Frühling lässt den Flieger flattern

Unser Überflieger Hans Wener ging vergangenen Montag bei strahlendem Wetter in die Luft und brachte zwei Bilder mit, die uns aus unterschiedlichen Gründen gut gefallen.

Nummer eins zeigt die Mössinger Streuobstwiesen unterhalb des Farrenbergs (in der Bildmitte erkennt man das Schützenhaus). Kommentar Wener: „Die Kirschenblüte wird von den Birnen überholt“.

Luftbild: Hans Wener

Luftbild: Hans Wener

Und Nummer zwei das PAUSA-Quartier. Die Bauarbeiten auf dem Löwensteinplatz im Zusammenhang mit dem geplanten Streuobstzentrum haben begonnen.

Luftbild: Hans Wener

Luftbild: Hans Wener

Kirschblütenfest mit Wanderwegeröffnung

Das 6. Nehrener Kirschblütenfest wird ein besonderes, denn dieses Jahr gibt es nicht nur das bekannt bunte Programm der Nehrener Vereine unter blühenden Kirschbäumen. Am Sonntag, 23. April wird gleichzeitig ein neuer Premiumwanderweg eröffnet, die „Firstwaldrunde“. Dieser interkommunale Wanderweg, der unter dem kreisweiten Label „Früchtetrauf“ vermarktet wird, führt rund um die ehemalige Burg „First“. An der Freizeitanlage Schwanholz beginnend reihen sich viele Highlights und markante Aussichtpunkte an dem Weg: der Lehrpfad „Bäume des Jahres“, der NABU-Barfußpfad, die Brücken am Jägerwegle, die „Dicke Eiche“, der Aussichtspunkt Schlossbuckel, das Öschinger Gartenhausgebiet oder auch der neu geschaffene Rastplatz Laferwald. Und natürlich das weithin bekannte Nehrener Kirschenfeld. Das hier stattfindende Kirschblütenfest hat folgendes Programm:

kirschbluetenfest2017

Ungeduldige Wanderfreunde, die die Eröffnung des Wanderwegs nicht erwarten können, finden hier schon mal den Plan der Firstwaldrunde. Beschilderung und Möblierung (Panoramaliegen!) sind allerdings noch nicht ganz fertig.

firstwaldrunde

Bürgerdialog mit Streuobstrundgang

Stuttgart ist weit, Papier ist geduldig und grün sind oft auch die Tische, an denen Gesetze gemacht werden. Daher freuen wir uns, dass die Landtagsfraktion der Grünen den Dialog mit den Bürgern sucht und am Donnerstag, 27.4. mit zwei Landtagsabgeordneten und einem Staatssekretär nach Mössingen kommt, um sich vor Ort mit den Anliegen der Bürger zu befassen. Ab 19.30 heißt es im Feuerwehrhaus Mössingen „Ihre Meinungen & Ideen – Reden Sie mit!“

buergerdialog

Noch mehr freuen wir uns, dass sich die Grüne Landtagsfraktion vorab „ein Bild von erfolgreicher Landschaftserhaltung“ ausgerechnet in den Mössinger Streuobstwiesen machen möchte. Um 16 Uhr treffen sich Interessierte zu einem Rundgang mit den Politikern und dem Netzwerk Streuobst am Schützenhaus Mössingen. Ob und wie erfolgreich – und was es noch zu verbessern gilt – das wird dann vor Ort am Panoramaweg Streuobst zu diskutieren sein.

Die Veranstaltung ist öffentlich, hier geht’s zur Anmeldung.

Schnittprämie – Prüfungskriterien

Wie berichtet, informierte Kreisobstbauberater Joachim Löckelt am 11.3. bei einer Veranstaltung im Lehr- und Schaugarten des Obst- und Gartenbauvereins Mössingen über die Kriterien, die für die Vergabe der Schnittprämie angelegt werden. Die Fachwartvereinigung des KOV Tübingen hat die Ergebnisse der Veranstaltung kompakt zusammengefasst. Hier das Protokoll:

  1. Es soll ein fachgerechter Schnitt sein! Das kann bei Schnittkursen und durch „Lernen vom Baum“ eingeübt werden. Auch die Fachliteratur gibt wertvolle Hilfestellungen (z.B. „Naturgemäße Kronenpflege am Obsthochstamm“ von Hans-Thomas Bosch vom Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee).
  2. Es sollte für die Kontrolle erkennbar sein, dass auch geschnitten wurde! Das Abschneiden von zwei, drei Zweigen reicht nicht.
  3. Bei jüngeren Bäumen einen strukturierten Kronenaufbau anstreben, mit einer klaren Stammverlängerung (Gipfel), drei bis vier dominanten Leitästen und untergeordneten Seiten- bzw. Fruchtästen. Konkurrenztriebe und Gabelungen an den Spitzen der Stammverlängerung und der Leitäste entfernen.
  4. Die Krone soll nach oben offen sein, damit genügend Licht auf alle Astbereiche fällt und eine entsprechend gute Obstqualität erreicht wird.
  5. Bei älteren Bäumen lässt sich oft kein idealer Kronenaufbau mehr herstellen, aber auch hier soll neben dem abgetragenen Holz im unteren Bereich vor allem im oberen Bereich ausgelichtet werden.
  6. Der Baum soll in ein Gleichgewicht zwischen Triebwachstum und Fruchten kommen. Wenn er zu stark treibt, lichten Sie nur mäßig aus und lassen ihn zur Ruhe kommen. Wenn er kaum mehr Neutrieb zeigt, lichten Sie kräftiger aus und entnehmen einen Teil des abgetragenen herunterhängenden Fruchtholzes.
  7. Entfernen Sie an den Leitästen nach innen oder quer wachsende Langtriebe.
  8. Belassen Sie kurzes Fruchtholz als Sonnenschutz gegen Rindenschäden auf den Ästen – kein kahles Gerüst schneiden.
  9. Schneiden Sie letztjährige Triebe in der Regel nicht an (außer während der Erziehung der Mitte und der Leitäste) – die Neutriebe entweder lang lassen, so dass sie im Folgejahr fruchten oder ganz wegschneiden.
  10. Auf sichere Statik des Baumes achten, weit ausladende Äste bei Bedarf auf stammnähere Äste aufleiten.
  11. Keine großen Sägestellen (über 10 cm Durchmesser) am Grundgerüst, sie können über Pilzbefall zum Absterben des Baumes führen.
  12. Möglichst keine Rindenrisse an den Schnittstellen.
  13. Keine Stummel stehen lassen.

Mostseminar: Die Regeln

Das Mössinger Mostseminar geht heuer ins zwölfte Jahr und ist ein Erfolgsmodell. So erfolgreich, dass es schier aus allen Nähten platzt. Das ist einerseits Grund zur Freude, andererseits Jahr für Jahr Anlass über eine räumliche Verlegung nachzudenken. Da es aber keinen passenderen Raum als die Kulturscheune gibt, bleibt es auch dieses Jahr beim gemütlich-engen Beieinander in der Brunnenstraße, denn die Anzahl der zugelassenen Plätze ist beschränkt. Für die eingereichten Mostproben gelten folgende Regeln:

  • Wer einen Most für die Mostprämierung einreichen möchte, muss diesen vorher anmelden. Telefonisch (07473-379750) oder per E-Mail (werner.maier@ogv-moessingen.de)
  • Die Anmeldung ist möglich ab Montag, 24.4. 2017.
  • Einzugsbereich soll der Landkreis Tübingen sein.
  • Pro Person ist nur eine Probe zugelassen.
  • Die zugelassenen Proben müssen am Freitag, 28.4. in der Zeit von 17.00-18:30 Uhr im Kulturcafe, Brunnenstr.3/1 abgegeben werden.
  • Aus organisatorischen Gründen werden die Mostproben auf insgesamt maximal 20 begrenzt.
  • Zu den Proben sollte neben dem Namen des Herstellers kurz auf die verwendeten Obstsorten, die Behandlung (Verwendung von Hefe, Mostveredler), die Lagerung (Holzfass, Kunststofffass), Abstich von der Hefe (Zeitpunkt) usw. auf einem beigelegten Blatt eingegangen werden (dieses Blatt kann auch im Voraus von der Homepage des OGV Mössingen heruntergeladen werden). Als Menge dürften ca. 3 Liter pro Probe ausreichen.

Obstbaum-Schnittgutabfuhr voller Erfolg!

Die Schnittgutabfuhr 2017 im Gebiet zwischen Mössingen Nord und Öschingen ist beendet. Die AiS-Grüngruppe „Streuobst und Naturschutz“ wird jedoch im Interesse der Anrainer das Schnittgut entlang der derzeit nicht befahrbaren Wege in den Halbhöhenlagen des Firstbergs noch einsammeln, sobald es die Witterungsverhältnisse erlauben.

Sowohl entlang der Wege als auch auf den Häckselplätzen wurde deutlich mehr Schnittgut abgeliefert als im Vorjahr. Das Angebot der ganztags geöffneten Häckselplätze ist sehr gut angenommen worden und auch die Qualität des Materials hat nicht gelitten – vielen Dank hierfür!

Obstbaum-Schnittgut wird zu Energie: Häcksler bei der Arbeit.

Obstbaum-Schnittgut wird zu Energie: Häcksler bei der Arbeit.

Die Durchführung der Maßnahme wurde von der Stadt Mössingen finanziert und über den Landschaftserhaltungsverband VIELFALT e.V. mit Landesmitteln gefördert. Die Schnittgutabfuhr wurde von der AiS-Grüngruppe „Streuobst und Naturschutz“ durchgeführt. Begleitend wurden Biotoppflegemaßnahmen durch die Grüngruppe umgesetzt, ebenfalls im Auftrag der Stadt Mössingen und unterstützt durch VIELFALT e.V..

Omel-Etymologie

Nachdem sich der Steinlach-Bote kürzlich zweimal mit der Omel, dem original Steinlachtäler Kirscherntegerät – befasst hat, kam nun die abschließende etymologische Klärung aus Leserinnenkreisen. Woher das Wort „Omel“ stammt, wusste nämlich Erna Oberkirsch aus Belsen: Das lateinische Wort „ama“ (Eimer, Schüssel) wurde im Althochdeutschen zum Flüssigkeitsmaß „âma“ oder „ôma“, was sich in der Steinlachtäler „Omel“ erhielt.

Baumschnittförderung: so wird geprüft

Das Landratsamt Tübingen mit Joachim Löckelt als Fachberater lädt zu einer Informationsveranstaltung für die Teilnehmer an der landesweiten Förderung Baumschnitt-Streuobst (wir berichteten) ein. Die Veranstaltung findet am Samstag den 11. März ab 9.30 Uhr in Mössingen statt. Ende der Veranstaltung ca. 11.00 Uhr. Treffpunkt ist der Lehr- und Schaugarten des Obst- und Gartenbauvereins Mössingen im „weiten Hardt“.

Die Veranstaltung ist kein Schnittkurs. Gezeigt wird der Schnitt an einem Jungbaum, an einem 15-20jährigen Altbaum und ansatzweise wird noch der Altkronenschnitt erläutert. Mit dieser Unterweisung sollen die Standards der Schnitttechnik gezeigt werden, so dass nach den Maßnahmen der einzelnen Bearbeiter der Schnitt akzeptiert werden kann. Es werden auch Negativbeispiele (Kappungen, Huthaken und eingerissene Schnittstellen) angesprochen bzw. gezeigt.