Kategorie: Streuobst allgemein (Seite 1 von 12)

Streuobst-Wiki

Was tun gegen die Kirschessigfliege? Wie behandle ich Frost- oder Hitzerisse am Stamm? Und welche Sorten kommen mit den Herausforderungen des Klimawandels am besten zurecht? Wer früher Antworten auf solche Fragen suchte, musste oft lange recherchieren, Fachbücher durchblättern oder Expertinnen und Experten befragen. Heute geht es deutlich einfacher: Ein Blick in das neue Streuobst-Wiki genügt, und in wenigen Klicks stehen fundierte und praxisnahe Informationen bereit. Und es wächst Schritt für Schritt weiter.

Nachschlagewerk für die Streuobst-Community

Eine Gemeinschaftsinitiative von Streuobstorganisationen im deutschsprachigen Raum hat gemeinsam das neue Streuobst-Wiki entwickelt und gefüllt. Das digitale Nachschlagewerk stellt allen Interessierten kostenlos fundierte und gut verständliche Informationen rund um das Thema Streuobst bereit. Es orientiert sich im Aufbau am Prinzip von Wikipedia und vereint wissenschaftlich geprüfte Erkenntnisse mit praxiserprobtem Wissen. Gemeinsam bereiten die beteiligten Partner die Inhalte redaktionell auf und verweisen transparent auf alle verwendeten Quellen. Übergeordnetes Ziel des Projekts ist es, Streuobstwiesen und andere Streuobstbestände langfristig zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Theorie verstehen und in der Praxis anwenden

Das Streuobst-Wiki eröffnet eine vielseitige und gut verständliche Wissenswelt rund um Streuobstwiesen. Die klar gegliederten Kategorien zeigen, wie Obstbäume erfolgreich gepflanzt, gepflegt und erhalten werden. Leserinnen und Leser finden Informationen zu Bodenpflege, Düngung, Bewässerung, Unterwuchsbewirtschaftung sowie zum Erkennen und Behandeln von Krankheiten, Schädlingen und Parasiten. Besonders hilfreich ist, dass das Wiki nicht nur erklärt, wie etwas funktioniert, sondern auch konkrete Lösungen für typische Herausforderungen bereithält. Wer unsicher ist, wie ein junger Baum geschützt wird oder wie sich der Boden verbessern lässt, findet hier sofort nutzbare Hinweise aus Wissenschaft und Praxis.

Wissen, das gemeinsam wächst

Damit das Streuobst-Wiki weiterwächst und in Zukunft noch umfassendere Informationen bietet, setzt das Projekt auf die Erfahrung und das Fachwissen der gesamten Streuobstgemeinschaft. Ob Praktikerin, Wissenschaftler oder Streuobstberaterin: Alle sind eingeladen, ihr Wissen, ihre Beobachtungen und Materialien beizusteuern. Jede Einreichung hilft dabei, das Wiki zu einem immer wertvolleren Nachschlagewerk für alle zu machen. Wer Inhalte, Hinweise oder Ergänzungen beitragen möchte, wendet sich an das Redaktionsteam, das sich über jede Mitwirkung freut und dafür sorgt, dass neue Inhalte sorgfältig geprüft und qualitätsgesichert in das Streuobst-Wiki einfließen.

Länderübergreifendes Projekt

Die Koordination des Projekts zur Erstellung des Streuobst-Wikis lag bei der Oberlausitz-Stiftung, dem österreichischen Verein Arche Noah und der Stiftung IBZ St. Marienthal. Neben Hochstamm Deutschland e.V. beteiligten sich Streuobst Österreich, die BaumLand-Kampagne, die BUND Kreisgruppe Koblenz sowie die Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau Österreich. Die umfangreiche fachliche und technische Arbeit wurde durch das EU-Programm Erasmus+ finanziell unterstützt.

Hier geht’s zum Streuobst-Wiki

Kontakt für Beiträge und Rückfragen
Dr. Michael Schlitt
Oberlausitz-Stiftung
Tel.: 03581/7671350
info@oberlausitz-stiftung.de

[Dieser Beitrag basiert auf einer News von Hochstamm Deutschland e.V.]

Schnittkurs beim OGV Mössingen

Alle Jahre wieder bietet der Obst- und Gartenbauverein Mössingen einen empfehlenswerten Schnittkurs an – wie immer aufgeteilt in Theorie und Praxis:

Theorie: Strategieeinweisung
durch den aktualisierten, bildgestützten Vortrag „Streuobstbäume schneiden – Warum und wie?“ von Werner Maier. Der Referent veranschaulicht wichtige Regeln einer Erziehung zur naturnahen Oeschbergkrone, zeigt kontraproduktive Bemühungen und gibt Tipps für sortenspezifische Abwandlungen.

  • 3. Januar 2026 von 9.30 bis 11 Uhr
  • im Fliegerheim hinter der Spvgg-Sportgaststätte in Mössingen (Lichtensteinstraße 3)

Praxis: Schnittkurs Streuobst
Erfahrene Obstbaumpfleger werden den Schnitt an Streuobstbäumen erläutern und ausführen.

  • 3. Januar 2026 ab 13 bis ca. 15.30 Uhr
  • in und um den Lehrgarten Im weiten Hardt in Mössingen

Der Praxiskurs findet bei jedem Wetter statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Infos direkt beim OGV Mössingen.

Schnittförderung wird fortgesetzt

Gute Nachrichten aus Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg: Die finanzielle Förderung für das Schneiden von Obstbäumen wird fortgesetzt. Die Förderperiode verringert sich von fünf auf drei Jahre. Statt wie bisher zwei Schnitte pro Baum à 15 Euro wird nun ein Schnitt pro Baum mit 18 Euro vergütet. Das ist im Ergebnis dieselbe Summe pro Baum und Jahr. Ob das Programm nach 2028 weitergeführt wird, bleibt allerdings unklar.

Die Pressemitteilung des MLR im Wortlaut.

Sortenbestimmung

Immer wieder werden wir gefragt, wo man die Sorten bestimmen lassen kann, die auf dem eigenen Stückle wachsen und die vielleicht einst der Opa gepflanzt hat, aber heute niemand mehr weiß. Da verweisen wir gerne aufs Apfelfest, die große Sortenausstellung dort und die Fachleute, die diese unfassbare Menge zusammengestellt haben. Und manchmal haben wir ja auch bei der Apfelwoche einen Pomologen zu Gast.

Heute dürfen wir auf eine weitere Möglichkeit verweisen. Da müsst ihr aber schnell sein. Denn heute Nachmittag steht Obstexperte Markus Zehnder als Sortenbestimmer zu Verfügung. Wer zwischen 13 und 16:30 Uhr Zeit und vier bis fünf Früchte vom fraglichen Baum zur Hand hat, der kann sich beim Genussmarkt im Landratsamt Tübingen seinen Rat einholen.

Stadt verkauft Obst zum Selbsternten

Die Stadtnachrichten Mössingen vermelden am 29.8.:

Dieses Jahr wird der Verkauf des Ertrages von Obst (Äpfel und Birnen) aus den städtischen Anlagen und den Streuobstwiesen nach Anmeldung bei der Liegenschaftsverwaltung und, falls notwendig, nach Terminabsprache direkt auf den Wiesen durchgeführt.

Die Erntezeit für Äpfel und Birnen wird Mitte/Ende September 2025 sein.

Wer Interesse am Kauf des Ertrages der Obstbäume zum Selbsternten auf städtischen Grundstücken hat, kann sich bei der Stadtverwaltung Mössingen, Sachgebiet 3-1 Stadtentwicklung, Umwelt und Liegenschaften, bei Frau Selinger melden.

Gerne per E-Mail unter t.selinger(at)moessingen.de mit Angabe Ihrer Telefonnummer oder vormittags telefonisch unter 07473/370-337. Die Bestellungen werden nach Eingang gelistet und bearbeitet, solange Obst vorhanden ist.

Alte Pflaumensorten gesucht

Über Pflaumen ist im Streuobstbereich weit weniger bekannt als über Äpfel und Birnen, dabei gibt es auch bei den Pflaumen eine große Sortenvielfalt. Allein das „Illustrierte Handbuch der Obstkunde“, das deutsche Standardwerk des 19. Jahrhunderts, umfasst fast 300 Sorten an Mirabellen, Reineclauden, Eierpflaumen und Zwetschgen. Diese Bäume sind schwerer zu finden als Kernobst- und Kirschbäume, auch ist ihre Lebenserwartung geringer. Daher bittet das Kompetenzzentrum für Obstbau-Bodensee (KOB) um Mithilfe bei der Suche nach seltenen Pflaumensorten.

Das KOB sucht besondere Sorten aller Pflaumenarten (also Mirabellen, Reineclauden, Rund- und Ovalpflaumen und Zwetschgen) in Baden-Württemberg – besonders die sogenannten Landsorten und Primitivpflaumen wie Spillinge und Kriechen. An modernen Sorten wie Hanita, Cacaks-Sorten, Stanley und Standartsorten wie Hauszwetschge, Bühler oder Wangenheims Frühzwetschge besteht kein Interesse.

Das vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz geförderte Erhaltungsprojekt soll u.a. seltene und regional verbreitete Pflaumensorten bestimmen. Gemeldet werden können Sie bei:

Dr. Annette Braun-Lüllemann
Koordinatorin für Steinobstsorten und andere Obstarten
Stiftung Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee
Schuhmacherhof 6
D-88213 Ravensburg-Bavendorf

Telefon: 036081-60589
braun-luellemann@t-online.de

Kirschen zum Selbsternten

Wie jedes Jahr bietet die Stadt Mössingen wieder Kirschen zum Selbsternten an. In den Kirschenanlagen in Belsen, Brunnentröge und Bavendorf (Alter Morgen) dürfen die Kirschen auf eigenes Risiko selbst geerntet werden. Wichtig: Die Kirschenanlagen an der Olgahöhe gehören nicht zum Erntegebiet! Alles Details finden sich in den Mössinger Stadtnachrichten.

Uralte Streuobstbäume gesucht!

Im Februar berichteten wir über die Initiative Baumland, die in und um Deutschland nach uralten Apfelbäumen sucht. Sie sollen als Grundlage für die Entwicklung hochstämmiger Unterlagen dienen, die fit für den Klimawandel sind. Seither gingen schon an die 120 Meldungen ein.

Vor wenigen Tagen ging der digitale Erfassungsbogen nun an den Start, ist also freigeschaltet und kann ausgefüllt werden. Wichtig: Der Erfassungsbogen ist nicht einfach frei im Netz verfügbar. Damit sich die Teilnehmenden auch untereinander vernetzen können, die Initiatorin alle über Fortschritte, Bedarfe, technische Probleme usw. informieren kann, muss zuerst eine allgemeine Anmeldung erfolgen.

Wer sich selbst ganz gut mit Apfelbäumen auskennt, kann sich im Projekt informieren und anmelden und den Baum selbst mit einem digitalen Erfassungsbogen einbringen. Oder man meldet den Baum bei der Projektleitung. Die Bäume kommen bei der Erfassung nicht zu Schaden.

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