Tafelobst gesucht

Aus dem Streuobstparadies erreicht uns folgender Hilferuf, den wir gerne weitergeben:

Liebe Mitglieder im Schwäbischen Streuobstparadies,
liebe Fachbeiräte und Vorstandsmitglieder,

wie Sie wissen, vermarktet der Verein Schwäbisches Streuobstparadies seit 2020 Streuobst als Tafelobst über die Handelsplattform Streuobst. Abnehmer sind Lebensmitteleinzelhändler, Kantinen, Dorfläden, Seniorenheime uva. im gesamten Vereinsgebiet und im Großraum Stuttgart. Im vergangenen Jahr konnten wir 15 to Äpfel, Birnen und Quitten aus regionalem Streuobstanbau an zahlreiche Kunden vermitteln und unseren Erzeugern eine tolle Möglichkeit bieten, Streuobst zu einem fairen Preis abzugeben.

Pro 20 kg-Kiste zahlen wir 21 € (Nicht-Mitglieder) und 25 € (Mitglieder). Anlieferung ist einmal wöchentlich an einer unserer vier Annahmestellen im gesamten Vereinsgebiet.

In diesem Jahr jedoch machen uns die klimatischen Bedingungen zu schaffen, denn (Hagel-)unwetter, Trockenheit und Hitze sorgen in vielen Regionen des Streuobstparadieses dafür, dass die Ernte schlecht ausfällt oder die benötige Qualität nicht erreicht werden kann. Viele unserer bisherigen Lieferant*innen können nicht so liefern, wie dies bisher möglich war und wie wir es benötigen würden, um unseren stetig wachsenden Kundenstamm mit den gewünschten Mengen zu versorgen.

Daher unser Aufruf an Sie: Wir suchen noch dringend neue Lieferant*innen, um die Ernteausfälle in vielen Ecken des Vereinsgebiets auszugleichen und unsere Handelsplattform wachsen zu lassen!

Wie ist das Prozedere? Sie melden sich in unserer Handelsplattform als Erzeuger*in an, hinterlegen ihre Flächen und geben uns telefonisch eine grobe Mengenschätzung pro Sorte. Wir informieren Sie dann immer zwei Wochen vor dem Annahmetag, wann wir welche Menge von Ihnen an der Annahmestelle erwarten. Klappt eine Lieferung mal nicht wie geplant, finden wir gemeinsam eine Lösung. Die Auszahlung erfolgt Ende der Saison per Gutschrift. Obstkisten können Sie über uns erwerben.

Anbei finden Sie unsere Lieferanteninformation mit allen wichtigen Angaben. Sie können sich auch bei Interesse und Rückfragen auf unserer Homepage unter www.handelsplattform-streuobst.de informieren oder per Mail an handelsplattform@streuobstparadies.de oder telefonisch unter 07125 3093262.

Leiten Sie diesen Aufruf auch sehr gerne in Ihrem Umfeld an Interessierte weiter. Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung.

Ihr Team der Geschäftsstelle

Some Interesting Apples

In Cornwall (Südwest-England) sammelt das Projekt „Some Interesting Apples“ Äpfel von Wildbäumen, die aus weggeworfenen Apfelkernen gewachsen sind. Daraus entstand der „Wilding Mother Orchard“ – der erste Obstgarten in Großbritannien, der ausschließlich dem Anbau wild gewachsener, zufällig entstandener Apfelsorten gewidmet ist. Hier ist die Kurzdokumentation dazu:

[gefunden bei Jason Kottke]

Jahresausflug 2026

Jahr für Jahr gehen die Netzwerklerinnen und Netzwerkler auf Exkursion. Fachliche Fortbildung gemeinsam zu erleben – das bringt Freude und neue Erkenntnisse. Dieses Jahr ging’s zuerst zum Staatlichen Obstgut Heuchlingen, nachmittags zum Burgstallhof in Pfedelbach-Oberohrn.

Das landeseigene Obstgut in Heuchlingen ist eine Außenstelle der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg (LVWO). 1953 gegründet dient das Obstgut ebenso der Ausbildung wie auch der Zucht und der Erhaltung von Obstsorten aller Art. Äußerst fachkundig geführt von Christian König, der dort u.a. für den ökologischen Obstbau zuständig ist, erfuhren die Netzwerkler z.B., dass die hier erzeugten Früchte direkt im Obstgut vermarktet werden.

Die Auswirkungen des Klimawandel sind auch hier überall Thema. Ob Elektro-Traktor,

Agri-PV,

Blühstreifen oder

anstalteigener Teich –

hier wird in die Zukunft des Obstbaus geschaut. Schon in wenigen Jahren könnten z.B. Mandelbäume mit verbesserter Frosttoleranz Anbaupotenzial entwickeln. In Heuchlingen schon Realität:

Auch ein sehr kleines, aber praktisches Detail entdeckten die Besucherinnen und Besucher:

In diesem einfach am Baum aufgehängten Bambusrohsegment wuseln viele Ohrenzwicker und sorgen so für natürlichen Pflanzenschutz. (Achtung: Die Öffnung muss unten sein und auf dem Ast aufliegen.)

Nach einem stärkenden Mittagessen ging es weiter ins hohenlohische Pfedelbach. Auf dem nahezu historischen Burgstallhof erzählte Hofherrin Tina Blanck, dass hier seit über einem Jahrhundert die Frauen fürs Brennen zuständig sind. Die direkt ans landwirtschaftliche Anwesen grenzenden, biozertifizierten Streuobstwiesen spenden dem Nebenerwerbsbetrieb die Früchte, die zu Bio-Apfelsaft, handgemachten Destillate und feinen Likören aus eigenem Anbau verarbeitet werden. Zur Begrüßung wurde ein „Orchard Sunrise“ kredenzt,

durstig beobachtet vom Burgstallhof-Blechvogel.

Auf der anschließenden Führung konnte man weit ins Hohenlohische und hinüber zum Schwäbisch-Fränkischen Wald schauen und nebenher ein Schlückchen Kirschdestillat verkosten.

Abgerundet wurde das ganze zurück am Hof mit einem hausgemachten Zwetschgenplootz und Bio-Apfelsaft.

Ein herzliches Dankeschön an Tina Blanck für die mit vielen historischen Geschichten untermalte Führung!

[Bilder: Uli Eder, Gerhard Fülber]

Klickmonster gesucht – Umweltpreis winkt!

Dieses Jahr nehmen wir wieder am swt-Umweltpreis teil. Zwar sind die Chancen recht gering, den Publikumspreis zu ergattern, denn hier konkurriert man mit Schulen und Kindergärten, die Legionen klickwütiger Eltern, Onkeln und Tanten 😉 in Stellung bringen, aber das macht rein gar nichts, denn: Dabeisein ist alles! Außerdem gibt es neben dem Publikumspreis auch einen Jurypreis. Und dem wollen wir unser wundervolles Patenschafts-Projekt „myBäumle“ nicht vorenthalten.

Der Wettbewerb dauert bis zum 22.10.2026 und ist in drei Abschnitte unterteilt:

  1. Seit dem 1. Juli läuft die Bewerbungsphase. Und da wir immer sehr schnell sind, winkt schon der „Early-Bird-Bonus“.
  2. Die Qualifikationsphase dauert vom 29.9. bis 20.10.2026. In diesem Zeitraum können alle täglich, kostenlos und ohne Angabe persönlicher Daten online abstimmen. Die 20 Projekte, die am 20.10.2026 um 12 Uhr die meisten Stimmen aufweisen, ziehen ins Finale ein. Wer also das Netzwerk Streuobst unterstützen möchte, darf hier fröhlich drauflosklicken.
  3. Vom 20.10.2026 um 12 Uhr bis zum 22.10.2026 um 12 Uhr können alle mitentscheiden, welche 15 Umweltprojekte gefördert werden sollen und in welcher Höhe. Alle bisher gesammelten Stimmen werden auf Null gesetzt – das heißt alle Projekte starten von vorne. Anders als in der Qualifikationsphase wird im Finale nur mit der Eingabe eines Abstimmcodes, welcher via Mobilfunknummer angefordert wird, abgestimmt.

Also erstmal zurücklehnen. Klicken müsst ihr erst ab dem 29. September. Bis dahin wünschen wir einen schönen Sommer!

Eine Million Euro fürs Streuobst

Leider in Hessen.

Das hessische Landwirtschaftsministerium stellte gestern ein neues Programm vor, mit dem Privatpersonen, Vereine und Verbände Förderung für die Neu- und Nachpflanzung und für die Pflege von Streuobstwiesen beantragen können, berichten unter anderem die Tagesschau und die Frankfurter Rundschau. Außerdem soll es einen Zuschuss zur Ernte und Unterstützung für die Keltereien geben. Geplant ist eine Förderung bis zu einer Summe von einer Million Euro pro Jahr.

Infoveranstaltung der Erzeugergemeinschaft BioStreuobst-Neckaralb

Am kommenden Mittwoch, 20.5.2026 wird die neu gegründete Erzeugergemeinschaft (EZG) BioStreuobst-Neckaralb einen ersten Info-Abend veranstalten. Hier die Einladung dazu:

Liebe Streuobst-Erzeuger/innen, sehr geehrte Damen und Herren,

die gestiegene Nachfrage im Bio-Apfelsaftmarkt eröffnet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Streuobst-Äpfel auf BIO bzw. EU-Bio Standard durch ein neues Gruppenzertifizierungsverfahren umzustellen. Hierzu wurde vor kurzem ein Verein „Erzeugergemeinschaft BioStreuobst-Neckaralb e.V.“ gegründet. Unser Ziel ist es, Erzeuger für den o.g. Verein zu gewinnen, so dass wir für diese Saison (2026) bereits Bio-Äpfel vermarkten können.

Mitglieder von Obst- und Gartenbauvereinen in der Region Neckar-Alb zahlen keinen Jahresbeitrag. Allerdings suchen wir für dieses Jahr (2026) Erzeuger, die durchschnittlich mehr als drei Tonnen Obst pro Jahr ernten. Ab 2027 steht die Mitgliedschaft allen Erzeugern offen, die eine Zertifizierung wünschen. Einschränkungen ergeben sich aufgrund der verfügbaren Sammelstellen.

Wir laden Sie recht herzlich zur untenstehenden Infoveranstaltung ein, um Ihnen die weiteren Schritte zur Vereinsmitgliedschaft zu erläutern:

Mittwochabend, den 20. Mai 2026 um 17:30 Uhr
Veranstaltungsort: Gasthaus Schwanen, Hauptstraße 28, Nehren

Aufgrund beschränkter Sitzplätze bitten wir um Anmeldung via SMS an 0172 – 922 7556.

Thomas Wehinger (1.Vors.)
Dr. Alexander Harscher
BioStreuobst Neckar-Alb e.V.
Zollernstraße 16, 72116 Mössingen
wehinger@naccon.eu
0172 922 7556

Erzeugergemeinschaft BioStreuobst-Neckaralb gegründet

Am 22. April wurde der Verein „Erzeugergemeinschaft BioStreuobst-Neckaralb e.V.“ gegründet, der eine Gruppensammelzertifizierung von Bio-Streuobst durchführt und hierfür weitere Erzeuger sucht. So haben auch Einzelpersonen die Möglichkeit ihr Obst mit wenig Aufwand und geringen Kosten Bio-zertifizieren zu lassen. Hier die Pressemitteilung zur Gründung:

Die Erzeugergemeinschaft (EZG) Bio-Streuobst-Neckaralb e.V. will eine nachhaltige, ökologische und wirtschaftlich tragfähige Bewirtschaftung von Streuobstflächen fördern. Sie wird die Zertifizierung von Bio-Streuobst beantragen. Die Vereinssatzung bezieht den Vereinszweck ausdrücklich auf den Streuobstanbau als immaterielles Kulturerbe der Menschheit.

Der Aufbau von Kooperationen mit Keltereien und dem Lebensmittelhandwerk wurde bereits mit der Kelterei Widemann initiiert. Die Kelterei Widemann wird schon 2026 die Annahme von Bio-Streuobst in Mössingen ermöglichen. „Viele Streuobstwiesen werden bereits heute sehr naturnah bewirtschaftet. Mit der Erzeugergruppe schaffen wir eine Organisation, die den Rahmen für eine Bio-Zertifizierung ermöglicht“, erklärt der neu gewählte 1. Vorstand Thomas Wehinger (Dipl.-Ing. agr). Der 2. Vorsitzende Dr. Alexander Harscher unterstreicht die Bedeutung der Obstannahme in Mössingen für die gesamte Raumschaft. Ein reibungsloser Ablauf und ortsnahe Obstannahme sei für viele Erzeuger das aller wichtigste. Siegfried Grünewald (Diplomkaufmann) hat das Amt des Kassenwarts übernommen.

Die EZG BioStreuobst Neckar-Alb e.V. steht allen Erzeugerinnen und Erzeugern von Streuobst sowie fördernden Personen und Organisationen offen. Weitere Infos unter

EZG BioStreuobst Neckar-Alb e.V.
Zollernstraße 16
72116 Mössingen
0172 922 7556

tour de sens

Wenn blinde, sehbehinderte und sehende Menschen gemeinsam reisen, profitieren alle davon – das ist die Überzeugung und das Konzept von tour de sens, einem Reiseunternehmen, das weltweite Touren für Blinde, Sehbehinderte und sehende Menschen anbietet. Neu im Angebot ist nun eine einwöchige Reise nach Mössingen unter dem Titel „Früchtetrauf – Wandern am Fuße der Schwäbischen Alb“. Damit reiht sich Mössingen in ein Programm ein, das von Albanien über Irlands Westküste bis nach Sri Lanka reicht.

Das Konzept von „tour des sens“: Blinde oder sehbehinderte Reisende erleben eine barrierefreie Reise mit passenden Unterkünften und eine 1:1-Betreuung durch sehende Reisende. Die wiederum erleben ihrerseits eine besondere Reise zu stark vergünstigten Preisen.

Auf der Website von tour de sens finden sich weitere Informationen und eine ausführliche Beschreibung des Angebots.

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Netzwerk Streuobst Mössingen e.V.
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