Streuobstbaumschnittroboter

Ja, ist denn heute schon Zukunft? An der Universität Hohenheim schon fast. Denn dort wird derzeit an einem Roboter gebastelt, der irgendwann einmal selbsttätig Bäume schneiden soll. Was visionär klingt, hat einen ernsten Hintergrund. Denn viele Streuobstbäume werden heute nicht mehr gepflegt. Dabei ist ein regelmäßiger Schnitt die Grundvoraussetzung für ein langes Leben der Kulturpflanzen.

Dr. David Reiser vom Institut für Agrartechnik beschäftigt sich mit der Entwicklung eines autonomen Roboters, der in Zukunft den Baumschnitt weitgehend selbstständig übernehmen soll. Der fahrbare Roboter hat einen in verschiedene Richtungen beweglichen Arm, an dem ein Hochentaster montiert ist. So kann die Mini-Kettensäge an die richtige Position gefahren werden. Ein Video demonstriert das Verfahren:

Wo die richtige Position ist? Das ist schon seit Hunderten von Jahren eine gute Frage. Denn es gibt unterschiedlichste Schnitttechniken. Und so kann man vielleicht schon in wenigen Jahren Schnittroboter durch die Mössinger Streuobstwiesen fahren sehen, die dann paarweise unter einem Baum stehenbleiben, um den „Baum zu diskutieren“. Wie dies schon seit Generationen von den Streuobstwiesenbewirtschaftern gemacht wird. Nun aber mit künstlicher Intelligenz.

Weitere Infos zum Projekt der Uni Hohenheim
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Schnittgutabfuhr 2021

Bereits zum achten Mal findet die Mössinger Obstbaum-Schnittgutabfuhr statt. Dieses Jahr im Gebiet zwischen Öschingen und Talheim in der Zeit von Montag, 15. Februar bis Sonntag, 7. März.

Vieles ist dieses und wird auch nächstes Jahr anders sein als bisher. Die Schnittgutabfuhr für das Material aus der Obstbaumpflege als notwendige Unterstützung der Streuobstwiesenbewirtschafterinnen und Bewirtschafter und damit als Beitrag zum Erhalt unserer wertvollen Kultur- und Naturlandschaft bleibt bestehen. 2021 wird die Schnittgutabfuhr im Gebiet zwischen Öschingen Süd und Talheim Ost auf einer Fläche von ca. 230 ha erfolgen.

Abfuhrgebiet 2021

Abfuhrgebiet 2021

Das Gebiet am Filsenberg-Nordhang beginnt beim Häckselplatz in Öschingen und umfasst die Gewanne Breitenfeld, Katzenwadel, Bühläcker, Mittleres Gewand, Steinenbühl, Hölzle, Brand, Auchtert und Hagen, wie die weiße Abgrenzung auf der Abbildung zeigt. Entlang der gestrichelt dargestellten Wege wird das Reisig eingesammelt. Das Reisig sollte von den Anrainern gut zugänglich entlang der ausgewiesenen Wege abgeladen und die anderen Bewirtschafter dadurch nicht behindert werden. Das Reisig darf vom Fahrweg aus nicht hinter den Gräben abgeladen werden, da sonst die Maschinen das Material nicht greifen können. Es darf nur holziges Material, kein Grünschnitt und keine Gartenabfälle bereitgelegt werden, da das Material geschreddert und energetisch verwertet wird.

Die Schnittgutabfuhr findet statt vom Montag, 15. Februar bis Sonntag, 7. März. In dieser Zeit werden dann auch die beiden Häckselplätze Öschingen und Belsen erweiterte Öffnungszeiten haben. Änderungen oder weitere Informationen werden über das Amtsblatt und die Website der Stadt Mössingen, die Website des Netzwerks Streuobst Mössingen e.V. (www.netzwerk-streuobst.de) sowie die Tagespresse angekündigt. Natürlich kann jetzt schon gesammelt werden, die Schnittsaison hat schließlich bereits begonnen und der Lockdown bietet die Chance, sich etwas ausführlicher der Obstbaumpflege zu widmen – vielleicht auch gleich die Mistelausbreitung durch radikale Entfernung aus den Obstbäumen zu stoppen und eine natürliche Weihnachtsdekoration zu erhalten.

Die Durchführung der Maßnahme sowie der Biotoppflegemaßnahmen im Gewann Tabakäcker wird von der Stadt Mössingen finanziert und über den Landschaftserhaltungsverband VIELFALT e.V. mit Landesmitteln gefördert. Schnittgutabfuhr und Pflegemaßnahmen werden von der Grüngruppe der AiS durchgeführt. Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.energiebuendel-und-flowerpower.de und unter www.netzwerk-streuobst.de.

Auszeichnung für AiS-Grüngruppe

Wir freuen uns sehr, dass unser Partner in vielen Projekten, die AiS-Grüngruppe „Streuobst und Naturschutz“ die Auszeichnung der „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ erhalten hat.
Die Laudatorin Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz lobte die AiS-Grüngruppe als vorbildliches Modell, denn „Naturschutz lebt von gesellschaftlicher Zustimmung“. Dem können wir nur beipflichten und sagen herzlichen Glückwunsch!

Tagblatt-Artikel „Naturschutz ist auch sozial“

Reutlinger Projekt: Alte Sorten erhalten

Mit der Broschüre „Die Vielfalt unserer Obstsorten“ ist jetzt ein kleiner Schlussstrich unter das Sortenerhaltungsprojekt des Kreisobstbauverbandes im Landkreis Reutlingen und der Grünflächenberatungsstelle im Landratsamtes Reutlingen gezogen worden. Im Jahr 2015 war der Startschuss und insgesamt 800 Obstwiesen Besitzerinnen und Besitzer meldeten 5.177 Bäume. Dabei kamen 461 Sorten Äpfel, Kirschen, Birnen und Zwetschgen zum Vorschein. Knapp 30 davon, von denen es weniger als drei bekannte Bäume gibt, wurden als sichererungswürdig eingestuft.

Broschüre "Die Vielfalt unserer Streubostwiesen"

In der Broschüre werden speziell die Sorten vorgestellt, die im Sortenerhaltungsgarten gesichert wurden und von hier aus auch wieder vermehrt werden sollen. So dass das kulturelle Erbe der Sorten und ihrer Nutzung auch in Zukunft wertgeschätzt werden kann. Zu finden sind in der Broschüre seltene lokale Sorten wie Aglishardter Kalvill, Fetzerapfel, Christiansapfel, Bastlespafel oder Betzelsbirne, jeweils mit einer ausführlichen Beschreibung.

Die Broschüre ist in der Geschäftsstelle des Kreisverbands der Obst- und Gartenbauvereine im Landratsamt, Kreisamt für nachhaltige Entwicklung, Haydnstr. 5-7 in Reutlingen, E-Mail: gruenflaechenberatung@kreis-reutlingen.de für eine Schutzgebühr von 2 Euro erhältlich.

Bericht zum Projekt unter swp.de (Südwest Presse online)

Hessische Fördergelder gegen Misteln

"Mistelschleudern" bei Gomaringen

„Mistelschleudern“ bei Gomaringen

Misteln sind nicht nur hierzulande ein ernstzunehmendes Problem. Wie sich der Frankfurter Rundschau entnehmen lässt, haben auch hessische Streuobstaktive die Bekämpfung des Schmarotzers auf die Agenda gesetzt. Unterstützt werden sie dabei vom hessischen Umweltministerium, denn dieses finanziert die Entfernung der Misteln mit Fördergeldern. Wäre das nicht auch in Baden-Württemberg denkbar?

Direkt zum Beitrag in der FR

Corona-Mostseminar

Seit 15 Jahren veranstaltet das Netzwerk Streuobst Mössingen zusammen mit dem Kulturcafe in der Kulturscheune Mössingen ein Mostseminar mit Mostverkostung und Prämierung sowie einem Fachvortrag.

Wegen Corona finden die Mostseminare2020 und 2021 leider nicht statt. Das Mostseminar-Urgestein Michael Niethammer stellt daher seine Kurzvorträge in Häppchen zu jeweils fünf bis zehn Minuten in fortschreitender Reihenfolge auf seine Website www.michelskabarett.de in die Rubrik „Mostseminar“! Bislang haben sich dort fünf Folgen angesammelt.

Michael Niethammers Mostseminar
www.michelskabarett.de

Vom Obst zum Most - Mostseminar online von Michael Niethammer

Vom Obst zum Most – Mostseminar online von Michael Niethammer

Apfelerlebnis pur

Viel Spaß hatten die Naturkids am vergangenen Freitag. Zu Gast beim Obst- und Gartenbauverein Mössingen drehten die Kids mit Rollblitz und Eimern ausgestattet eine Runde über das Gelände und sammelten alle gefallenen Äpfel ein. So kam eine bunte Mischung unterschiedlichster Sorten, Farben, Formen und Aromen zusammen. Da musste man schon mal zubeißen für den direkten Vergleich!

Der Muser macht Matsch aus den Äpfeln.

Der Muser macht Matsch aus den Äpfeln.

Dann ging es ans Eingemachte: die frisch gewaschenen Äpfel wurden mit der Apfelmühle in schweißtreibender Handarbeit zerkleinert und so für das Pressen mit der Hydropresse vorbereitet. Kein Problem für die starken Jungs und Mädels, denn zum Durstlöschen stand ja genügend frisch gepresster Apfelsaft zur Verfügung! Abgefüllt in die mitgebrachten Flaschen kamen die Familienmitglieder zu Hause mit in den Genuss und es ließ sich anschaulich vom Erlebten berichten.

Aus der Hydropresse kommt der frische Apfelsaft heraus.

Aus der Hydropresse kommt der frische Apfelsaft heraus.

Das nächste Treffen findet am Freitag, 20.11.2020 um 14 Uhr statt. Dazu sind weitere Kinder herzlich eingeladen. Wer Interesse hat, kann sich per Mail unter kindergruppe@netzwerk-streuobst.de oder telefonisch unter 07473-959495 anmelden.

Jägerin bei den Naturkids

Besonderen Besuch hatten die Naturkids bei ihrem letzten Treffen: Die Jägerin und frischgebackene Naturpädagogin Martina Neuscheler kam mit vielen Fellen und Schädeln im Gepäck zum ersten Treffen nach einer sehr langen Sommerpause.

Ui, ist der weich!

Ui, ist der weich!

Begeistert wurde alles befühlt und die Gebisse auf die Kautauglichkeit getestet. Welches Tier isst was? Warum ist das Fell des Rehwilds im Winter braungrau und kuschelweich und nur im Sommer rotbraun, dafür sehr rauh? Was, bei uns gibt es Marderhunde? Wieso sind Ober- und Unterkieferknochen nicht bei allen Tieren fest verbunden sondern nur durch die Muskeln eingebunden?

Zum Abmarsch in den Wald blies Jagdkollege Peter Hasel für die Gruppe das Jagdhorn. Und dann ging es auf Spurensuche – ein echtes Erlebnis, das wir gerne wiederholen wollen!
Zum vollen Glück hat das Ehepaar beigetragen, das gerade Karotten frisch vom Acker geholt hat und jedem Kind spontan eine angeboten hat. Erde grob abgewischt und knack – war das lecker! Herzlichen Dank auch dafür!

Karotten - direkt vom Acker

Karotten – direkt vom Acker

Das nächste Treffen der NaturKids steht schon am Freitag, 23.10.2020 von 14 bis 16 Uhr an, der Treffpunkt ist themenspezifisch wechselnd und wird bei der Anmeldung unter kindergruppe@netzwerk-streuobst.de bekannt gegeben.

Regen und Sonne beim Apfelaktionstag für Kinder

Bibbern und Schwitzen mussten zuerst die Eltern – bei der Auswahl der richtigen Kleidung. Dann bibberten und schwitzten die Kindern. Denn vom windunterstützten Nieselregen um 12 bis zur sengenden Nachmittagssonne um 15 Uhr war alles dabei am Samstag beim Apfelaktionstag für Kinder auf dem Löwenstein. Rund 30 Kinder nutzten die apfeligen Angebote vom Apfelnageln bis zum Seifenraspeln und vom Apfeltaschendruck bis zum Apfelsaftherstellen. Die Eltern gingen derweil spazieren oder wärmten sich im Café Pausa die Finger an einer heißen Tasse Kaffee.

Als kleinen Ausgleich für viele pandemiebedingte Veranstaltungsausfälle – auch das bei Familien beliebte Apfelfest musste abgesagt werden – organisierte das Netzwerk Streuobst Mössingen diesen Tag. Viele glückliche Kindegesichter entschädigten für den hohen Aufwand, der ebenfalls pandemiebedingt betrieben werden musste, um diesen Aktionstag stattfinden lassen zu können.

Mit Muskelkraft wird aus geschredderten Äpfeln leckerer Apfelsaft

Mit Muskelkraft wird aus geschredderten Äpfeln leckerer Apfelsaft

Farbenfroher Apfeltaschendruck

Farbenfroher Apfeltaschendruck

Wie beim Apfelnageln ein Birnenbild entsteht

Wie beim Apfelnageln ein Birnenbild entsteht

Duftige Seifen selber gemacht

Duftige Seifen selber gemacht