Mössinger Apfelverkauf

20.000 Apfelbäume stehen rund um Mössingen – so viele, wie es Mössinger:innen gibt. Weil manche aber mehr, andere weniger haben, stellt sich manchem Nichtbesitzer im Herbst die Frage: „Wo kann man eigentlich Mössinger Äpfel kaufen?“ Und manchem Besitzer: „Wie kriege ich meine Äpfel los?“ Das brachte uns auf eine Idee: Warum nutzen wir die Apfelwoche nicht, um die Äpfel zu verkaufen, die bei den einen zu viel und bei den anderen zu wenig sind?

Das geht ganz einfach. Wer Äpfel hat und verkaufen möchte, der stellt sie während der Apfelwoche in einer Kiste (oder zwei oder drei) auf seinem Grundstück an die Straße und meldet uns die Adresse. Wir tragen alle Adressen in eine Karte ein, die auf der Website des Netzwerks Streuobst eingesehen und heruntergeladen werden kann. Und schon weiß jeder, welcher Nachbar Äpfel verkauft.

Äpfel

Und so geht‘s:

    Logo "Mössinger Apfelverkauf"

  1. Wer Äpfel verkaufen möchte, meldet dies bis Do, 23.9. unter info@netzwerk-streuobst.de. Auf jeden Fall Name und Adresse sowie – falls bekannt – Sorten angeben. Wir schicken zur Bestätigung das Apfelverkaufs-Logo (siehe rechts) zu, das dann ausgedruckt werden kann.
  2. Ab Montag, 27.9. sind unter www.netzwerk-streuobst.de alle Verkaufsstellen auf einem Stadtplan zu sehen und downloadbar
  3. Verkäufer:innen stellen während der Apfelwoche (von 27.9. bis 3.10.) die Äpfel auf dem eigenen Grundstück, z.B. im Vorgarten bereit und heften das Apfelverkaufs-Logo an die Gartentür. Wie die Äpfel angeboten werden, bleibt den Verkäufern überlassen. Es muss jedoch der Preis pro Kilo angegeben werden. Unsere Preisempfehlung: 2 Euro pro Kilo.
  4. Interessierte holen sich die Äpfel und zahlen persönlich oder in ein bereitgestelltes Kässle bar.

Ob dieses Experiment funktioniert, hängt davon ab, wie viele sich daran beteiligen, wie das Angebot angenommen wird und nicht zuletzt, wie die Ernte ausfällt. Machen Sie mit!

Alle Daten in Kürze:

  • Anmeldung bis 23.9. unter info@netzwerk-streuobst.de (Name / Adresse / Sorten angeben)
  • Preisempfehlung: 2 Euro pro Kilo
  • Karte unter www.netzwerk-streuobst.de abrufbar

Äpfel in Kisten

Mistel-Vortrag

Zum Auftakt des neuen Netzwerk-Projekts „Ausmisteln“ wird im Rahmen der Mössinger Apfelwoche zunächst über das Mistelproblem informiert – und was man dagegen tun kann. Dazu gibt es einen Vortrag von Hans G. Wener, Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Mössingen. Er informiert in anschaulicher Weise über das große Problem der Laubholzmistel in unseren Streuobstbäumen und zeigt entsprechende Maßnahmen zur Bekämpfung.

Freitag, 24.9. um 16 Uhr
Lehr- und Schaugarten des OGV Mössingen
Im weiten Hardt

Ein nahebei gelegener vermistelter Apfelbaum dient als Schauobjekt. Mit der Stangensäge wird an dem längere Zeit nicht gepflegtem Baum ein Verjüngungsschnitt durchgeführt. Im Rahmen dieser Maßnahme werden die (noch im Laub versteckten) Misteln entsprechend entfernt. Kleinere befallene Äste können ganz entfernt werden, die Mistel an den Leitästen können Baum und Statik schonend abgeschnitten werden.

"Vermistelter" Apfelbaum

„Vermistelter“ Apfelbaum. Wegen der Belaubung sind die Misteln noch nicht gut zu erkennen. Im Winter ändert sich das.

Vormerken: Am 22. November 2021 wird in einer gemeinsamen Aktion des Netzwerks Streuobst Mössingen, der Stadt Mössingen und des NABU Mössingen den Misteln der Kampf angesagt. Näheres folgt.

Energiewendetage BW 2021

Wer unser Projekt „Energiebündel & Flowerpower“ schon länger verfolgt, erinnert sich vielleicht noch an die visionäre Vorstellung von Dieter Neth beim 2. Referentenworkshop im Oktober 2014 und seinen Vortrag. Sieben Jahre später wird aus der Vision Realität und wer’s nicht glaubt, kann nachschauen. Das Projekt Kastanienhof Bodelshausen ist eines von acht Projekten, die bei den Energiewendetagen Baden-Württemberg 2021 vorgestellt werden. Und wo? Im Kastanienhof Bodelshausen!

Energiewendetage BW 2021
und
Tag der offenen Tür Kastanienhof mit Erzeugermarkt
Bodelshausen am 18. und 19. September 2021

Die Wärmewende in der Region Neckar-Alb
► Ort: Kastanienhof, 72411 Bodelshausen, Ofterdinger Straße 14
► Datum: Samstag 18. und Sonntag 19. September 2021
► Uhrzeit: Eröffnung der Energiewendetage 18.09. um 13.00 Uhr

Eröffnung der Energiewendetage 2021 im Kastanienhof um 13.00 Uhr

  • Eugen Höschele, Verbandsvorsitzender des Regionalverbandes Neckar-Alb
  • Begrüßung: Die Ergebnisse des Projekts ENTRAIN in Zusammenarbeit mit den Klimaschutzagenturen der Landkreise Tübingen, Reutlingen und Zollernalb
  • Wolfgang Welte, Geschäftsführer KBF gGmbH und Gastgeber:
    Grußwort – Der Kastanienhof und seine zukunftsorientierte Energie- und Wärmeversorgung
  • Joachim Walter, Landrat des Landkreises Tübingen:
    Die Wärmewende und ihre Bedeutung für den Landkreis Tübingen und die Region Neckar-Alb und die Aufgaben und Ziele der Klimaschutzagenturen
  • Prof. Dr. Bastian Kaiser, Rektor der Hochschule Rottenburg
    Die Bedeutung der Wärmewende für unsere Umwelt
    „Es ist nicht fünf vor Zwölf, die Glocke hat schon geschlagen, nun müssen es auch alle hören!“

Präsentationen, Ausstellungen und Vorträge
• Präsentation der acht Pilotprojekte, der Klimaagenturen der Region und der Projektpartner von ENTAIN
• Die Kurzfilme zur Wärmewende in den drei Landkreisen
• Anlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung auf Basis regenerativer Energien
• Die Produktion von Pflanzenkohle und laufende Vorträge über die vielfältigen Möglichkeiten der Pflanzenkohleverwendung und der Einbindung der Abwärme in Nahwärmenetze.

Rahmenprogramm
– Tag der offenen Tür des Kastanienhofs und Erzeugermarkt,
– für das leibliche Wohl der Besucher wird folglich in vielfältiger Weise gesorgt.
– energiereiches Kinderprogramm

Das Projekt ENTRAIN
Der Regionalverband Neckar-Alb, der Holzenergiefachverband (HEF) und Solites (Steinbeis Forschungsinstitut für solare und zukunftsfähige thermische Energiesysteme) sind Partner im EU-Projekt ENTRAIN, das darauf abzielt, in sechs EU-Regionen für einen breiteren Einsatz von Nahwärmenetzen mit hohen Anteilen an erneuerbaren Wärmeenergiequellen zu sorgen.
Nahwärmenetze gelten als Hauptoption für eine effiziente erneuerbare Wärmeversorgung sowohl für städtische als auch für ländliche Gebiete und damit als Infrastruktur, die den Übergang zu höheren Anteilen an erneuerbarer Energie bringen.
Baden-Württemberg gilt als Vorreiterregion innerhalb Europas in Bezug auf die Wärmeversorgung mit Biomasse. Ein weiterer Ausbau dieser Netzwerke ist Teil der jüngsten nationalen und regionalen Klima- und Energiestrategien, die einen Schwerpunkt auf die erweiterte Nutzung von Biomasse und eine verbesserte Integration von Solarthermie und Abwärme zur Verbesserung der Luftqualität und Förderung einer effizienteren Nutzung von Biomasse haben.

Ausführliche Einladung mit Anfahrtsbeschreibung als PDF

Spannendes Kinderferienprogramm mit Äpfeln

Am vergangenen Freitag trafen sich 15 Kinder im Rahmen des Ferienprogramms im Lehrgarten des OGVs Mössingen, um gemeinsam mit Betreuern des Netzwerks Streuobst der Spur des Apfels und der Wildbienen zu folgen. Nach einem kurzen Rundgang durch den Schaugarten gab es einen kleinen Einblick in das Leben der Wildbienen, die ja wichtige Bestäuber in der Streuobstwiese sind. Im Frühjahr und Sommer ist bei gutem Wetter meist ein reges Treiben an der Wildbienennisthilfe zu sehen und um dieses anschaulicher zu machen, flogen einige Kinder als Wildbienen durch den Obstgarten und legten im Modell eigene Brutzellen an. Andere Kinder bastelten „Surrbienen“.

Surrbienen

Viel Spaß gab es auch bei der Rollblitz-Rallye. Schließlich ist es gar nicht so einfach, alle Äpfel schnell zu sammeln und sicher in den Zieleimer zu transportieren. Aber natürlich durfte auch das Pressen von frischem Apfelsaft nicht fehlen. Nach dem Sammeln der Äpfel ging es an die Arbeit und bald konnte der leckere, süße Saft probiert werden. In Flaschen abgefüllt und mit selbstgestalteten Etiketten verziert kam im Anschluss die ganze Familie in den fruchtigen Genuss. Dazu grillten wir noch die roten Würste, die uns die Metzgerei Grießhaber gespendet hatte. Die Eltern wurden nach der Veranstaltung von vielen surrenden Bienen und satten Kindern begrüßt.

Wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat, am 3. Oktober organisiert das Netzwerk Streuobst im Rahmen der Mössingen Apfelwoche einen Kinderaktionstag auf dem Löwensteinplatz beim Café Pausa. Weitere Informationen findet ihr unter netzwerk-streuobst.de oder in der Broschüre zur Apfelwoche, die jetzt an vielen Stellen ausliegt. Für den Kinderaktiontag ist eine Anmeldung unter apfeltag@netzwerk-streuobst.de erforderlich.

Mistelforscherin in Mössingen

Im weiten Hardt, unweit des Lehr- und Schaugartens des Mössinger Obst- und Gartenbauvereins, läuft derzeit eine Bachelor-Arbeit der Forststudentin an der Rottenburger Hochschule für Forstwirtschaft, Karolin Kleinz.

Sie untersucht den Ausbreitungsmechanismus des Halbschmarotzers an einem ca. 60 Jahre alten Apfelbaum. Über 300 Einzelmisteln hat sie dokumentiert. An dem jährlichen Zuwachs kann sie das Alter der jeweiligen Mistel feststellen. Mit Hilfe des Abstandes der Jahresringe im Stamm kann der Zuwachs protokolliert werden und die Reduzierung des Zuwachses im Holz zeigt die nachhaltige Schwächung des Baumes durch die Mistelbelastung. Die Sorte ist nicht feststellbar, da der Baum schon seit Jahren keine Früchte mehr trägt. Er ist abgängig, der Mistelbewuchs hat seinen Wirt so geschwächt, dass die eigene Versorgung nicht mehr möglich ist. Die Blattmasse wird nicht mehr erneuert, der Baum geht ein. Bei mangelnder Pflege, d.h. wenn bei den Baumpflegearbeiten der unerwünschte Zuwachs des Halbschmarotzers nicht rechtzeitig entfernt wird, breiten sich die Mistel auf dem Baum aus. Der Wirtsbaum wird geschwächt durch Wasserverlust und Nährstoffentzug. Die zurückliegenden Jahre mit weniger Niederschlag haben die Bäume geschwächt, sie sind nicht mehr so widerstandsfähig gegen den Eindringling. Selbst bei Birnbäumen kann man die Mistel zwischenzeitlich finden.

abgeschnittene Mistel

Wie aggressiv das Wuchsverhalten der Mistel ist sieht man an diesem Bild. Eine abgeschnittene Mistel hat nach 3 Tagen schon Wurzeln gebildet.

Was kann man dagegen tun?
Grundsätzlich ganzjährig entfernen, bei jeder Baumpflege alle, auch die kleinsten Mistelauswüchse, sofort abschneiden. Schon die Entfernung der weiblichen Mistel mit den klebrigen Beeren reduziert den Befallsdruck für die anderen Bäume. Einige Vogelarten (Misteldrossel, Seidenschwanz und Mönchsgrasmücken) ernähren sich von Beeren, nach dem Verspeisen putzen sie den verschmierten Schnabel an dem Astwerk an anderen Bäumen ab und verbreiten so die Samen. Auch nach der Verdauung wird durch den Kot der Samen auf andere Bäume übertragen.

Mistel am Baum

Einmal im Baum verwachsen verbreitet sich die Mistel durch ihre Haustorien (Wurzeln unter der Rinde) im ganzen Baum.

Mistel schneiden mit Säge

Bei stärkerem Befall ist es oft schwierig, ganze Astpartien (z.B. Fruchtäste) mit den Misteln abzusägen.

Mistel schneiden mit Säge

Am besten ist es den befallenen Ast Richtung nicht befallene Baummitte abzusägen.
Bei statisch wichtigen Ästen (Leitäste) ist schon die Entfernung der Mistel am Hauptast hilfreich.
Mit einer ausziehbaren Stangensäge lässt sich das auch ohne Leiter auch in größeren Höhen bewerkstelligen.

[Text und Bilder: Hans Wener]

Städtisches Obst für alle!

Die Stadt Mössingen hat selbst jede Menge Obst, kann das aber leider selbst nicht verwerten. Die Bürgerinnen und Bürger hingegen können:

Äpfel-Verkauf
Wer Interesse an leckeren Äpfel aus heimischen Streuobstwiesen hat, kann selbst welches ernten. Der Verkauf der Äpfel aus den städtischen Streuobstwiesen wird nach Anmeldung bei der Liegenschaftsverwaltung und, falls notwendig, nach Terminabsprache direkt auf den Wiesen durchgeführt. Einfach bei Annette Deininger, Telefon 07473 / 370-341 oder Celine Wels, Telefon 07473 / 370-337 melden. Die Bestellungen werden nach Eingang gelistet und bearbeitet. Solange Obst vorhanden ist!
Offizielle Stadtmitteilung: Städtischer Obstverkauf mit Anmeldung

Zwetschgen: kostenlos!
Unterhalb der Olgahöhe können Zwetschgen kostenlos – klar auf eigenes Risiko – aufgesammelt werden. Die Fläche ist in einem Lageplan grau markiert und vor Ort mit vier Eckbäumen mit rot-weißem Flatterband gekennzeichnet.
Offizielle Stadtmitteilung: Zwetschgen kostenlos!

Mössinger Apfelwoche: zehnjähriges Jubiläum!

Leider lässt die Pandemie ein Mössinger Apfelfest mit vielen Tausend Besuchern nicht zu. Feiern können wir aber das zehnjährige Jubiläum der Mössinger Apfelwoche. Coronabedingt wird sie etwas schmaler ausfallen als die letzten Jahre, dafür gibt es schöne neue Ideen, Aktionen und Veranstaltungen. Auf immerhin 44 Seiten trägt das heute erschienene Programmheft alles zusammen, was in der Jubiläums-Apfelwoche passiert.

Die Stadtverwaltung Mössingen etwa ruft gemeinsam mit dem Netzwerk Streuobst zur Foto-Challenge auf Instagram. Gesucht werden lustige, stimmungsvolle oder originelle Apfelbilder unter dem Hashtag #apfelwoche21. Natürlich gibt es tolle Preise zu gewinnen!

Am Apfelsamstag begrüßen wir zusammen mit der Bürgerstiftung Mössingen das einzige Theater der Welt für heimische gefährdete Tierarten. „Fräulein Brehms Tierleben“ beschäftigt sich theatralisch und wissenschaftlich zugleich mit einem Tier, das für den Apfel sehr wichtig ist: Die Wildbiene.

Titel des Programmhefts zur 10. Mössinger ApfelwocheCoronakonform wird es überall zugehen, daher werden bei vielen Veranstaltungen Voranmeldungen nötig sein. So auch beim Apfelaktionstag für Kinder am Apfelsonntag, 3. Oktober, bei dem Grundschulkinder endlich mal wieder auf ihre Kosten kommen.

Wo gibt es in Mössingen eigentlich Mössinger Äpfel zu kaufen? Gleich ums Eck – wenn alle, die zu viele Äpfel haben, an die verkaufen, die zu wenig haben. Wie das geht? Ganz einfach: Im Programmheft steht’s. Und auch für ein anderes Problem auf unseren Streuobstwiesen gibt es eine Lösung: Ausmisteln! Denn 2022 soll es wieder heißen: „Man muss die Äpfel feiern, wie sie fallen“ – beim 16. Mössinger Apfelfest!

Das Programmheft wird ab Montag, 13.9. überall in Mössingen erhältlich sein. Vorab kann es aber auch schon digital betrachtet werden. Viel Vergnügen!

Preisbarometer Streuobst

Mostäpfel

Sechs, zwölf, 25 Euro/dt: Wer zahlt wie viel für das wertvolle Obst aus Streuobstbeständen? Diese Frage beantwortet ab dieser Obstsaison der neue „Streuobstbarometer“. Zusammen mit Partnern aus Österreich macht Hochstamm Deutschland e.V. nun die Erzeugerpreise fürs Mostobst transparent.

Milchbauern kennen ihn: den Preisvergleich ihrer Molkereien. Bei vielen landwirtschaftlichen Produkten – Kartoffel, Getreide, Fleisch – gibt es regelmäßige Veröffentlichungen zu den Preisen, die Abnehmer ihren Erzeugern ausbezahlen. Solch ein Vergleich der Erzeugerpreise fehlt bisher beim Mostobst. Der „Streuobstbarometer“ – eine Initiative von Hochstamm Deutschland e.V., dem österreichischen Netzwerk ARGE Streuobst und der Ökoland-Vertriebs GmbH Österreich – schafft Abhilfe.

Wie viel zahlt welche Kelterei?

Sechs, zwölf oder 25 Euro/dt: Welche Kelterei oder Abnehmer wie viel zahlt – kaum einer hat den Überblick. Das Streuobst-Preismonitoring zeigt deshalb, wer welche Preise für das wertvolle Mostobst zahlt. Transparente Preise helfen Mostobstlieferanten bei der Wahl, welcher Abnehmer für sie in Frage kommt. Zwischenhändler haben die Möglichkeit durch den Preisvergleich für höhere Preise zu argumentieren. Abnehmer bekommen Wissen über Preise ihrer Mitbewerber. Außerdem begünstigen faire Erzeugerpreise die Selbstdarstellung der Abnehmer.

Große Menge geernteter Äpfel

Modellprojekt 2021

Das gemeinsame Projekt der ARGE Streuobst, der Ökoland-Vertriebs GmbH und Hochstamm Deutschland startet in diesem Jahr mit einer vereinfachten Version. Grundlage ist eine Online-Abfrage. Dort tragen Mostobstlieferanten ihre erlebten Erzeugerpreise ein. Nach Ende der Mostobsternte fassen die drei Initiatoren die abgelaufene Saison zusammen, erstellen eine Rangliste und zeigen Positivbeispiele. Dabei unterscheiden sie u.a. nach Regionen, Art des Abnehmers (Keltereien, Aufpreisinitiaitve etc.), Bewirtschaftungsvorgaben sowie des Zeitpunkts der Anlieferung. Nach diesem Testlauf 2021 erhalten interessierte Streuobstbewirtschafter im nächsten Jahr die Möglichkeit die Preise ihrer Keltereien tagesaktuell zu vergleichen. Dafür entwickeln die Partner aus Deutschland und Österreich die Online-Datenbank weiter. Eine Ausgabefunktion zeigt tagesaktuelle Preise. Der Obstlieferant klickt auf die gewünschten Abnehmer auf einer Landkarte, die Preise erscheinen.

Und warum?

Wie immer geht es Hochstamm Deutschland e.V. und seinen Partnern um eines: die Streuobstbestände für die Zukunft fit zu machen. Die Bewirtschafter verdienen für ihre harte Arbeit einen angemessenen Preis. Beim Beispiel Milch setzen diese monatlichen Preismeldungen ein Anreiz für die Molkereien, eine möglichst hohe Platzierung zu erreichen. Außerdem helfen transparente Preise dabei, die in der Ökonomie bekannten „Informationsasymmetrien“ abzubauen. D.h. jeder Markteilnehmer kennt seine Möglichkeiten und handelt dementsprechend. Obstlieferanten erhalten die Chance ihre Mengen zu bündeln und an besser zahlende Abnehmer auch über weitere Strecken zu liefern. Wird dies vertraglich festgelegt, hilft dies sowohl den Abnehmern (Planungssicherheit) als auch den Lieferanten (höhere Preise).

Hier mitmachen.

Symbolbild Preisbarometer

Helfer für Obstannahme gesucht!

Äpfel in Säcken

Bald ist wieder Erntezeit.

Zwar dürfte dieses Jahr die Apfel- und Birnenernte etwas dünner ausfallen, dennoch möchte das Obst gerne abgegeben werden. Zum Glück wird es nach dem altersbedingten Aus der bisherigen Annahmestelle Streib in Mössingen weiterhin eine Obstannahme geben. Die Inklusionsfirma „Arbeit in Selbsthilfe“ gGmbH (AiS) übernimmt diese Aufgabe ab Herbst 2021.

Nun sucht die AiS Helfer für die „heiße“ Erntezeit. Wer es sich vorstellen kann, in den Monaten September und Oktober drei- bis viermal pro Woche in Obst zu „baden“ und das nebenberuflich oder als Rentner:in unterbringt, der ist hier richtig. Interessierte melden sich bitte bei Frau Armbruster unter Tel. 07473.377465 oder a.armbruster@arbeit-in-selbsthilfe.de.