Wetter gut – Baumschnitt gut

Am vergangenen Samstag war es auf der Netzwerkwiese mal wieder soweit: Die Bäume erhielten den jährlichen Schnitt.

Bäume schneiden 1

Jeder Baum wird erst dikutiert und dann bearbeitet.

Bäume schneiden 2

Die Wintersonne wärmt bei der Arbeit.

Bäume schneiden 4

Bei älteren Bäumen muss man manchmal hoch hinauf.

Bäume schneiden 3

Das Schnittgut wird gleich abtransportiert und verwertet.

Schnittgutabfuhr 2022

Die Schnittgutabfuhr zwischen Öschingen und Mössingen Nord beginnt am Montag, 7.2. und dauert bis mindestens Sonntag, 27.2. Sollte die Witterung dies nicht zulassen, kann das Schnittgut selbstverständlich trotzdem bereitgelegt werden, die Abfuhr auf den jeweiligen Wegen wird erfolgen, sobald es technisch möglich sein wird. An den befahrbaren Wegen (siehe Karte) wird das Material aus der Obstbaumpflege zur Unterstützung der Streuobstwiesenbewirtschafter*innen abgefahren und dient damit als Beitrag zum Erhalt unserer wertvollen Kultur- und Naturlandschaft.

Luftbild des Abfuhrgebiets 2022

Entlang der gestrichelt dargestellten Wege wird das Reisig eingesammelt. Dazu sollte es von den Anrainern gut zugänglich entlang der ausgewiesenen Wege abgeladen und die anderen Bewirtschafter dadurch nicht behindert werden. Das Reisig darf vom Fahrweg aus nicht hinter den Gräben abgeladen werden, da sonst die Maschinen das Material nicht greifen können. Es darf nur holziges Material, kein Grünschnitt und keine Gartenabfälle bereitgelegt werden, da das Material geschreddert und energetisch verwertet wird. Zur Arbeitserleichterung aller Mössinger Streuobstwiesenbewirtschafter*innen werden zeitgleich die Häckselplätze Belsen und Öschingen ganztags von 8 bis 17 Uhr geöffnet sein. Zeitliche Verschiebungen werden zusätzlich über das Amtsblatt, die Website der Stadt Mössingen sowie die projektbegleitende Website (www.energiebuendel-und-flowerpower.de) bekannt gegeben.

Das Gebiet umfasst 2022 von Mössingen aus die Gewanne Schlattwiesen, Im weiten Hardt, In der Mulde, Beim Weiher, Nehrener Gäßle, Im engen Hardt und Bei der Silberburg. Entlang des Firstbergs bis nach Öschingen wird in den Gewannen Wacht, Vorlehen, Schmiedsgrund, Pfarrersgrund, Vor Hegwies, Lafen, der gesamte Firstberg bis zum Öschenbach sowie auf der Hochfläche des Firstbergs in den Gewannen Firstberg, Ob den Halden, Weidenweg und Bühl das Schnittgut abgefahren.

Die Durchführung der Maßnahme wird von der Stadt Mössingen finanziert und über den Landschaftserhaltungsverband VIELFALT e.V. mit Landesmitteln gefördert. Die Schnittgutabfuhr wird „inklusiv“ von den Grüngruppen „Streuobst und Naturschutz“ der AiS (Arbeit in Selbsthilfe) durchgeführt. Begleitend werden Biotoppflegemaßnahmen durch die Grüngruppen umgesetzt, ebenfalls im Auftrag der Stadt Mössingen und unterstützt durch VIELFALT e.V..

Logo von "Schaff's gut": Schaf auf Traktor mit Hänger voller WerkzeugeÜbrigens: Wem die richtigen Werkzeuge für den Obstbaumschnitt fehlen, der kann sich gerne an den Streuobstgeräteverleih Schaff’s gut wenden.

Mistelsymposium

Die Misteln sind nicht nur hierzulande auf dem Vormarsch und gefährden die Streuobstbestände. Der Landschaftsverband Rheinland veranstaltet daher am kommenden Freitag, 28.1. (15-18 Uhr) ein „Mistelsymposium“, das online stattfindet. Ziel der Tagung ist es, „Expertenwissen zusammenzutragen, die Aspekte des Naturschutzes abzuwägen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, wie eine weitere Ausbreitung verhindert werden kann. Fachvorträge werden auch Themen wie Vermarktung, Anbau und Ernte beleuchten und zur Diskussion anregen.“ Wer sich für das Thema interessiert, kann sich hier anmelden:

Biologische Station im Kreis Euskirchen e.V.
e.sprunkel@biostationeuskirchen.de
Tel. 02486 95070

Weihnachtsbaum-Upcycling in der Obsti

„Wohin mit dem Weihnachtsbaum?“ – „Aufessen!“

Tatsächlich lässt sich aus dem ausgedienten Christbaum noch viel mehr produzieren als man sich vorstellen kann. Beim ersten Kurs der Obstwerkstatt im neuen Jahr zeigt Gyda Rupprecht, was man alles machen kann und wie es geht.

Blick in die Obstwerkstatt von oben

Am Anfang steht Zupfen. Zwar lässt sich auch aus dem Holz noch mehr machen als es einfach zu verbrennen, aber Hauptstoff ist und bleibt die Nadel. Allerdings gilt es darauf zu achten, dass sie von einem ungespritzten Baum kommt. Damit fallen die üblichen Nordmanntannen vom Baumarkt weg, denn die stammen in der Regel aus Monokulturen. Gut geeignet hingegen ist die Fichte oder Weißtanne aus dem Ofterdinger Wald. Giftig ist die Eibe, aber die ist auch eher selten im weihnachtlichen Wohnzimmer.

Zupfen, schneiden, mahlen, kochen, probieren - aus Nadeln lässt sich viel mehr machen als man denkt.

Zupfen, schneiden, mahlen, kochen, probieren – aus Nadeln lässt sich viel mehr machen als man denkt.

Rund 20 begeisterte Teilnehmer:innen lernten am vergangenen Freitag, wie man Christbaum-Tee kocht, Christbaum-Sirup oder -Essig herstellt, woraus Baumsalz oder -zucker gemacht wird. Auf der Agenda standen auch eingelegte Eier mit Tannennadeln, Tannenbaum-Oxymel und Weihnachtsbaum-Shampoo. Dem eigenen Wohlbefinden mag auch das Christbaum-Körperöl dienen. Sogar der verbrannte Baum kann als Asche noch weiterverarbeitet werden.

Nach über drei Stunden zupfen, schneiden, mahlen, kochen, probieren fragt der dreizehnjährige Thomas: „Machen wir das nächstes Jahr wieder?“ Gyda Rupprecht strahlt: „Jetzt auf jeden Fall!“

Obstwerkstatt-Programm 2022

Die „Obsti“ startet durch! 2022 gibt es so viele Kurse und Angebote wie noch nie. Jetzt liegt ganz druckfrisch das Kursprogramm vor und bereits am morgigen Freitag startet der erste Kurs. Darum gilt es jetzt, schnell das bis Juli konzipierte Programm durchzuforsten und die Kurse zu buchen, solange sie noch frei sind. In den Sparten Kinder, Teenies, Kochen, Selbstgemacht, Kräuterführung und Entspannung bieten die vier Kursleiterinnen ein wild gemischtes Programm, in dem für jeden etwas dabei ist. Reinschauen, Buchen, Mitmachen!

Programm der Obstwerkstatt 2022

Programm der Obstwerkstatt 2022

Schnittgutabfuhr 2022 – Vorankündigung

Bald beginnt die Schnittgutabfuhr für das Material aus der Obstbaumpflege, die 2022 im Gebiet zwischen Öschingen und Mössingen Nord auf einer Fläche von ca. 230 ha erfolgen wird. Sie dient der Unterstützung der Streuobstwiesenbewirtschafterinnen und -bewirtschafter und damit als Beitrag zum Erhalt unserer wertvollen Kultur- und Naturlandschaft. Sie findet jedes Jahr in einem anderen Teilgebiet der Gemarkung Mössingen statt und deckt so in einem 5-Jahres-Zyklus alle Streuobstgebiete ab. Vorgesehen ist die Schnittgutabfuhr für Mitte Februar, gesammelt werden kann natürlich schon jetzt, die Schnittsaison ist eröffnet!

Das Gebiet umfasst 2022 von Mössingen aus die Gewanne Schlattwiesen, Im weiten Hardt, In der Mulde, Beim Weiher, Nehrener Gäßle, Im engen Hardt und Bei der Silberburg. Entlang des Firstbergs bis nach Öschingen wird in den Gewannen Wacht, Vorlehen, Schmiedsgrund, Pfarrersgrund, Vor Hegwies, Lafen, der gesamte Firstberg bis zum Öschenbach sowie auf der Hochfläche des Firstbergs in den Gewannen Firstberg, Ob den Halden, Weidenweg und Bühl das Schnittgut abgefahren. Ob Ihre Streuobstwiese innerhalb des genannten Gebietes liegt, können Sie anhand der weißen Grenzlinie auf nebenstehender Karte entnehmen. Das Reisig kann bereits jetzt entlang der befahrbaren Wege im Gebiet abgelegt werden. Zur Arbeitserleichterung aller Mössinger Streuobstwiesenbewirtschafterinnen und –Bewirtschafter werden zudem die Häckselplätze Belsen und Öschingen für einen längeren Zeitraum ganztags geöffnet sein.

Abfuhrgebiet 2022: Zwischen Mössingen-Nord und Öschingen

Abfuhrgebiet 2022: Zwischen Mössingen-Nord und Öschingen (Klick für größere Darstellung)

Es darf nur holziges Material, kein Grünschnitt und keine Gartenabfälle bereitgelegt werden, da das Material geschreddert und energetisch verwertet wird. Die konkreten Abfuhrwege, Zeitraum der Schnittgutabfuhr und der geöffneten Häckselplätze werden Sie über das Amtsblatt, die Website der Stadt Mössingen sowie die projektbegleitende Website (www.energiebuendel-und-flowerpower.de) erhalten.

Die Durchführung der Maßnahme wird von der Stadt Mössingen finanziert und über den Landschaftserhaltungsverband VIELFALT e.V. mit Landesmitteln gefördert. Die Schnittgutabfuhr wird „inklusiv“ von den Grüngruppen „Streuobst und Naturschutz“ der AiS (Arbeit in Selbsthilfe) durchgeführt. Begleitend werden Biotoppflegemaßnahmen durch die Grüngruppen umgesetzt, ebenfalls im Auftrag der Stadt Mössingen und unterstützt durch VIELFALT e.V..

Logo von "Schaff's gut": Schaf auf Traktor mit Hänger voller WerkzeugeÜbrigens: Wem die richtigen Werkzeuge für den Obstbaumschnitt fehlen, der kann sich gerne an den Streuobstgeräteverleih Schaff’s gut wenden.

Erfolgreicher Aktionstag „Ausmisteln!“

Am Samstag, 20.11. ging es den Misteln im Gewann Auchtert unterhalb der Lindenstelle an den Kragen. Zusammen mit der Stadt Mössingen, den Obst- und Gartenbauvereinen Mössingen und Belsen sowie dem NABU Mössingen hatten wir zu einer gemeinsame Mistelaktion aufgerufen, an der sich alle Mössingerinnen und Mössinger beteiligen konnten. Und es kamen viele!

Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Gönner und einer kurzen Einführung durch Hans Wener schwärmten etwa 30 Mistelfighter in die vermistelten Allmandteile aus. Die stark befallenen Bäume wurden vom Boden aus mit Stangensägen von ihren Schmarotzern befreit. Wo die Misteln zu hoch hingen, stieg ein professioneller Baumpfleger in die Wipfel. Ob kleine Schnitte oder ganze Äste, der Baumschnitt samt Misteln stapelte sich zügig an der Straße. Nach zwei Stunden sahen die Bäume licht und mistelfrei aus und haben jetzt die Chance ohne schädliche Schmarotzer weiterzuwachsen. NABU und OGVs wurden an diesem Tag nicht müde zu erläutern, dass die Laubholzmistel keineswegs unter Naturschutz steht. Sie darf und soll von den Obstbäumen entfernt werden, um die ohnehin rückläufigen Streuobstbestände nicht weiter zu gefährden.

Als besonders geeignetes Werkzeug hat sich die sogenannte Stangensäge erwiesen, eine stabile ausziehbare Säge, mit der auch ohne eine Leiter in hohen Streuobstbäumen Äste und Misteln entfernt werden können. Diese Säge kann beim Geräteverleih Schaff´s gut! des Netzwerks Streuobst entliehen werden (Kontakt: 07473.9568847 oder info@cafe-pausa.de).

Die erfolgreiche Aktion wurde mit einem Vesper beendet, wobei die geschärften Blicke schon auf nächste Einsatzgebiete schweiften. Diese Mistelaktion wird nicht die letzte bleiben!
Zu wünschen bleibt, dass die Pächter der nun mistelfreien Stückle ihre Bäume weiterpflegen und unerkannte Jungmisteln in den nächsten Jahren konsequent entfernen. Das könnte ein Signal für das ganze Gebiet im Auchtert sein, wo es immer noch viele mistelbefallene Bäume gibt.

Einen herzlichen Dank an alle engagierten Mistelfighter und die Stadt Mössingen für das Vesper.
Weitere Informationen finden sich auch auf der Projektseite.

Misteln, wir kommen!

Über das akute Thema Misteln haben wir an dieser Stelle schon einige Male berichtet. So gab es zur Mössinger Apfelwoche einen Open-air-Vortrag von Hans Wener, wir schauten der Mistelforscherin Karolin Kleinz über die Schulter und auch anderswo wird die Mistel bekämpft. Im April wurden Netzwerk-Aktivisten selbst handgreiflich.

Von Misteln befallener Baum (Bild: Jannik Deibler)

Von Misteln befallener Baum (Bild: Jannik Deibler)

Doch jetzt wird es für die Halbschmarotzer rund um Mössingen wirklich ernst. Zusammen mit der Stadt Mössingen, den Obst- und Gartenbauvereinen Mössingen und Belsen sowie dem NABU Mössingen rufen wir zu einer gemeinsame Mistelaktion auf, an der sich alle Mössingerinnen und Mössinger beteiligen können:

  • Entweder indem sie am Samstag 20.11. an der Aktion „Ausmisteln!“ teilnehmen. Hier werden in einem vorher definierten Gebiet im Auchtert (Treffpunkt: Parkplatz Linden) befallene Bäume von Misteln befreit. Erfahrene Mistelbekämpfer führen die Truppen an.
  • Oder indem sie selbst auf ihren eigenen Streuobstgrundstücken aktiv werden und die Misteln herunterschneiden.

Details zu dieser Aktion werden noch über Amtsblatt und Tagespresse bekanntgegeben. Der Termin selbst steht fest:

Samstag 20. November
9.30 Uhr bis 12.30 Uhr
Treffpunkt Parkplatz Linden

Das Weihnachtsgeschenk für Apfelliebhaber

Jahr für Jahr erfreut uns die Apfelsortenausstellung des OGV Mössingen im Rahmen des Apfelfestes. Bekanntlich musste dieses in den beiden letzten Jahren pandemiebedingt ausfallen.

Bekannt und beliebt: Die Obstsortenausstellung beim Mössinger Apfelfest

Bekannt und beliebt: Die Obstsortenausstellung beim Mössinger Apfelfest

Zum Glück für alle Apfelfreunde gibt es die Sortenausstellung jetzt als gedrucktes Plakat zu erwerben – mit allen 124 Sorten, die im Jahr 2018 ausgestellt waren.

Das Apfelsortenplakat zum Mössinger Apfelfest

Das Apfelsortenplakat zum Mössinger Apfelfest

Das Plakat im Format DIN A0 kann so auch zur Bestimmung vieler Apfelsorten dienen. Von Ahra über Dreherlisapfel, Ingrid Marie, Maunzenapfel und Rheinische Schafsnase bis hin zu Zuccalmaglios Renette sind hier so ziemlich alle Apfelsorten zu finden, die rund um Mössingen heimisch sind.

Ein ideales Weihnachtsgeschenk also genauso für pomologisch Bewanderte wie auch Menschen, die einfach Freude an Äpfeln haben.

Bestellt werden kann das Plakat zum Preis von 9 Euro unter info@netzwerk-streuobst.de. Jetzt schnell zuschlagen, bevor die limitierte Auflage vergriffen ist!

Erfolgreiche Birnenernte für den „Roten Mössinger“

Dank freundlicher Spender:innen und Spender wird es nächstes Jahr wieder den „Roten Mössinger“ geben. Am vergangenen Samstag war Ernte.

Birnen

Birnen

Viele Birnen

Viele Birnen

Ein ganzer Birnbaum voller Birnen

Ein ganzer Birnbaum voller Birnen

Zwei ganze Birnbäume voller Birnen. Und fleißige Leserinnen und Leser.

Zwei ganze Birnbäume voller Birnen. Und fleißige Leserinnen und Leser.

Birnenbeute

Birnenbeute

Eine Kuh macht Muh. Viele Kühe schauen zu bei der Mühe.

Eine Kuh macht Muh. Viele Kühe schauen zu bei der Mühe.