Kategorie: Streuobst allgemein (Seite 1 von 14)

Jungbaumprojekt 2026

Der Obst- und Gartenbauverein (OGV) Mössingen bietet auch dieses Jahr wieder sein Projekt zur Neupflanzung von Jungbäumen auf Streuobstwiesen an. Die Details dazu sind auf der Website des OGV zu finden:

  • Preis pro Baum einschließlich Pfahl, Kokosstrick und Stammschutz: 39 €
  • Walnuss (im Pflanzgefäß): 70 €
  • Quitte: 48 €
  • Obstsortenliste: Rall Baumschulen Sortiment / Obstgehölze
  • Bestellung bis spätestens 20. Oktober 2026
  • bei jungbaumbestellung@ogv-moessingen.de
  • unter Angabe von Adresse, Telefonnummer, Baumsorten und Flurstücksnummern, auf denen die Bäume gepflanzt werden
  • Ausgabe voraussichtlich am Samstag, 7.11.2026 ab 9.00 Uhr im Lehrgarten des OGV Mössingen

Äpfel mit Sonnenbrand – wohin?

Der sehr sonnige Sommer hinterlässt überall seine Spuren. Unter anderem auch beim Obst. Ob es zu früh fällt und fault, von Sonnenbrand betroffen ist oder aus anderen Gründen nicht verwertet werden kann – immer wieder werden wir von Stücklesbesitzern gefragt: „Wohin damit?“ Eines ist sicher: Restmüll ist solches Obst nicht. Aber was dann?

Wir haben die Frage ans Landratsamt weitergereicht, aber eine verbindliche schriftliche Antwort erhielten wir auch von amtlicher Seite nicht. Denn die Frage ist gar nicht so einfach wie sie klingt, bewegt sich die Antwort doch meist im sehr ungefähren Graubereich zwischen landwirtschaftlichem Anbau, Naturschutz und Abfallrecht.

Wenn solches Obst kein Restmüll ist, dann doch wohl Biomasse. Darf man es also zu einer Biogasanlage fahren, damit es dort verwertet werden kann? Nein, denn die Äpfel sind rechtlich gesehen kein Rohstoff, sondern Abfall. Darf es dann auf den Häckselplatz? Ebenfalls nein, denn „auf den Häckselplätzen in Belsen und Öschingen ist nur die Annahme von häckselfähigem Material zulässig“ (Website Stadt Mössingen), in Talheim auch Grasschnitt in haushaltsüblichen Mengen.

Darf ich das Obst auf der Wiese sammeln und einfach unter den Baum werfen? Davon raten wir dringend ab. Denn mit dem Obst sammelt man auch eventuell vorhandene Schädlinge und Krankheiten am Baum, die dann leichtes Spiel und große Freude am Baum haben. Auch Wühlmäuse, Wildschweine und andere Tiere, die den Bäumen nicht immer wohlgesonnen sind, freuen sich an dem gedeckten Tisch. Dessen Wurzeln nicht unbedingt.

Woanders hinwerfen? Dann bitte nicht zum Nachbarn. Darf ich es dann auf der Wiese liegen lassen? Im Prinzip ja, denn die naturgemäße Bestimmung von Obst ist ja das Fallen und Liegenbleiben. Liegt das Stückle in einem Schutzgebiet, dann wirkt das Liegenlassen allerdings wie eine Düngung, die man auf einer FFH-Wiese nicht unbedingt haben möchte oder sollte.

Wie man sieht, gibt es für das Problem keine allgemeingültige Lösung oder eine amtliche Regelung, an die man sich halten kann. Daher können auch wir nur auf ein altbewährtes Mittel verweisen: Alle bekannten Informationen zum Thema gegeneinander abwägen und dann den gesunden Menschenverstand benutzen.

Bild: ChatGPT

Wie man eine Obstleiter baut

In seiner Reihe „Handwerkskunst“ veröffentlichte der SWR vor kurzem einen wunderbaren Beitrag der Helmut-Palmer-Tochter Gudrun Mangold über die Leiterfirma Beck aus Dettingen/Erms und die kongeniale Schlosserei Klaus Schwenkel aus Hülben. Reinschauen:

-> Passend dazu der GEA-Beitrag „Eine Holzleiter muss es sein“, der nicht nur die Geschichte aufgreift, sondern auch seine Autorin Gudrun Mangold vorstellt.

Nachtrag 15.9.:
Die Autorin meldet sich telefonisch und weist darauf hin, dass die Schlosserei Klaus Schwenkel einen erheblichen Anteil an der Standfestigkeit der Palmer-Leiter habe und unbedingt zu erwähnen sei. [Ist hiermit korrigiert.]
Die Autorin weist darüber hinaus darauf hin, dass sich ein ganzes Kapitel in Ihrem Buch „Der originale Palmer-Schnitt“ mit dem richtigen Werkzeug befasst. Das wollen wir ebenfalls nicht verheimlichen. [Ist hiermit erledigt.]

Cultural Landscape Lab

Der sehr rührige Verein Hochstamm Deutschland, bei dem auch wir Mitglied sind, startet jetzt eine neue Initiative, das Cultural Landscape Lab. Die Idee: traditionelles Wissen über Kulturlandschaften wie Streuobstwiesen mit modernen technologischen Innovationen zu verknüpfen.

Dazu lädt Hochstamm Deutschland ab Ende September 2026 regelmäßig dazu ein, verschiedene Themen zu diskutieren. Unabhängig von den Themen beginnen die Treffen mit einer kurzen Einführung und Hintergrundinformationen, gefolgt von einem Vortrag eines eingeladenen Hauptredners. Anschließend geht es in die Diskussion: Was bedeuten die vorgestellten Erfahrungen für nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme? Lassen sich die Erfahrungen auf andere traditionelle Kulturlandschaft übertragen? Die Teilnahme an der Session ist kostenlos und offen für alle. Die Initiatior:innen freuen sich über Personen aus der Praxis, Bewirtschaftung, Verarbeitung, Vermarktung ebenso wie Menschen aus der Wissenschaft und Beratung.

Im ersten Online-Veranstaltungsblock beschäftigt sich das Lab mit einem Thema, das die Fachleute schon seit Jahren beschäftigt: Wasser. Nicht nur Bäume, sondern ganze Landschaften leiden unter hohen Temperaturen und ausbleibenden Niederschlägen. Deshalb soll untersucht werden, wie innovative Bepflanzungs- und Bewirtschaftungsmethoden dazu beitragen können, mehr Wasser in Landschaften zu speichern. Das Thema wird aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und in drei Abendveranstaltungen naturnahe Bepflanzungsmethoden vorgestellt.

-> Details zum Programm, zu den Referent:innen und zur Anmeldung

Leitungsteam Cultural Landscapes Lab: Dr. Ing. Janet Maringer, Dr. agr. Sophia Philipp

Obstverkauf zum Selbsternten

Die Stadt Mössingen informiert:

Dieses Jahr wird der Verkauf des Ertrages von Obst (Äpfel und Birnen) aus den städtischen Anlagen und den Streuobstwiesen nach Anmeldung bei der Liegenschaftsverwaltung und, falls notwendig, nach Terminabsprache direkt auf den Wiesen durchgeführt.

Die Erntezeit für Äpfel und Birnen wird Mitte/Ende September 2026 sein.

Wer Interesse am Kauf des Ertrages der Obstbäume zum Selbsternten auf städtischen Grundstücken hat, kann sich bei der Stadtverwaltung Mössingen, Sachgebiet 3-1 Liegenschaften und Kaufmännisches Gebäudemanagement, bei Frau Selinger melden.

Gerne per E-Mail unter t.selinger(at)moessingen.de mit Angabe Ihrer Telefonnummer oder vormittags telefonisch unter 07473/370-337. Die Bestellungen werden nach Eingang gelistet und bearbeitet, solange Obst vorhanden ist.

Schließung des Saftverkaufs in Mössingen / Obstannahme in Mössingen

Weil nach der Schließung des Saftverkaufs im Mehlgebäude lange Zeit unklar war, wie es hinsichtlich des Saftverkaufs, aber auch dem Vefahren mit Gutscheinen sowie mit der kommenden Obstannahme verfahren wird, haben wir an die Firma Widemann folgende Mail mit der Bitte um Stellungnahme geschickt:

Mössingen, den 14. August 2026

Dringende Anfrage zur Schliessung des Saftverkaufs in Mössingen und zur Obstannahme in Mössingen

Sehr geehrter Herr Widemann,
sehr geehrte Damen und Herren,

als Netzwerk Streuobst Mössingen e.V. setzen wir uns intensiv für den Erhalt unserer Kulturlandschaft und die Unterstützung der lokalen Streuobstwiesen-Bewirtschafter ein. Die ortsnahe Verwertung und der unkomplizierte Saftbezug sind für die Motivation unserer Stücklesbesitzer von zentraler Bedeutung.

Mit großem Bedauern und wachsender Besorgnis haben wir und viele lokale Erzeuger die Schließung Ihres Getränkeverkaufs in Mössingen zur Kenntnis genommen. In den vergangenen Wochen treten vermehrt verunsicherte Bewirtschafter an unser Netzwerk heran. Viele von ihnen besitzen noch erhebliche Saft-Guthaben aus dem Lohnmost-Tausch vergangener Ernten und stehen nun vor logistischen und organisatorischen Fragen, wie und wo dieses Guthaben künftig eingelöst werden kann.

Da das Vertrauen der Stücklesbesitzer in die regionalen Verwertungswege die Basis für die Pflege der Wiesen ist, bitten wir Sie im Namen der Betroffenen dringend um eine transparente Stellungnahme zu folgenden Kernfragen der aktuellen Situation:

  • Einlösung von Saft-Guthaben: Über welche Wege, zu welchen Zeiten und an welchen Standorten können die Steinlachtäler Bewirtschafter ihr bestehendes Saft-Guthaben in der kommenden Saison einlösen? Gibt es Kooperationen vor Ort oder ist ein neuer Verkaufsladen geplant?
  • Ablauf der Obstannahme 2026: Findet die angekündigte Obstannahme ab Ende August 2026 in der Robert-Bosch-Straße wie gewohnt statt, und wie wird dort der Lohnsafttausch zukünftig organisiert?
  • Vertrauenssicherung für eine erfolgreiche Ernte: Eine verlässliche Perspektive ist die Grundvoraussetzung dafür, dass die Stücklesbesitzer ihr Obst auch weiterhin motiviert ernten und zu Ihnen bringen. Wie möchten Sie der aktuellen Verunsicherung begegnen, damit die Bewirtschafter ihr Obst auch in dieser Saison wieder wie gewohnt und in vollem Umfang an Ihren Standort nach Mössingen bringen?
  • Zukunft der Fa. Widemann in Mössingen: Wie sieht die langfristige Perspektive für Ihren Standort in Mössingen aus, und wie können wir als Netzwerk kommunikativ dazu beitragen, Missverständnisse und Verunsicherungen bei den Bürgern abzuwenden?

Wir schätzen Ihre langjährige Rolle als Partner der regionalen Streuobstbewirtschaftung sehr. Umso wichtiger ist es uns jetzt, gemeinsam eine klare und verlässliche Perspektive für die Stücklesbesitzer zu kommunizieren. Gerne veröffentlichen wir Ihre Rückmeldung auf unseren Kanälen, um für die nötige Aufklärung zu sorgen.

Über eine zeitnahe Rückmeldung und Stellungnahme würden wir uns sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen,

Gerhard Fülber
Netzwerk Streuobst Mössingen e.V.

Die Firma Widemann schickte uns daraufhin am 17.8. folgende Antwort:

Sehr geehrter Herr Fülber,

in Beantwortung Ihrer Mail können wir Ihnen mitteilen, dass die Obstannahme ab dem 24.08.2026 sichergestellt ist. (siehe beigefügte Anzeige)

An der Lösung zu einer neuen Saftausgabemöglichkeit arbeiten wir mit Hochdruck, sobald es konkrete Lösungen dazu gibt, werden wir alle unsere Lieferanten mit Tauschguthaben informieren.

Bis dahin werden wir versuchen, nochmals einen Abholtermin, wie bereits am 11.07. und 31.07.26 stattgefunden hat, vor Ort zu organisieren, um unseren Lieferanten die Möglichkeit der Abholung des Guthabens zu ermöglichen.

Für weitere Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Freundliche Grüße / Kind Regards

Carola Terp
Lohnbuchhaltung/Personal

Mittlerweile wurden offenbar die betreffenden Kunden angeschrieben. Die dritte Lohnsaftausgabe findet am Di, 8.9.2026 von 9:30 Uhr bis 15:00 Uhr in der Robert-Bosch-Straße 5 statt. Voraussetzung dafür ist die Online-Anmeldung mit einem kundenspezifischen Passwort bis zum Do, 3.9.2026.

Eine Million Euro fürs Streuobst

Leider in Hessen.

Das hessische Landwirtschaftsministerium stellte gestern ein neues Programm vor, mit dem Privatpersonen, Vereine und Verbände Förderung für die Neu- und Nachpflanzung und für die Pflege von Streuobstwiesen beantragen können, berichten unter anderem die Tagesschau und die Frankfurter Rundschau. Außerdem soll es einen Zuschuss zur Ernte und Unterstützung für die Keltereien geben. Geplant ist eine Förderung bis zu einer Summe von einer Million Euro pro Jahr.

Infoveranstaltung der Erzeugergemeinschaft BioStreuobst-Neckaralb

Am kommenden Mittwoch, 20.5.2026 wird die neu gegründete Erzeugergemeinschaft (EZG) BioStreuobst-Neckaralb einen ersten Info-Abend veranstalten. Hier die Einladung dazu:

Liebe Streuobst-Erzeuger/innen, sehr geehrte Damen und Herren,

die gestiegene Nachfrage im Bio-Apfelsaftmarkt eröffnet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Streuobst-Äpfel auf BIO bzw. EU-Bio Standard durch ein neues Gruppenzertifizierungsverfahren umzustellen. Hierzu wurde vor kurzem ein Verein „Erzeugergemeinschaft BioStreuobst-Neckaralb e.V.“ gegründet. Unser Ziel ist es, Erzeuger für den o.g. Verein zu gewinnen, so dass wir für diese Saison (2026) bereits Bio-Äpfel vermarkten können.

Mitglieder von Obst- und Gartenbauvereinen in der Region Neckar-Alb zahlen keinen Jahresbeitrag. Allerdings suchen wir für dieses Jahr (2026) Erzeuger, die durchschnittlich mehr als drei Tonnen Obst pro Jahr ernten. Ab 2027 steht die Mitgliedschaft allen Erzeugern offen, die eine Zertifizierung wünschen. Einschränkungen ergeben sich aufgrund der verfügbaren Sammelstellen.

Wir laden Sie recht herzlich zur untenstehenden Infoveranstaltung ein, um Ihnen die weiteren Schritte zur Vereinsmitgliedschaft zu erläutern:

Mittwochabend, den 20. Mai 2026 um 17:30 Uhr
Veranstaltungsort: Gasthaus Schwanen, Hauptstraße 28, Nehren

Aufgrund beschränkter Sitzplätze bitten wir um Anmeldung via SMS an 0172 – 922 7556.

Thomas Wehinger (1.Vors.)
Dr. Alexander Harscher
BioStreuobst Neckar-Alb e.V.
Zollernstraße 16, 72116 Mössingen
wehinger@naccon.eu
0172 922 7556

Erzeugergemeinschaft BioStreuobst-Neckaralb gegründet

Am 22. April wurde der Verein „Erzeugergemeinschaft BioStreuobst-Neckaralb e.V.“ gegründet, der eine Gruppensammelzertifizierung von Bio-Streuobst durchführt und hierfür weitere Erzeuger sucht. So haben auch Einzelpersonen die Möglichkeit ihr Obst mit wenig Aufwand und geringen Kosten Bio-zertifizieren zu lassen. Hier die Pressemitteilung zur Gründung:

Die Erzeugergemeinschaft (EZG) Bio-Streuobst-Neckaralb e.V. will eine nachhaltige, ökologische und wirtschaftlich tragfähige Bewirtschaftung von Streuobstflächen fördern. Sie wird die Zertifizierung von Bio-Streuobst beantragen. Die Vereinssatzung bezieht den Vereinszweck ausdrücklich auf den Streuobstanbau als immaterielles Kulturerbe der Menschheit.

Der Aufbau von Kooperationen mit Keltereien und dem Lebensmittelhandwerk wurde bereits mit der Kelterei Widemann initiiert. Die Kelterei Widemann wird schon 2026 die Annahme von Bio-Streuobst in Mössingen ermöglichen. „Viele Streuobstwiesen werden bereits heute sehr naturnah bewirtschaftet. Mit der Erzeugergruppe schaffen wir eine Organisation, die den Rahmen für eine Bio-Zertifizierung ermöglicht“, erklärt der neu gewählte 1. Vorstand Thomas Wehinger (Dipl.-Ing. agr). Der 2. Vorsitzende Dr. Alexander Harscher unterstreicht die Bedeutung der Obstannahme in Mössingen für die gesamte Raumschaft. Ein reibungsloser Ablauf und ortsnahe Obstannahme sei für viele Erzeuger das aller wichtigste. Siegfried Grünewald (Diplomkaufmann) hat das Amt des Kassenwarts übernommen.

Die EZG BioStreuobst Neckar-Alb e.V. steht allen Erzeugerinnen und Erzeugern von Streuobst sowie fördernden Personen und Organisationen offen. Weitere Infos unter

EZG BioStreuobst Neckar-Alb e.V.
Zollernstraße 16
72116 Mössingen
0172 922 7556

« Ältere Beiträge
Netzwerk Streuobst Mössingen e.V.
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.