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Mössingen und sein Streuobst – ein Kurzfilm

Dieses Jahr feiert Mössingen gleich zwei runde Geburtstage: 50 Jahre Stadt Mössingen und 1250 Jahre Mössingen! Zu diesem Anlass wurden im letzten Jahr gemeinsam mit der Videoagentur Schwarzwald-Anker und Bürgerinnen und Bürgern der Stadt vier Kurzfilme gedreht. Diese wurden erstmals beim Jubiläumsfestakt am Freitag, 5. Januar 2024 vorgestellt und können jetzt auf dem Youtube-Kanal der Stadt Mössingen angeschaut werden. Einer der vier Filme ist dem Streuobst gewidmet. Natürlich.

Tag der Streuobstwiese 2024

Logo - Tag der StreuobstwieseDen europaweiten Tag der Streuobstwiese begehen wir dieses Jahr in Mössingen auf sehr besondere Weise. Anlässlich des 1250-Jahr-Jubiläums der Stadt Mössingen werden wir gemeinsam mit dem Schwäbischen Albverein 12.500 Schritte durchs Streuobst gehen. Bei der geführten Wanderung (ca. 8 Kilometer) werden wir Wissenswertes, Erstaunliches und Vergnügliches zum Thema Streuobst erzählen. Dazu gibt es natürlich auch streuobstige Verpflegung. Jetzt schon mal den Termin reservieren:

Tag der Streuobstwiese in Mössingen
Sonntag, 28. April 2024
Start: 10.30 am Parkplatz Aible (Friedhof)
Strecke: ca. 8 Kilometer

Zweiter Steinlachtäler Streuobst-Stammtisch

Mittwoch, 21.2.2024
Café Pausa
Löwensteinplatz in Mössingen
ab 19.00 Uhr

Werner Maier macht mit einem neuen PowerPoint-Vortrag über die Theorie beim Baumschnitt Vorschläge zur Realisierung einer pflegeleichten Oeschberg-Krone (gerne auch mit anschließender Diskussion!)

Eingeladen sind alle Streuobstinteressierten!

Der Stammtisch ist offen für alle Interessierten zum Thema Streuobst, er soll eine Plattform zum Austausch und zum Miteinander sein. Auf Wunsch offeriert das Café Pausa neben den Getränken ein kleines Vesper (Wurstsalat, selbstgemachte Aufstriche). Teilnehmer, die dieses Angebot wahrnehmen wollen, sollten sich zu der Veranstaltung bitte telefonisch beim Café Pausa (07473/9568846) anmelden.

Info zur Organisation Steinlachtäler: Wer sind die Steinlachtäler?

Unter dem Motto „Schützen durch Nützen“ bietet die lose Organisation der Obst- und Gartenbauvereine Belsen, Bodelshausen, Dußlingen, Gomaringen, Mössingen, Nehren, Ofterdingen und das Netzwerk Streuobst Mössingen eine von Willy Junger, 2. Vorsitzender des OGV Gomaringen organisierte Obstannahme zur Erntezeit im Herbst an. Bei einem Aufpreisprojekt unter Beteiligung der Firma Häusermann Fruchtsäfte Neckartailfingen wird das angenommene Obst sofort verarbeitet und in Flaschen zu Steinlachtäler Most, Cidre, Apfelsaft und Apfelschorle abgefüllt. Erhältlich bei den üblichen Verkaufsstellen und Regionalläden.

Winterzeit, Schneidezeit

Am Samstag, 27. Januar trafen sich die Netzwerkler:innen bei prächtigem Wetter mit Leitern, Sägen und Scheren auf der Vereinswiese. Gut 30 Bäume warteten auf ihren Schnitt. Knapp drei Stunden später waren alle Bäume versorgt und dann gab’s die wohlverdienten Brezeln.

Zuerst wird der Baum diskutiert …

… und dann frisiert.

Feintuning.

Schnittgutabfuhr 2024 zwischen Mössingen und Talheim

Die Schnittgutabfuhr beginnt am Montag, 5.2 bis mindestens Sonntag, 25.2.24 im Gebiet zwischen Mössingen und Talheim entlang des Farrenberg-Osthangs auf einer Fläche von ca. 430 ha. Sollte die Witterung dies nicht zulassen, kann das Schnittgut selbstverständlich trotzdem bereitgelegt werden, die Abfuhr auf den jeweiligen Wegen wird erfolgen, sobald es technisch möglich sein wird. An den befahrbaren Wegen (s. Karte) wird das Material aus der Obstbaumpflege zur Unterstützung der Streuobstwiesenbewirtschafterinnen und -Bewirtschafter abgefahren und dient damit als Beitrag zum Erhalt unserer wertvollen Kultur- und Naturlandschaft. Zudem stellt sie einen Beitrag zum Klimaschutz dar, da das Schnittgut energetisch verwertet wird. Bitte denken Sie beim Schneiden der Bäume daran, auch die Misteln zu entfernen, sie schwächen die Obstbäume und machen sie krankheitsanfällig. Zudem tragen befallene Bäume zur weiteren Ausbreitung der Misteln bei.

Zur Arbeitserleichterung aller Beteiligten werden zudem die Häckselplätze Belsen und Öschingen im selben Zeitraum ganztags von 8 bis 17 Uhr geöffnet sein. Weitere Angaben dazu werden im Amtsblatt sowie auf der Website der Stadt Mössingen, des Netzwerks Streuobst Mössingen und der projektbegleitenden Website energiebuendel.netzwerk-streuobst.de veröffentlicht.

Die Schnittgutabfuhr dient der Unterstützung der Streuobstwiesenbewirtschafterinnen und -Bewirtschafter und damit als Beitrag zum Erhalt unserer wertvollen Kultur- und Naturlandschaft. Sie findet jedes Jahr in einem anderen Teilgebiet der Gemarkung Mössingen statt und deckt so in einem 5-Jahres-Zyklus alle Streuobstgebiete ab. Vorgesehen ist die Schnittgutabfuhr für Mitte Februar, gesammelt werden kann natürlich schon jetzt, die Schnittsaison ist eröffnet! Bitte denken Sie beim Schneiden daran, auch die Misteln zu entfernen, sie schwächen die Obstbäume und machen sie krankheitsanfällig.

Das Gebiet reicht vom Weg zur Lindenstelle im Südosten von Mössingen bis südlich von Talheim  und umfasst die Gewanne Leinshalde, Unteres und Oberes Längenfeld, Vor der Lach, Auchtert, Bei der Linde, Ob der Ziegelhütte, Lehmgrube, Zieglertäle, Mühlwiesen,  Degenholz, Gässleswiesen, Neue Wiesen, Hurst, Steinenbühl, Vor Buch, Bitzen, Wangen und Hinter Bollenhaus, wie die weißgestrichelte Abgrenzung auf der Abbildung zeigt. Entlang der gut befahrbaren Wege (weiß dargestellt) kann das Reisig bereits jetzt abgelegt werden. Dazu sollte es von den Anrainern gut zugänglich abgeladen und die anderen Bewirtschafter dadurch nicht behindert werden. Das Reisig darf vom Fahrweg aus nicht hinter den Gräben liegen, da sonst die Maschinen das Material nicht greifen können. Es darf nur holziges Material, kein Grünschnitt und keine Gartenabfälle bereitgelegt werden, da das Material geschreddert und energetisch verwertet wird.

Die Durchführung der Maßnahme wird von der Stadt Mössingen finanziert und über den Landschaftserhaltungsverband VIELFALT e.V. mit Landesmitteln gefördert. Die Schnittgutabfuhr wird „inklusiv“ von den Grüngruppen „Streuobst und Naturschutz“ der AiS (Arbeit in Selbsthilfe) durchgeführt. Begleitend werden Biotoppflegemaßnahmen auf der Gemarkung umgesetzt, ebenfalls im Auftrag der Stadt Mössingen und unterstützt durch VIELFALT e.V..

[Die ist eine aktualisierte Version der Erstveröffentlichung vom 20.12.2023.]

Naturkids packen an

Motorsägen rattern, Kindermünder schnattern – Pflegeeinsatz beim NABU-Biotop Ziegelhütte. Und die Naturkids sind voll dabei.

Los geht’s! Beim Schaffen wird’s dann schnell warm.

Müssen wir alles selber machen und auch noch die Erwachsenen antreiben?

Man isst, wie man schafft.

Das war der Wunsch: Punsch.

Hilfreiche Misteln

Bei der „Ausmisteln!“-Aktion vergangenen Samstag wurden nicht nur die Halbschmarotzer von den Bäumen entfernt, es gab noch einen weiteren positiven Nebeneffekt. Max Hölz schrieb uns dazu:

Hallo ihr Lieben,

Ich möchte mich im Namen der gesamten Dreifürstensteinschule (und insbesondere der Berufschulstufe) für die Spende der Misteln bedanken. Dadurch konnte die Klassenkasse der BSb aufgebessert werden 🙂 Die wenigen übrigen Misteln haben ihren Weg ins Café Pausa gefunden.

Liebe Grüße Max

Pkw-Anhänger, gefüllt mit Misteln

Reiche Beute

Tisch mit vielen Misteln, im Vordergrund ein Rollstuhlfahrer

Misteln im Angebot

Ausmisteln! 2023

Nach drei Jahren kann man schon von einer kleinen Tradition sprechen – vor allem dann, wenn man vorhat, sie weiterzuführen. Und das müssen wir leider. Denn die Laubholzmistel (viscum album) ist und bleibt ein hartnäckiger Feind der Streuobstwiese.

Baum voller Misteln

Mistelschleuder

So zogen vergangenen Samstag wieder, wie schon 2021 und 2022, ein gutes Dutzend mit Stangensägen bewaffnete Aktive los, um dem immergrünen Schmarotzer den Garaus zu machen. Auch Presse und Rundunk waren da, um sich ein Bild zu machen.

Mistelaktive stehen in der Runde. Hans Wener erkläre, was zu tun ist.

Kurze Einweisung in einen langen Vormittag.

Tafel zeigt das zu entmistende Gebiet und das Werkzeug Stangensäge

Vor der Praxis kommt die Theorie.

Im Gebiet zwischen dem Lehrgarten des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Mössingen und hinter dem Freibad wurde (fast) alles von den Bäumen geholt, was dort nicht hingehörte.

Mann auf Leiter schneidet Misteln mit Stangensäge

Manchmal reicht auch die Stangensäge nicht. Dann hilft die Leiter.

Zwei Aktive schneiden Misteln mit Stangensägen von einem Baum

Mistelbekämpfung aus allen Blickwinkeln

Am Ende türmten sich am Wegesrand Häufen mit Misteln. Spaziergänger nahmen die eine oder andere mit. Zusätzlich holten sich Schulklassen der Jenaplanschule und der Dreifürstensteinschule Misteln für Weihnachtsdeko und zum Verkauf am Weihnachtsmarkt. Der Rest wird in den nächsten Tagen von der Stadtgärtnerei abgeholt. Vielen Dank dafür!

Jede Hilfe zu spät kam für drei bereits zugemistelte Bäume. Hier sollten die Besitzer aktiv werden und die auch für die umliegenden Bäume gefährlichen Mistelschleudern endgültig beseitigen.

Mit Misteln übersäter Baum am Mössinger Nordring

Hier hilft kein Ausmisteln mehr. Dieser Baum ist hinüber. Der Besitzer sollte aktiv werden.

Misteln in einem Anhänger

Kleiner Teil der Ausbeute. Hiermit lässt sich mancher Weihnachtsmarktstand bestücken.

Erster Steinlachtäler Streuobst-Stammtisch

Die Interessengemeinschaft „Steinlachtäler“ ist ein Zusammenschluss der Obst- und Gartenbauvereine des Steinlachtals und des Netzwerks Streuobst Mössingen. Startpunkt der IG war die Idee, gemeinsam regionale Streuobstprodukte zu vermarkten. Unter dem Markennamen „Der Steinlachtäler“ werden seither Most in zwei Sorten, Apfelsaft, Apfelschorle und Cidre produziert und erfolgreich vertrieben.

Geschafft wurde damit aber weit mehr. Weil die IG für das Obst mehr bezahlt als andere Annahmestellen, unterstützt sie damit nicht nur die Anlieferer, die 5 Euro pro Doppelzentner mehr erhalten als der Tagespreis. Sie sorgt auch dafür, dass die Annahmepreise auch anderswo steigen. Das Erfolgsmodell „Steinlachtäler“ zeigt damit, dass man gemeinsam mehr bewegen kann.

Das kann aber auch für andere Themenfelder gelten. Und davon gibt es viele, wie der gestern abend erstmals veranstaltete „Steinlachtäler Streuobst-Stammtisch“ zeigte. Ob fragwürdige Formulare der Zollverwaltung an Stoffbesitzer, Baumbestellaktionen, neue Produkte oder das allgegenwärtige Thema Misteln – die Anwesenden merkten schnell, dass ihre Fragen auch anderswo gestellt wurden. Und dass man sie gemeinsam vielleicht besser beantworten kann.

Freigiebig verköstigt vom gastgebenden Streuobst-Café Pausa kam man die jetzt noch kleine Runde am Ende überein, dass der erste Stammtisch ganz bestimmt nicht der letzte sein wird. Drei- bis viermal pro Jahr möchte man künftig zusammenkommen, vorerst am bewährten Ort am Löwensteinplatz. Bereits terminiert ist der zweite Steinlachtäler Streuobst-Stammtisch auf den 21. Februar 2024 um 19 Uhr. Dazu eingeladen werden alle Streuobst-Interessierten im Steinlachtal. Flankierend sollen kurze Fachvorträge den Einstieg in die zu besprechenden Themenfelder erleichtern.

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