Kirschen zum Selbsternten

Dieses Jahr findet kein Kirschenverkauf der Stadt Mössingen statt. (aus den Stadtnachrichten)

In den Kirschenanlagen in Belsen, Brunnentröge und Bavendorf (Alter Morgen) dürfen die Kirschen auf eigenes Risiko selbst geerntet werden. Eine Leiter ist erforderlich. Die Stadt bittet bei der Ernte mit den Bäumen schonend umzugehen. Die Kirschen wurden nicht gespritzt.

Mössinger Kirschen

Mössinger Kirschen

Die Kirschenanlage Bavendorf ist umzäunt und wird am Eingang mit einem rot-weißen Flatterband markiert. Die Kirschenanlage Brunnentröge wird abschnittsweise durch Pfosten mit einem rot-weißen Flatterband gekennzeichnet. Die Stadtverwaltung bittet die Bürgerinnen und Bürger nur innerhalb dieser so gekennzeichneten städtischen Flächen die Kirschen zu ernten.

Die Stadt erlaubt die Kirschenernte ausschließlich auf diesen Flächen, um das versehentliche Abernten auf Privatgrundstücken zu vermeiden.

In der oberen und unteren Anlage auf der Olgahöhe in Mössingen dürfen keine Kirschen gepflückt werden, da momentan die Bäume mit alten Sorten kartiert und bestimmt werden.

Weitere Auskünfte erteilt Frau Wels bei der Stadtverwaltung. Das Telefon ist Montag, Dienstag und Donnerstag nachmittags sowie Mittwoch und Freitag vormittags besetzt unter Telefon 07473/370-337.

438 Tage

Apfel, am Baum hängend

Was wird eigentlich aus einem Apfel, der nicht gegessen wird? Zum Beispiel, weil er in einem Büro liegt, das wegen der Pandemie verlassen wurde. Dessen Besitzer ins Homeoffice wechselte und der den Apfel dabei einfach auf dem Schreibtisch vergaß. Und dessen Kollegin 14 Monate später zurückkehrt und den Apfel findet.

Die Kollegin heißt Rachel Gutman, der Arbeitsplatz befindet sich in den Redaktionsräumen des Magazins „The Atlantic“ in New York. Was mit dem Apfel passierte, schildert Gutman in einem äußerst gut recherchierten und dazu amüsanten Atlantic-Artikel.

Und dann aß sie ihn auf.
„Pretty bitter with hints of apple flavor“.

B27 – Starker Protest

„Au weia“, dachten sich manche Klimaaktive, als es den ganzen Sonntag durchregnete, „da kommt doch niemand zum Protestieren.“ Weit gefehlt.

Viele Protestierende in bunten Regenjacken am Ofterdinger Friedhof

Regenjackenbunter Protest gegen die Endelbergtrasse

Patschnass, aber regenjackenbunt hatte sich eine große Menge an Protestierenden am Ofterdinger Friedhof eingefunden. Unterstützt wurden die lokalen Aktiven durch einen Fahrradkorso aus Tübingen, der von „Fridays for Future“ und „Critical Mass“ organisiert wurde.

Große Karte der Endelbergtrasse an Baum aufgehängt

Baum und Trasse – hier ausnahmsweise zusammenpassend

Der hiesige Protest war gleichzeitig Teil eines bundesweiten Aktionswochenendes, bei dem eine nachhaltige und klimaschützende Mobilitätswende gefordert wurde.

Medienresonanz:
SWR Aktuell
RTF1
Reutlinger General-Anzeiger

Verkehrswende

Unter dem Motto „Sozial- und klimagerechte Mobilitätswende Jetzt! Autobahnbau stoppen!“ lädt ein Aktionsbündnis am 5./6. Juni zu Dezentralen Aktionstagen für die Mobilitätswende ein. Bundesweit fordern Initiativen gegen Straßenneubau oder für autofreie Kieze, gegen die weitere Flächenversiegelung und den redundanten Straßenbau, gegen Rodungen für Verkehrsprojekte oder für ticketfreien ÖPNV mit gerechten Tarifen fürs Personal eine klimagerechte Mobilitätswende.

Der Endelberg, von Nehren aus gesehen. Durch diese Streuobstwiesen wird ein 12 Meter tiefer Einschnitt führen.

Der Endelberg, von Nehren aus gesehen. Durch diese Streuobstwiesen wird ein 12 Meter tiefer Einschnitt führen.

Auch im Steinlachtal gibt es dafür einen Anlass: die geplante B27-Umfahrung Ofterdingens über die Endelbergtrasse. Daher beteiligen sich auch hier mehrere Initiativen an dem Aktionstag. Bislang sind dies:

Alle Infos zu dem Aktionstag finden Sie hier.

Streuobstlieferanten gesucht

Der Verein Schwäbisches Streuobstparadies e.V. vermarktet traditionelle Obstsorten heimischer Streuobstwiesen und sucht Lieferanten von Tafelobst.

Äpfel

Im Herbst 2020 vermittelte der Verein Schwäbisches Streuobstparadies e.V. erstmals regionales Obst von 38 Lieferantinnen und Lieferanten an 19 Supermärkte in der Region. 22 verschiedene alte Sorten bereicherten dort das Sortiment und fanden großen Anklang bei der Kundschaft. Den Lieferantinnen und Lieferanten konnte dabei ein fairer Preis von 0,80 Cent pro Kilogramm bzw. 1,00 Euro für Mitglieder des Vereins gezahlt werden.

Auch dieses Jahr soll das Projekt weitergeführt werden. Wer Interesse daran hat, den hochqualitativen Teil seines Obstes über das Schwäbische Streuobstparadies zu vermarkten, kann sich jetzt über die Konditionen und den Ablauf des Projekts informieren.

Die Geschäftsstelle des Vereins lädt am Donnerstag, den 27. Mai 2021 um 18 Uhr zur Online-Informationsveranstaltung ein. Dazu kann man sich bis Montag, den 24. Mai 2021 unter kontakt@streuobstparadies.de anmelden.

Weitere Informationen direkt beim Schwäbischen Streuobstparadies e.V..

Ausgemistelt

Hans Weners Kurzbericht von einer Aktion des harten Kerns der Mistel-AG des Netzwerks Streuobst: „Coronagerecht mit ‚Stangensägenabstand‘ (7,5m) waren Martin und ich gestern in Sachen Mistel am Nehrener Gässle aktiv. An sechs Bäumen haben wir vier Hänger Misteln entfernt und bis zum Sonnenuntergang abgefahren.“ Brütende Vögel wurden selbstverständlich nicht gestört.

Baum vor der Aktion mit Misteln

vorher

Baum nach der Aktion ohne Misteln

nachher

geschnittene Misteln auf Hänger

Hänger voll? Abgefahren!

geschnittene Misteln auf Hänger

Mistelhaufen

Ausgemistelt!

100 myBäumle-Patenschaften

Am 14. Oktober 2016 startete das Patenschaftsprojekt myBäumle mit vier Paten. Das waren die VR Bank Tübingen, die Kreissparkasse Tübingen, die Bäckerei und Konditorei Padeffke sowie der Mössinger Oberbürgermeister Michael Bulander. Drei Tage später waren es schon sieben Paten. Und seitdem reißt der Zuspruch nicht ab. Offenbar haben wir mit dem Projekt einen Nerv getroffen.

Es gibt viele Menschen, denen unsere Natur- und Kulturlandschaft Streuobst am Herzen liegt, die sich aber aus verschiedensten Gründen nicht selbst aktiv dafür einsetzen können. Für sie ist „myBäumle“ eine Möglichkeit, sich indirekt zu engagieren. Mit dem gespendeten Geld können wir die Pflege der Bäume und Flächen bezahlen. Die Arbeit vor Ort verrichtet die inklusive AiS-Grüngruppe „Streuobst und Naturschutz“.

Logo von myBäumle

Anfang April konnten wir den 100. Patenschaftsvertrag abschließen. Wie es der Zufall so will: Die gemeinsamen Paten Johannes Schnar und Bianca Rein arbeiten beide bei der AiS und setzen sich auch in ihrer täglichen Arbeit fürs Streuobst ein. Jo organisiert unter anderem den Streuobst-Geräteverleih „Schaff‘s gut!“ und Bianca arbeitet im Café Pausa, in dem die myBäumle-Früchte verarbeitet und verkauft werden.

Mittlerweile gibt es viele Geschichten rund um myBäumle. Der am weitesten entfernte Pate lebt in Australien, das Geschenk eines in Tübingen lebenden Freundes, der seinerseits eine Patenschaft geschenkt bekommen hatte. Verschenkt wurde übrigens etwa ein Viertel der Patenschaften. So gibt es jetzt Patinnen in Hamburg und München, in Hessen und in der Schweiz. Aber die meisten stammen natürlich von hier: drei Viertel aus dem Kreis Tübingen und gut die Hälfte direkt aus Mössingen. Eine Patin aus dem Schwarzwald heißt sogar selbst „Bäumle“ mit Nachnamen. Es gibt ganze Familien, bei der jeder seinen eigenen Patenbaum hat. Die jüngste Patin ist knapp zwei Jahre alt, denn sie erhielt ihren Baum zur Geburt. Wolfgang Pusch erspielte bei einem myBäumle-Benefiz-Konzert im Dezember 2019 so viel Geld, dass er seiner verstorbenen Frau Theresia zehn Patenbäume widmen konnte. Die Fahrrad- und Klimaschutzinitiative „Critical Mass“ ist ebenso Pate wie die Stiftung KBF. Unsere Patin Gudrun Steinmann sorgt für modische Akzente auf der Streuobstwiese.

Womit wir nicht gerechnet hätten: 80% der Pat:innen sind Privatpersonen, nur 20% fallen auf Unternehmen oder Institutionen. Die jedoch kommen aus den unterschiedlichsten Branchen und können sicher sein, dass ihr Logo auf den Patenschaftstafeln von vielen Menschen gesehen wird, denn fast alle Patenschaftsflächen liegen direkt an den Premiumwanderwegen „Dreifürstensteig“ und „Mössinger Streuobstwegle“. Eine gute Gelegenheit, auf unsere myBäumle-Broschüre für Unternehmen hinzuweisen. Liebe Unternehmen, eine Patenschaft lohnt sich!

Titelseite der myBäumle-Broschüre für Unternehmen

Obstkischtle

Der Freundeskreis Mensch aus Gomaringen bietet jetzt ein „Obstkischtle“ an.

Obstkischtle des Freundeskreis Mensch

Das Kischtle ist 50,2 cm breit, 35,4 cm tief und 18,4 cm (2-lattig) oder 28,4 cm (3-lattig, wie im Bild) hoch. Natürlich stapelbar und auch für nichtobstige Inhalte nutzbar. Weitere Infos hat:

Freundeskreis Mensch
Werkstattladen
Werkstattzentrum Gomaringen
Robert-Bosch-Straße 25
72810 Gomaringen
07072.6001-135

Streuobst ist immaterielles Kulturerebe

Streuobstäpfel

Der Streuobstanbau ist in das nationale Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden. Den Beschluss der Kulturministerkonferenz begründete Kunststaatssekretärin Petra Olschowski wie folgt: „Dem Streuobstanbau kommt als Kulturform mit einem breiten Repertoire an traditionellen Praktiken und Wissen, das auch immer wieder neue Einflüsse aufnimmt, große Bedeutung zu.“ Mit mehr als 100.000 Hektar Streuobstwiesen verfüge Baden-Württemberg zudem europaweit über die bedeutendsten Streuobstbestände. „Mit rund 5.000 Tier- und Pflanzenarten zählen sie zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa und sind wertvolles Gen-Reservoir für rund 3.000 Obstsorten. Streuobstwiesen sind auch touristisch attraktive Kulturlandschaften, die das baden-württembergische Landschaftsbild prägen“, sagte Olschowski.

Herzlichen Glückwunsch, Streuobst!

Weitere Links:
unesco.de
baden-wuerttemberg.de
hochstamm-deutschland.de