Schaff’s gut! – Streuobst-Geräteverleih eröffnet

Die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen erfordert zumindest Baumschere und ‑säge. Doch schon das Mähen kann Probleme bereiten. Grundsätzlich sollte ein Balkenmäher benutzt werden. Im Gegensatz zum Hausrasenmäher schneidet er höheres Gras, schont Kleinlebewesen und arbeitet wegen seiner größeren Schnittbreite wesentlich effizienter. Er ist aber nicht so leicht zu transportieren, ist in der Anschaffung teurer und benötigt Platz, den nicht jeder in Garage oder Keller hat. Auch andere Geräte wie Freischneider, Hochentaster oder einen für den Transport notwendigen Anhänger kann oder will sich nicht jeder anschaffen.

Als wir 2012 bei der Stiftung Naturschutzfonds den Antrag für das Biomasse-Projekt „Energiebündel & Flowerpower“ stellten, war im Projektetat darum ein Posten enthalten, der manchem gar nicht weiter auffiel: „Maschinen“. Aber die Idee war schon damals, einen Geräteverleih aufzubauen, um die Streuobstwiesenbewirtschafter zu unterstützen. Sechs Jahre später ist es endlich soweit: Heute startete der Streuobst-Geräteverleih „Schaff’s gut!“, unter anderem mit einer Vorführung der gerade erst angeschafften Obstraupe.

Prominenz und Presse bei der Eröffnung

Prominenz und Presse bei der Eröffnung

Mit bei der Eröffnung waren Oberbürgermeister Michael Bulander für die Stadt Mössingen, die die Räumlichkeiten für den Verleih kostenlos zur Verfügung stellt, Kolja Schümann, Geschäftsführer des Vereins VIELFALT, der mit PLENUM-Mitteln viele der angeschafften Geräte förderte, sowie als Sponsoren und Förderer des Projekts: Regionaldirektor Gerhard Verworn von der Kreissparkasse Tübingen, Thomas Bierfreund, Vorstand der VR Bank Tübingen eG und Stefan Speidel von der Ofterdinger Firma Speidel Tank- und Behälterbau, dazu Vertreter von Fernsehen, Rundfunk und Presse.

Für den Hörfunk war SWR 4 vor Ort und berichtete (WAV-Datei, 8,8 MB).
Das Regionalfernsehen von RTF 1 steuerte folgenden Filmbeitrag bei:

„The agrarian Tesla“: Die Obstraupe aus Österreich

„Es ist einfach, etwas kompliziert zu machen. Etwas einfach zu machen ist kompliziert.“

Das Credo des österreichischen Startups Organic Tools GmbH spiegelt in etwa seine Geschichte wieder. Denn David Brunmayr, Franz Praher und Lukas Griesbacher hatten eine einfach klingende Idee: Eine bezahlbare Obsterntemaschine. Aber dann wurde es kompliziert.

„Die Idee war, ein Gerät zu entwickeln, das für Streuobst angepasst ist. Das bedeutet höchste Flexibilität. Es muss leicht, robust und geländegängig sein, mit unterschiedlichen Obstgrößen, Graslängen und Bodenuntergründen zurecht kommen, es soll effizient sein, das Obst schonend aufsammeln, und technisch möglichst einfach sein, damit der Preis stimmt. Also eigentlich eine unmögliche Aufgabe.“

Doch nach sieben Prototypen und unzähligen Variationen bei den Komponenten gelangte die „Obstraupe“ – so nannten die Gründer ihr Gerät – schließlich zur Serienreife.

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Für das Netzwerk Streuobst war es Liebe auf den ersten Blick. Denn eine einfach zu bedienende und bezahlbare Erntemaschine war genau das, was in unserem demnächst startenden Streuobstgeräteverleih „Schaff’s gut“ noch fehlte. Mit der Aussicht auf Förderung durch PLENUM sicherten wir uns eine Obstraupe der ersten Serie. Im August machte sie den langen Weg von Österreich ins Steinlachtal. Am heutigen 13. September wurde die Raupe der hiesigen Öffentlichkeit vorgestellt und ist ab sofort verleihbar.

Noch Fragen?
Interview mit David Brunmayr
Fernsehsendung „2 Minuten 2 Millionen“ mit David Brunmayr

Dem Apfel auf der Spur

Prall leuchteten die Äpfel auf den gut gepflegten Bäumen im Schau- und Lehrgarten des Obst- und Gartenbauvereins Mössingen am vergangenen Freitag. Es war wieder ein Prachtwetter beim Kinderferienprogramm des Netzwerks Streuobst. Hier einige Eindrücke.

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Das lebendige Namensschild von Jan

Das lebendige Namensschild von Jan

Das knifflige Apfelpuzzle - welche Stücke gehören zusammen?

Das knifflige Apfelpuzzle – welche Stücke gehören zusammen?

Pflücken ...

Pflücken …

... und Naschen erlaubt!

… und Naschen erlaubt!

Was machen die Bienen in der Kiste da? Imker Franz erklärt's.

Was machen die Bienen in der Kiste da? Imker Franz erklärt’s.

Siehst du die Biene mit dem roten Nummernschild? Das ist die Königin!

Siehst du die Biene mit dem roten Nummernschild? Das ist die Königin!

Und jetzt ... alle Honig schlecken!

Und jetzt … alle Honig schlecken!

Das obligatorische Orgelpfeifenbild

Das obligatorische Orgelpfeifenbild

In der Künstlerwekstatt entstehen neue Apfelsaftetiketten.

In der Künstlerwekstatt entstehen neue Apfelsaftetiketten.

Form follows function.

Form follows function.

Nebenan saust ein Rollblitz vorbei, um in Windeseile Äpfel zu sammeln.

Nebenan saust ein Rollblitz vorbei, um in Windeseile Äpfel zu sammeln.

Dann werden Äpfel gesammelt und gewaschen, ...

Dann werden Äpfel gesammelt und gewaschen, …

... geschreddert und gepresst, ...

… geschreddert und gepresst, …

... probiert ...

… probiert …

... und abgefüllt.

… und abgefüllt.

Dazu gibt's Stockbrot.

Dazu gibt’s Stockbrot.

Bis nächstes Jahr!

Apfelwoche vor der Tür

titel_programmheft_2018_200sIn knapp vier Wochen ist es soweit: Die siebte Mössinger Apfelwoche verwandelt Mössingen wieder in eine Apfelstadt. Alle apfeligen Aktivitäten sind im neuen Programmheft versammelt, das gestern frisch aus der Druckerei kam. Und auch die Website zur Apfelwoche ist pünktlich online gegangen.

Neu im Heft ist ein großer Stadtplan, auf dem schnell zu erkennen ist, wo was stattfindet (siehe unten). Nicht neu sind die wohl unvermeidlichen Fehler. Am meisten ärgert uns, dass wir vergessen haben, den mit großem Aufwand organisierten Apfelfilm „Das Wunder von Mals“ in die Terminliste mit aufzunehmen. Schreiben Sie ihn sich darum gleich jetzt in Ihren Terminkalender: Donnerstag, 4.10., 19.30 Uhr. Der Filmemacher ist anwesend, anschließend findet eine Podiumsdiskussion statt.

Apfelige Aktivitäten während der Mössinger Apfelwoche (Ausschnitt)

Apfelige Aktivitäten während der Mössinger Apfelwoche (Ausschnitt)

Wasser- und Geldspende

Der knallheiße Sommer gefällt nicht jedem, hat aber definitiv guten Seiten. Zum Beispiel eine bundesweite Social-Media-Kampagne, die nun beim Netzwerk Streuobst für einen unerwarteten Geldsegen sorgte. Aber der Reihe nach.

Der NRW-Lokalpolitiker Ferry Weber hatte die Idee, den nach Wasser gierenden Bäumen etwas Gutes zu tun und rief Ende Juli eine „Baum-Gieß-Challenge“ ins Leben. Alle, die mitmachen, dürfen andere Personen oder Organisationen nominieren, die das auch tun sollen. Mitte August erreichte die „Baum-Gieß-Challenge“ auch die VR Bank Tübingen. Und die hatte die wirklich gute Zusatz-Idee, nicht nur einen Baum zu gießen, „sondern auch etwas für einen guten Zweck zu tun“.

Die VR Bank präsentiert den Scheck fürs Netzwerk Streuobst.

Die VR Bank präsentiert den Scheck fürs Netzwerk Streuobst.

Was liegt da näher als das Netzwerk Streuobst mit seinen vielen Projekten rund um die landschaftsprägenden Streuobstbäume zu unterstützen? Und so überraschte uns die VR Bank Tübingen am 13. August nicht nur mit einem Scheck über 500 Euro, sondern auch mit einem Video, in dem dazu aufgerufen wurde, das Patenschaftsprojekt myBäumle zu unterstützen.

Vielen herzlichen Dank!

Sortenseminare und Mostmachermeetings im Paradies

Auch in diesem Jahr hat der Verein Schwäbisches Streuobstparadies wieder ein interessantes und umfangreiches Seminarprogramm zusammengestellt. Neben den Most-Seminaren für Anfänger und Fortgeschrittene gibt es in diesem Jahr auch erneut ein zweitägiges Sorten-Seminar, bei dem das Thema Sortenkunde und die Vermittlung von pomologischem Fachwissen im Vordergrund steht.

Für beide Seminare sind noch ein paar wenige Plätze verfügbar. Weitere Informationen gibt es direkt beim Streuobstparadies:
Most und Obstwein selbst gemacht. Seminare für Anfänger und Fortgeschrittene
Seminare „Obstsorten bestimmen“

Anmeldungen werden bis zum 4. August angenommen.

Was lange währt …

OB Michael Bulander, Vorsitzender und Maria Schropp, Geschäftsführerin des Schwäbischen Streuobstparadieses im neuen Infozentrum

OB Michael Bulander, Vorsitzender und Maria Schropp, Geschäftsführerin des Schwäbischen Streuobstparadieses im neuen Infozentrum

Am Sonntag, 8. Juli ist es endlich soweit: Das Streuobst-Infozentrum wird offiziell eröffnet. Von 11 bis 18 Uhr findet auf dem Löwensteinplatz in Mössingen auf dem ehemaligen Fabrikgelände Pausa die Eröffnungsfeier statt. Freuen Sie sich außerdem auf einen bunten Regionalmarkt!

Viele Hände haben mitgeholfen, einen Ort voller Erlebnisse, Erkenntnisse, Genuss und Begegnung entstehen zu lassen, der Jung und Alt dazu einlädt, die schwäbischen Streuobstwiesen zu entdecken, zu begreifen, zu schmecken und einfach zu lieben.

In der ehemaligen Kantine der Firma Pausa ist in 18 Monaten und nach zahlreichen Vorplanungen das Streuobst-Infozentrum entstanden. Tolle Mitmach-Stationen, bunte Bilder und modernste Technik lassen Sie eintauchen in die Welt der Streuobstwiesen.

Eine Obstwerkstatt bietet Kleingruppen bis 15 Personen die Möglichkeit, Obst einzukochen, Produkte herzustellen oder andere handwerkliche Tätigkeiten rund um das Thema mit Kursangeboten zu erleben.

Neben dem Streuobst-Infozentrum lädt das Café Pausa mit angegliedertem Regionalladen ein, das von der AiS betrieben wird. Hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung zusammen und bringen die Produkte aus den Obstwiesen auf den Tisch und in die Einkaufstasche. So entsteht ein lebendiges Zentrum im Herzen der Stadt Mössingen, das zum Erleben, Genießen und Verweilen einlädt.

Offizielle Eröffnung mit Festakt ist um 15 Uhr, der Markt mit Produkten der Region läuft von 11 Uhr bis 18 Uhr, das Infozentrum selbst ist die ganze Zeit geöffnet.

Kirschen ernten erlaubt

Kein Wurm dabei: Die formidable Kirschenernte 2018

Aus einer Meldung der Stadt Mössingen: Dieses Jahr findet kein Kirschenverkauf der Stadt Mössingen statt.

In den Kirschenanlagen in Belsen, Brunnentröge und Bavendorf (Alter Morgen) dürfen die Kirschen auf eigenes Risiko selbst geerntet werden. Die Stadt bittet, bei der Ernte mit den Bäumen schonend umzugehen. Die Kirschen wurden übrigens nicht gespritzt.

In der oberen und unteren Anlage auf der Olgahöhe in Mössingen dürfen keine Kirschen gepflückt werden, da momentan die Bäume mit alten Sorten verstärkt gepflegt werden.

Weitere Auskünfte erteilt Frau Miftari bei der Stadtverwaltung, Telefon 07473/370-337.

Sonnenbaden im Wiesenblütenmeer

„Natur erleben“ konnten viele Menschen aus nah und fern beim gemeinsamen Aktionstag von Stadt Mössingen, NABU und Netzwerk Streuobst. Frühaufsteher nahmen ab 7 Uhr an der vogelkundlichen Führung des NABU teil, andere spazierten gut gefrühstückt zur Eröffnung der beiden neuen Premium-Spazierwanderwege „Leisawegle und Streuobstwegle“.

Wegle-Eröffnung am Parkplatz Linden

Wegle-Eröffnung am Parkplatz Linden

Während die Markierung schon perfekt ausgeschildert ist, …

Markierung am Mössinger Streuobstwegle

Markierung am Mössinger Streuobstwegle

… fehlen hier und da noch die neuen Infotafeln des Netzwerks Streuobst. (Aber sie kommen bestimmt, versprochen!)

Durchblick auch ohne Infotafel

Durchblick auch ohne Infotafel

Auch das „Baden im Blütenmeer“ wurde von der störrischen Natur anders gestaltet als geplant: Statt Obst- gab es Wiesenblüten. Zum Ausgleich durften Badewillige die eindrucksvoll gepinselten Blüten- und Obstbilder von Jasmine Diez bewundern. Und Streuobstliteratur entspannt in der Wanne genießen. Obst-Lyrik an den Bäumen komplettierte das künstlerische Gesamtbild.

Kinderwagentauglich: Baden im Blütenmeer

Kinderwagentauglich: Baden im Blütenmeer

Die Kinder interessierten sich indes mehr für die Ziegen von Franz Blaier, die friedlich im Schatten grasten, und die Bienen von Berthold Schlegel, der auch den interessierten Erwachsenen etliche Aha-Erlebnisse bescherte.

Ziegen bei den Liegen

Ziegen bei den Liegen

Und weil auch der Petrus begeistert war vom Mössinger Naturerlebnistag, gab es Sonnenbaden pur in der Wanne.

Entspannen in den Wannen

Entspannen in den Wannen

Was will man mehr?