzstück des Apfelfests, die Sortenausstellung. Die von den Obst- und Gartenbauvereinen in mühevoller Kleinarbeit zusammengestellte Schau enthält nahezu jeden heimischen Apfel, so dass die Besucher mithilfe der sachkundigen Betreuer vor Ort oft schnell das Obst aus dem eigenen Garten bestimmen konnten. Hier nur mal die Äpfel, die mit „B“ beginnen:
699 recht kleine Äpfel lagen in der Obst-Kiste, die das Autohaus Menton ins Zentrum ihres Schätzspiels – und in einen Mini – gestellt hatte. Martin Kostanzer aus Bisingen lag mit seiner Schätzung am dichtesten dran und gewann eine Beatles-Komplettausgabe. „Apple“ heißt deren Plattenfirma.
1127 mal wurde die Website moessinger-apfelwoche.de allein an diesem Tag angeklickt. Viele Familien wollten sich schnell noch informieren, was alles beim Apfelfest geboten ist. Gerade das Kinderprogramm ließ keine Wünsche offen. Mit dem Spielmobil basteln oder rutschen, Baumklettern, Apfelbaggern, Äpfelangeln, Kleinkinderbetreuung, für alles war gesorgt. Mit der Jugendpflege konnte eine 3D-Brille aus gebrauchten Bag-in-Box-Kartons gebastelt und damit virtuell auf der Streuobstwiese herumspaziert werden. Andere spielten lieber auf dem Apfelklavier .
Wieviele Tausend Besucher es waren, konnte niemand genau sagen, die Kennzeichen aber verrieten, dass die Anreisenden oft weite Wege hinter sich ließen. Ein Paar reiste aus Köln an, auch norwegischer Besuch wurde gesichtet. Sie fanden neben bewährten Produkten auch echte Neuheiten beim Jubiläumsfest. Wer sich auf dem offenen Feuer des Kon-Tiki-Meilers Apfelpfannkuchen zubereitete, produzierte nebenbei Biokohle – ein Bodenverbesserer, der auch unterm Apfelbaum seine Wirkung entfalten kann. Hervorragenden Dünger gab es auch am Kinderstand zu erwerben: Erstklassige, fair gehandelte Bio-Pferdeäpfel.
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