Obstwerkstatt-Programm 2022

Die „Obsti“ startet durch! 2022 gibt es so viele Kurse und Angebote wie noch nie. Jetzt liegt ganz druckfrisch das Kursprogramm vor und bereits am morgigen Freitag startet der erste Kurs. Darum gilt es jetzt, schnell das bis Juli konzipierte Programm durchzuforsten und die Kurse zu buchen, solange sie noch frei sind. In den Sparten Kinder, Teenies, Kochen, Selbstgemacht, Kräuterführung und Entspannung bieten die vier Kursleiterinnen ein wild gemischtes Programm, in dem für jeden etwas dabei ist. Reinschauen, Buchen, Mitmachen!

Programm der Obstwerkstatt 2022

Programm der Obstwerkstatt 2022

Schnittgutabfuhr 2022 – Vorankündigung

Bald beginnt die Schnittgutabfuhr für das Material aus der Obstbaumpflege, die 2022 im Gebiet zwischen Öschingen und Mössingen Nord auf einer Fläche von ca. 230 ha erfolgen wird. Sie dient der Unterstützung der Streuobstwiesenbewirtschafterinnen und -bewirtschafter und damit als Beitrag zum Erhalt unserer wertvollen Kultur- und Naturlandschaft. Sie findet jedes Jahr in einem anderen Teilgebiet der Gemarkung Mössingen statt und deckt so in einem 5-Jahres-Zyklus alle Streuobstgebiete ab. Vorgesehen ist die Schnittgutabfuhr für Mitte Februar, gesammelt werden kann natürlich schon jetzt, die Schnittsaison ist eröffnet!

Das Gebiet umfasst 2022 von Mössingen aus die Gewanne Schlattwiesen, Im weiten Hardt, In der Mulde, Beim Weiher, Nehrener Gäßle, Im engen Hardt und Bei der Silberburg. Entlang des Firstbergs bis nach Öschingen wird in den Gewannen Wacht, Vorlehen, Schmiedsgrund, Pfarrersgrund, Vor Hegwies, Lafen, der gesamte Firstberg bis zum Öschenbach sowie auf der Hochfläche des Firstbergs in den Gewannen Firstberg, Ob den Halden, Weidenweg und Bühl das Schnittgut abgefahren. Ob Ihre Streuobstwiese innerhalb des genannten Gebietes liegt, können Sie anhand der weißen Grenzlinie auf nebenstehender Karte entnehmen. Das Reisig kann bereits jetzt entlang der befahrbaren Wege im Gebiet abgelegt werden. Zur Arbeitserleichterung aller Mössinger Streuobstwiesenbewirtschafterinnen und –Bewirtschafter werden zudem die Häckselplätze Belsen und Öschingen für einen längeren Zeitraum ganztags geöffnet sein.

Abfuhrgebiet 2022: Zwischen Mössingen-Nord und Öschingen

Abfuhrgebiet 2022: Zwischen Mössingen-Nord und Öschingen (Klick für größere Darstellung)

Es darf nur holziges Material, kein Grünschnitt und keine Gartenabfälle bereitgelegt werden, da das Material geschreddert und energetisch verwertet wird. Die konkreten Abfuhrwege, Zeitraum der Schnittgutabfuhr und der geöffneten Häckselplätze werden Sie über das Amtsblatt, die Website der Stadt Mössingen sowie die projektbegleitende Website (www.energiebuendel-und-flowerpower.de) erhalten.

Die Durchführung der Maßnahme wird von der Stadt Mössingen finanziert und über den Landschaftserhaltungsverband VIELFALT e.V. mit Landesmitteln gefördert. Die Schnittgutabfuhr wird „inklusiv“ von den Grüngruppen „Streuobst und Naturschutz“ der AiS (Arbeit in Selbsthilfe) durchgeführt. Begleitend werden Biotoppflegemaßnahmen durch die Grüngruppen umgesetzt, ebenfalls im Auftrag der Stadt Mössingen und unterstützt durch VIELFALT e.V..

Erfolgreicher Aktionstag „Ausmisteln!“

Am Samstag, 20.11. ging es den Misteln im Gewann Auchtert unterhalb der Lindenstelle an den Kragen. Zusammen mit der Stadt Mössingen, den Obst- und Gartenbauvereinen Mössingen und Belsen sowie dem NABU Mössingen hatten wir zu einer gemeinsame Mistelaktion aufgerufen, an der sich alle Mössingerinnen und Mössinger beteiligen konnten. Und es kamen viele!

Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Gönner und einer kurzen Einführung durch Hans Wener schwärmten etwa 30 Mistelfighter in die vermistelten Allmandteile aus. Die stark befallenen Bäume wurden vom Boden aus mit Stangensägen von ihren Schmarotzern befreit. Wo die Misteln zu hoch hingen, stieg ein professioneller Baumpfleger in die Wipfel. Ob kleine Schnitte oder ganze Äste, der Baumschnitt samt Misteln stapelte sich zügig an der Straße. Nach zwei Stunden sahen die Bäume licht und mistelfrei aus und haben jetzt die Chance ohne schädliche Schmarotzer weiterzuwachsen. NABU und OGVs wurden an diesem Tag nicht müde zu erläutern, dass die Laubholzmistel keineswegs unter Naturschutz steht. Sie darf und soll von den Obstbäumen entfernt werden, um die ohnehin rückläufigen Streuobstbestände nicht weiter zu gefährden.

Als besonders geeignetes Werkzeug hat sich die sogenannte Stangensäge erwiesen, eine stabile ausziehbare Säge, mit der auch ohne eine Leiter in hohen Streuobstbäumen Äste und Misteln entfernt werden können. Diese Säge kann beim Geräteverleih Schaff´s gut! des Netzwerks Streuobst entliehen werden (Kontakt: 07473.9568847 oder info@cafe-pausa.de).

Die erfolgreiche Aktion wurde mit einem Vesper beendet, wobei die geschärften Blicke schon auf nächste Einsatzgebiete schweiften. Diese Mistelaktion wird nicht die letzte bleiben!
Zu wünschen bleibt, dass die Pächter der nun mistelfreien Stückle ihre Bäume weiterpflegen und unerkannte Jungmisteln in den nächsten Jahren konsequent entfernen. Das könnte ein Signal für das ganze Gebiet im Auchtert sein, wo es immer noch viele mistelbefallene Bäume gibt.

Einen herzlichen Dank an alle engagierten Mistelfighter und die Stadt Mössingen für das Vesper.
Weitere Informationen finden sich auch auf der Projektseite.

Misteln, wir kommen!

Über das akute Thema Misteln haben wir an dieser Stelle schon einige Male berichtet. So gab es zur Mössinger Apfelwoche einen Open-air-Vortrag von Hans Wener, wir schauten der Mistelforscherin Karolin Kleinz über die Schulter und auch anderswo wird die Mistel bekämpft. Im April wurden Netzwerk-Aktivisten selbst handgreiflich.

Von Misteln befallener Baum (Bild: Jannik Deibler)

Von Misteln befallener Baum (Bild: Jannik Deibler)

Doch jetzt wird es für die Halbschmarotzer rund um Mössingen wirklich ernst. Zusammen mit der Stadt Mössingen, den Obst- und Gartenbauvereinen Mössingen und Belsen sowie dem NABU Mössingen rufen wir zu einer gemeinsame Mistelaktion auf, an der sich alle Mössingerinnen und Mössinger beteiligen können:

  • Entweder indem sie am Samstag 20.11. an der Aktion „Ausmisteln!“ teilnehmen. Hier werden in einem vorher definierten Gebiet im Auchtert (Treffpunkt: Parkplatz Linden) befallene Bäume von Misteln befreit. Erfahrene Mistelbekämpfer führen die Truppen an.
  • Oder indem sie selbst auf ihren eigenen Streuobstgrundstücken aktiv werden und die Misteln herunterschneiden.

Details zu dieser Aktion werden noch über Amtsblatt und Tagespresse bekanntgegeben. Der Termin selbst steht fest:

Samstag 20. November
9.30 Uhr bis 12.30 Uhr
Treffpunkt Parkplatz Linden

Das Weihnachtsgeschenk für Apfelliebhaber

Jahr für Jahr erfreut uns die Apfelsortenausstellung des OGV Mössingen im Rahmen des Apfelfestes. Bekanntlich musste dieses in den beiden letzten Jahren pandemiebedingt ausfallen.

Bekannt und beliebt: Die Obstsortenausstellung beim Mössinger Apfelfest

Bekannt und beliebt: Die Obstsortenausstellung beim Mössinger Apfelfest

Zum Glück für alle Apfelfreunde gibt es die Sortenausstellung jetzt als gedrucktes Plakat zu erwerben – mit allen 124 Sorten, die im Jahr 2018 ausgestellt waren.

Das Apfelsortenplakat zum Mössinger Apfelfest

Das Apfelsortenplakat zum Mössinger Apfelfest

Das Plakat im Format DIN A0 kann so auch zur Bestimmung vieler Apfelsorten dienen. Von Ahra über Dreherlisapfel, Ingrid Marie, Maunzenapfel und Rheinische Schafsnase bis hin zu Zuccalmaglios Renette sind hier so ziemlich alle Apfelsorten zu finden, die rund um Mössingen heimisch sind.

Ein ideales Weihnachtsgeschenk also genauso für pomologisch Bewanderte wie auch Menschen, die einfach Freude an Äpfeln haben.

Bestellt werden kann das Plakat zum Preis von 9 Euro unter info@netzwerk-streuobst.de. Jetzt schnell zuschlagen, bevor die limitierte Auflage vergriffen ist!

Erfolgreiche Birnenernte für den „Roten Mössinger“

Dank freundlicher Spender:innen und Spender wird es nächstes Jahr wieder den „Roten Mössinger“ geben. Am vergangenen Samstag war Ernte.

Birnen

Birnen

Viele Birnen

Viele Birnen

Ein ganzer Birnbaum voller Birnen

Ein ganzer Birnbaum voller Birnen

Zwei ganze Birnbäume voller Birnen. Und fleißige Leserinnen und Leser.

Zwei ganze Birnbäume voller Birnen. Und fleißige Leserinnen und Leser.

Birnenbeute

Birnenbeute

Eine Kuh macht Muh. Viele Kühe schauen zu bei der Mühe.

Eine Kuh macht Muh. Viele Kühe schauen zu bei der Mühe.

Obstdiebstahl ist kein Kavaliersdelikt

Mundraub-Schild des Schwäbisches StreuobstparadiesesFrüher gab es im Schwäbischen den Brauch, dass ab einem bestimmten Datum nicht abgeerntete Früchte auf den Äckern und Wiesen eingesammelt werden durften. Das so genannte „Afterbergen“ gestattete es armen und bedürftigen Leuten, nach der Ernte auch auf fremdem Eigentum Früchte mitzunehmen. Dies ist aber aus gutem Grund schon lange nicht mehr erlaubt.

In der Bevölkerung hält sich auch hartnäckig die Ansicht, dass „Mundraub“, also das Mitnehmen einzelner Früchte für den direkten Verzehr, ein Kavaliersdelikt sei. Im deutschen Strafrecht ist der Begriff aber schon seit 50 Jahren abgeschafft. Damit ist es ein Diebstahl wie jeder andere auch.

Dennoch scheint es so, als häuften sich mittlerweile die Fälle von Obstdiebstahl – auch in Mössingen. In der letzten Woche erwischte es gleich drei Mitglieder des Netzwerks Streuobst. Hier auszugsweise der Mailwechsel dazu:

29. Oktober, 17:06 Uhr

„Frust! Ich war gerade auf unserer Wiese und der von meiner Kollegin nebendran. Letzte Woche hingen die beiden Bäume noch schön voller Schweizer Wasserbirnen und heute? Alles abgeerntet! Und nicht nur die Birnen, sondern auch die restlichen Äpfel. Rundherum schön platt getreten und Äste abgeknickt. Zum Glück haben wir dieses Jahr schon Saft gemostet.“

29. Oktober, 19:14 Uhr

„Dem kann ich mich anschließen. Auch uns wurde ein Apfel-Baum komplett abgeerntet. Brettacher, den ich vor 12 Jahren gepflanzt habe und der dieses Jahr zum ersten Mal richtig getragen hatte.“

30. Oktober, 9:32 Uhr

„Uns wurden auch einfach 2 Bäume abgeerntet, waren kleinere Bäume, aber trotzdem … Das Schild, das man beim Streuobstparadies bestellen kann, haben wir jetzt aufgehängt, aber ich finde es eigentlich gar nicht so gut. Zu viel Text und da geht’s hauptsächlich um Mundraub. Ich hab ja nichts dagegen, wenn man sich mal bissle bedient, sollen die Leute ruhig machen, aber gleich ganze Bäume abernten ist was anderes.“

Obstdiebstahl ist für die Bewirtschafter:innen von Streuobstwiesen extrem frustrierend, weil man wortwörtlich um die Früchte der Arbeit gebracht wird.
Und eine Straftat, die mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren geahndet werden kann.

Birnen für den „Roten Mössinger“ gesucht!

Unser Birnensecco „Der Rote Mössinger“ ist ausverkauft. Deshalb planen wir den neuen Jahrgang und suchen nach Birnenbäumen der Sorte „Oberösterreicher Weinbirne“ und „Schweizer Wasserbirne“, die wir ernten und für die Produktion des „Roten Mössingers“ verwenden dürfen.

Wer einen Birnenbaum anzubieten hat, meldet sich bitte beim Netzwerk Streuobst per Email an info@netzwerk-streuobst.de oder telefonisch unter 07473.959495. Ein kleines Dankeschön wird es natürlich auch geben.

Weitere Informationen zum Roten Mössinger gibt es auf unserer Webseite.

myBäumle-Benefizkonzert

Wolfgang Pusch

Wolfgang Pusch

Knapp zwei Jahre ist es her, da lud Wolfgang Pusch schon einmal zum Benefizkonzert (wir berichteten). Unter dem Motto „Leise Lieder, Lyrik, Linsesupp‘“ erlebte das proppenvolle Café Pausa eine wundervolle Mixtur aus Musikalischem und Kulinarischem. Wolfgang Puschs Lieder und Gedichte wurden mit viel Beifall bedacht. Und Zugaben gab’s auch.

Wie schon 2019 soll auch in diesem Jahr der Erlös der Veranstaltung dem Patenschaftsprojekt myBäumle zugute kommen. Eine Anmeldung (unter info@cafe-pausa.de) ist erforderlich, macht aber auch Sinn, denn es wird wieder voll werden …

Apfelverkauf in Mössingen

Am Apfelfreitag, 1.10. verkaufte das Netzwerk Streuobst erstmals Mössinger Äpfel auf dem Mössinger Wochenmarkt. Der etwas ungewöhnliche Stand, nämlich die unverwüstliche Ape von Martin Wörnle, war ein echter Hingucker. Die Rückmeldung der Käufer war gut. Alle freuten sich über Äpfel aus den Mössinger Streuobstwiesen und auch die Sorten waren teilweise sehr beliebt (Goldparmäne, Topaz). „Marktfrau“ Brigitte Hahn hatte außerdem noch Landsberger Renetten, Rote Sternrenetten (die wurden v.a. wegen ihrer tollen Optik gekauft) und Rubinola dabei.

Ape als Marktstand: Mössinger Äpfel auf dem Mössinger Wochenmarkt

Ape als Marktstand: Mössinger Äpfel auf dem Mössinger Wochenmarkt

Auch eine Erkenntnis: Wenn die Aktion in den kommenden Jahren weiter durchgeführt werden soll, wäre ein späterer Termin besser, da es dann eine größere Sortenauswahl gäbe. Anfang Oktober waren einfach noch nicht viele Sorten reif.

Wir bleiben dran.