Der Wurzelkurs von Janet Maringer und Jonathan Heusel findet am 27.6. in Bronnweiler und in Mössingen statt. Verbindliche Anmeldung bis zum 1.6.2026! Mitglieder im Streuobstpädagogenverein zahlen 35€, Nichtmitglieder 50€.
Wenn blinde, sehbehinderte und sehende Menschen gemeinsam reisen, profitieren alle davon – das ist die Überzeugung und das Konzept von tour de sens, einem Reiseunternehmen, das weltweite Touren für Blinde, Sehbehinderte und sehende Menschen anbietet. Neu im Angebot ist nun eine einwöchige Reise nach Mössingen unter dem Titel „Früchtetrauf – Wandern am Fuße der Schwäbischen Alb“. Damit reiht sich Mössingen in ein Programm ein, das von Albanien über Irlands Westküste bis nach Sri Lanka reicht.
Das Konzept von „tour des sens“: Blinde oder sehbehinderte Reisende erleben eine barrierefreie Reise mit passenden Unterkünften und eine 1:1-Betreuung durch sehende Reisende. Die wiederum erleben ihrerseits eine besondere Reise zu stark vergünstigten Preisen.
Auf der Website von tour de sens finden sich weitere Informationen und eine ausführliche Beschreibung des Angebots.
Am vergangenen Freitag waren die Naturkids auf Spurensuche. Denn nicht nur Menschen sind – besonders am Tag der Streuobstwiese – vermehrt auf den Streuobstwiesen unterwegs, sondern auch viele Tiere. Die allerdings verbergen sich gerne. Und so machten sich die Naturkids gemeinsam mit Streuobstpädagogin Daniela Häberle detektivisch auf die Suche nach den kleinsten Hinweisen – vom klassischen Pfotenabdruck bis hin zu den ungewöhnlichsten Hinterlassenschaften, die auch Auskunft über die Lebensweise der Tiere geben:
Prächtiges Wetter, blühende Bäume, blökende Schafe, drei gastgebende Vereine und rund hundert Streuobstbegeisterte machten am vergangenen Sonntag, 26.4. den internationalen Tag der Streuobstwiese zu einem wahren Frühlingsfest. Zur großen Freude der mitlaufenden Kinder begann die StreuobstSpazierMatinee mit einer Herde Schafe, die ihr Ankommen auf der Weide mit lautem Blöken feierten.

Was wiederum den Anfang der Führung durch Netzwerklerin und Streuobstguide Sabine Mall-Eder akustisch erschwerte. Doch schon ein paar Meter weiter konnten die Geführten dann sachkundig informiert werden über die Geschichte der Streuobstwiesen, die Gefahr durch Misteln, die einzigartige Biodiversität der Streuobstwiesen, Belsener Eigenheiten oder auch die erst vor kurzem abgeschlossene Erweiterung der Pachtplattform myStueckle auf Belsener Terrain. Der Weg führte auf verschlungenen Belsener Pfaden zwischen prächtig blühenden Birnenriesen mitten durchs Streuobst.

Am Anfang der Kolonne war stets eine rot gekleidete Schar gestandener Männer zu finden. Kein Wunder, denn neben dem Netzwerk Streuobst war der Liederkranz Belsen Mitveranstalter und begleitete die fachlichen Ausführungen mit wohltönendem Männergesang, dirigiert vom gut gelaunten Chorleiter Johannes Söllner. Vom anfänglichem Morgenrot beim Schafstall über eingedeutschte Klassiker der Beatles führten sieben Brücken über den Geißbach hin zu einer Rose.

Kurz bevor die Blockhütte des Obst- und Gartenbauvereins Belsen erreicht wurde, bei der die gesamte Truppe abschließend bewirtet wurde, erläuterte Liederkranz-Vorstand Thorsten Teichert an einer der letzten König-Omeln, wie das Belsemer Kirscherntegefäß hergestellt und benutzt wird, zum Beispiel, indem man dort Spenden für die Veranstalter einfüllt. Dazu gab es zwei Strophen des weltweit einzigen Omelhenkeliedes.

Beim Frühlingsfest des OGV Belsen verhockte man dann mehr oder weniger lang den so wunderbar begonnenen Sonntag bei Gesprächen übers Streuobst, das freitägliche Mostseminar oder die Naturkids, für die auch dieses Mal kräftig Werbung gemacht wurde, denn parallel zur Erwachsenenführung erfuhren die mitlaufenden Kinder Wissenswertes über das Streuobst, klebten Wiesenkärtchen, untersuchten den Geißbach auf Krebse und bauten mit Grillzangen-Schnäbeln eigene Vogelnester.
Streuobst? Klang gut:
Der OGV Mössingen, das Netzwerk Streuobst und das Mössinger Kulturcafe veranstalteten am Freitag, den 24. April, das Mostseminar 2026 – diesmal im Café Pausa und erneut mit Mosten in guter bis sehr guter Qualität. Neben Hausmosten wurden auch kommerziell hergestellte Produkte aus dem Handel bewertet. Besonders hervorzuheben sind dabei die interessanten Beiträge junger Teilnehmer, die neu im OGV sind und erstmals einen Most zum Wettbewerb anmeldeten.
Die eingereichten Moste wurden von Besuchern und Teilnehmern verdeckt verkostet und anhand eines festen Punktesystems nach Aussehen, Geruch, Geschmack und Harmonie bewertet. Im Anschluss an die Verkostung erfolgte die Auswertung. Zur Überbrückung bis zur Bekanntgabe der Ergebnisse kam auch das Fachwissen nicht zu kurz: Michael Niethammer gab eine Einführung in die Welt der Hefen und die Süßmoststabilisierung – wie immer humorvoll, kurzweilig, gut verständlich und zugleich anspruchsvoll. Im Hintergrund arbeitete das Team, bestehend aus den eingangs erwähnten Protagonisten, in bester Harmonie und Effizienz. Danke an dieser Stelle an alle, die sich hier eingebracht haben.
Die Ergebnisse wurden am Ende der Veranstaltung von Hans Wener verkündet. Im Gegensatz zu früheren Mostseminaren lagen die Bewertungen diesmal eng beieinander, was die insgesamt hohe Qualität der eingereichten Produkte unterstreicht. Auffällig war zudem, dass die meisten privaten Moste zum Teil deutlich vor den kommerziellen Produkten lagen – ein klares Kompliment an die regionalen Hausmoster.
Bei der Siegerehrung waren sowohl bekannte als auch neue Gesichter vertreten. Den ersten Platz belegte der OGV Mössingen mit einem sortenreinen Bittenfelder Most, klassisch hergestellt ohne Schwefelung oder sonstige Zusätze. Auf den weiteren Plätzen folgten Hans Wener, Werner Kuder, Jörg Wagner und Günter Krautter, der Vorjahressieger. Daß Jörg Wagner seine überragende Platzierung zu einem Teil seinem Berater, Vater Richard, zu verdanken hat, verdient beiderseitigen Respekt. All das zeigt eindrucksvoll, dass Spitzenmost keine chemischen Zusätze oder besondere Behandlungen benötigt. Die weiteren Platzierungen sind auf der Website des OGV veröffentlicht.

So sehen Sieger aus: Ernst Schneider, Hans Wener, Günter Krautter, Jörg Wagner, Werner Kuder (v.l.n.r.).
[Text und Bilder: Hans Wener, Bild 1: Sabine Mall-Eder]
Ganz Europa feiert den Tag der Streuobstwiese am Freitag, den 24. April 2026 und dem anschließenden Wochenende. Der Mitmach- und Erlebnistag steht unter dem Motto „Streuobst ist überall“. Streuobstbegeisterte zeigen, warum sich ein Ausflug auf die Wiese für Groß und Klein lohnt. Von Großbritannien bis nach Südtirol, von Transsilvanien bis an den Atlantik: Der Tag der Streuobstwiese findet europaweit jährlich am letzten Freitag im April und dem anschließenden Wochenende statt. Natürlich auch in der heimlichen „Streuobsthauptstadt“ Mössingen.
Fr, 24.4., 15-17 Uhr, Treffpunkt Schützenhaus Mössingen
Mit den Naturkids auf Spurensuche
Der Frühling ist da, nicht nur die Menschen sind wieder vermehrt auf den Streuobstwiesen unterwegs, auch die Tiere, häufig aber im Verborgenen. Kinder machen sich detektivisch auf die Suche nach den kleinsten Hinweisen – vom klassischen Pfotenabdruck bis hin zu den ungewöhnlichsten Hinterlassenschaften und tauchen ein in die spannende Lebensweise der Tiere. Das Streuobstwiesenerlebnis für Kinder ab sechs Jahren ist ein offenes Angebot, eine Anmeldung unter naturkids@netzwerk-streuobst.de hilft bei der Planung.
Fr, 24.4., 19 Uhr, Café Pausa
21. Mössinger Mostseminar
Bei der Mostprämierung werden von den Anwesenden die eingereichten Proben verkostet und bewertet. Nebenher vermittelt Michael Niethammer Wissenswertes über die Verwertung von eigenem Obst, insbesondere über Gärmostherstellung und Saftkonservierung. Selbstverständlich bietet das Café Pausa dazu auch andere Getränke und kleine Speisen aus der schwäbischen Küche – und zwischendurch auch kleine Kulturhäppchen zum Thema Most. Wer einen Most für die Prämierung einreichen möchte, sollte diesen vorher bei den Veranstaltern OGV Mössingen, Netzwerk Streuobst oder Kulturcafé Chamäleon anmelden.
Sa, 25.4., 10-13 Uhr, Treffpunkt: Wanderparkplatz Linden
Heilsames aus der Streuobstwiese: Frühling – Grünkraft aus jungen Kräutern
Die Natur strotzt nur so vor Lebendigkeit, überall grünt und blüht es. Diese ersten zarten Triebe schmecken nicht nur gut, sie stecken auch voller Vitalstoffe, die den Körper nach dem langen Winter wieder in Schwung bringen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sammeln mit der Kursleiterin Daniela Häberle Wildkräuter auf den Streuobstwiesen, probieren und verarbeiten zu Kräuterquark, Kräutersalz und Kräuterbutter – auf frischem Brot ein Genuss! Eine Anmeldung unter www.streuobstparadies.de ist erforderlich.
So, 26.4. 11-13 Uhr
Streuobst? Klingt gut! Eine Streuobstspaziermatinee.
Drei Vereine erkunden gemeinsam die Belsener Streuobstwiesen. Das Netzwerk Streuobst Mössingen führt durch die vielfältige Natur- und Kulturlandschaft, der Liederkranz Belsen untermalt mit stimmigem Sound und der Obst- und Gartenbauverein Belsen bewirtet zum Abschluss bei seinem Frühlingsfest an der Blockhütte auf dem Alten Morgen. Treffpunkt ist der OGV-Lehrgarten Auchtert beim Häckselplatz in Belsen.
Ergänzend zu all den Aktivitäten zum Tag der Streuobstwiese in Mössingen dürfen wir auch noch auf eine besuchenswerte Veranstaltung in Ofterdingen hinweisen. Der Naturfotograf und -filmer Dietmar Nill zeigt einen Film über Steinkäuze im Steinlachtal. Wer schon einmal einen Nillfilm sehen durfte, der weiß: Unbedingt hingehen!
Die Schnittgutabfuhr im Gebiet zwischen Öschingen und Talheim endet am Freitag, 20. März. Damit geht auch die Zeit der ganztags geöffneten Häckselplätze in Belsen und Öschingen zu Ende. Nutzen Sie also das letzte Schnittwochenende mit Unterstützung und machen Sie Ihre Bäume fit für ein neues Erntejahr! Bis Sonntag abgelegtes Schnittgut wird in den Folgetagen auf jeden Fall noch abgefahren.
Insbesondere Graswege sind derzeit zum Teil noch zu nass zum Befahren, das Schnittgut wird selbstverständlich trotzdem in den nächsten Wochen abgeholt, die Abfuhr auf diesen Wegen wird erfolgen, sobald es technisch möglich sein wird.
Die Schnittgutabfuhr findet jedes Jahr in einem anderen Teilgebiet der Gemarkung Mössingen statt und deckt so in einem 5-Jahres-Zyklus alle Streuobstgebiete ab. Nächstes Jahr wird die Schnittgutabfuhr zwischen Mössingen Nord und Öschingen erfolgen, die Vorarbeiten können also beginnen. Sie dient der Unterstützung der Streuobstwiesenbewirtschafterinnen und Bewirtschafter und damit als Beitrag zum Erhalt unserer wertvollen Kultur- und Naturlandschaft Streuobstwiese. Durch die energetische Verwertung des Schnittguts wird zudem ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Das gehackte Schnittgut wird auf dem Kastanienhof in Bodelshausen getrocknet und dann Holzhackschnitzelanlagen und Pyrolyseanlage damit gespeist. Damit wird das Nahwärmenetz auf dem Kastanienhof beheizt und Pflanzenkohle produziert.
Die Durchführung der Maßnahme wurde von der Stadt Mössingen finanziert und über den Landschaftserhaltungsverband VIELFALT e.V. mit Landesmitteln gefördert. Die Schnittgutabfuhr wird „inklusiv“ von den Grüngruppen „Streuobst und Naturschutz“ der AiS (Arbeit in Selbsthilfe) durchgeführt.
Zwanzigmal fand das Mössinger Mostseminar schon statt und jedes Mal in den altehrwürdigen Räumen der Kulturscheune. Das ist dieses Jahr nicht möglich. Darum weichen wir in die mindestens ebenso ehrwürdigen, wenn auch etwas jüngeren Räume des Café Pausa aus. Also gleich vormerken:
Freitag, 24. April, 19 Uhr
Mostseminar – ein Abend rund um den Most
Bei der Mostprämierung werden von den Anwesenden die eingereichten Proben verkostet und bewertet. Nebenher gibt es Informationen über die Verwertung von eigenem Obst, insbesondere über Gärmostherstellung und Saftkonservierung. Selbstverständlich bietet das Café Pausa dazu auch andere Getränke und kleine Speisen aus der schwäbischen Küche – und zwischendurch auch kleine Kulturhäppchen zum Thema Most. Um einen freiwilligen Beitrag wird gebeten.
Info:
Wer einen Most für die Mostprämierung einreichen möchte, sollte diesen vorher anmelden. Das geht entweder telefonisch unter 07473-8178 (Hans Wener) oder per E-Mail an hans.wener@uni-tuebingen.de Die Anmeldung ist möglich ab sofort!
Aus organisatorischen Gründen werden die Mostproben auf maximal 20 begrenzt. Einzugsbereich soll der Landkreis sein. Die zugelassenen Proben sollten am 24.4. in der Zeit von 17-18:30 Uhr im Café Pausa, Löwensteinplatz 2, abgegeben werden. Zu den Proben sollte neben dem Namen des Herstellers kurz auf die verwendeten Obstsorten, die Behandlung (Verwendung von Hefe, Mostveredler, …), die Lagerung (Holzfass, Kunststofffass), Abstich von der Hefe (Zeitpunkt) usw. auf einem beigelegten Blatt vermerkt werden. Dieses Blatt kann auch im Voraus beim OGV Mössingen von der Homepage heruntergeladen werden. Als Menge dürften ca. 3 Liter pro Probe ausreichen. Veranstalter sind das Netzwerk Streuobst, der OGV Mössingen und das Café Pausa.
Das Mössinger Mostseminar findet im Rahmen des Tags der Streuobstwiese statt.














Neueste Kommentare