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B27 – Starker Protest

„Au weia“, dachten sich manche Klimaaktive, als es den ganzen Sonntag durchregnete, „da kommt doch niemand zum Protestieren.“ Weit gefehlt.

Viele Protestierende in bunten Regenjacken am Ofterdinger Friedhof

Regenjackenbunter Protest gegen die Endelbergtrasse

Patschnass, aber regenjackenbunt hatte sich eine große Menge an Protestierenden am Ofterdinger Friedhof eingefunden. Unterstützt wurden die lokalen Aktiven durch einen Fahrradkorso aus Tübingen, der von „Fridays for Future“ und „Critical Mass“ organisiert wurde.

Große Karte der Endelbergtrasse an Baum aufgehängt

Baum und Trasse – hier ausnahmsweise zusammenpassend

Der hiesige Protest war gleichzeitig Teil eines bundesweiten Aktionswochenendes, bei dem eine nachhaltige und klimaschützende Mobilitätswende gefordert wurde.

Medienresonanz:
SWR Aktuell
RTF1
Reutlinger General-Anzeiger

Das Netzwerk Streuobst sagt „Nein“ zur Endelbergtrasse.

Quelle: Übersichtslageplan in den Planunterlagen des RP Tübingen, S. 4

Quelle: Übersichtslageplan in den Planunterlagen des RP Tübingen, S. 4

Auf der letzten Sitzung des Netzwerks Streuobst informierten sich die Teilnehmer:innen über den Ausbau der B27 um Ofterdingen. Bei einer abschließenden Abstimmung sprachen sich die Netzwerkler:innen einstimmig (bei einer Enthaltung) gegen die Endelbergtrasse aus. Gleichzeitig wurde beschlossen, dass wir uns öffentlich gegen diese Trassenführung positionieren und auch offiziell Widerspruch einlegen wollen. Die Gründe in Kurzform (wir arbeiten derzeit an einer ausführlichen Begründung hier die ausführliche Begründung):

  • Die teilweise jahrzehntealte Planung ist aus naturschutzfachlicher und verkehrspolitischer Sicht nicht mehr zeitgemäß.
  • Die Eingriffe in die Natur- und Kulturlandschaft sind unverhältnismäßig und irreversibel.
  • Der Flächenverbrauch sowie die Belastung durch Lärm und Schadstoffe sind enorm.
  • Der Nutzen ist angesichts zukünftig sinkender Verkehrszahlen sowie der gleichzeitigen Planung der Regionalstadtplan fraglich.
  • Eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger will umweltverträgliche und klimaneutrale Verkehrslösungen.
  • Es gibt Alternativen – sowohl in der Trassenführung als auch in der Verkehrspolitik.

Hilfreiche Links für weitere Informationen:
Planungsunterlagen beim Regierungspräsidium Tübingen
Website des „bündnis nachhaltige mobilität Steinlachtal“

Ausschnitt aus einem Banner des "Bündnis nachhaltige Mobilität / Erhalt des Steinlachtals"

Ausschnitt aus einem Banner des „Bündnis nachhaltige Mobilität / Erhalt des Steinlachtals“