Jahresausflug 2026

Jahr für Jahr gehen die Netzwerklerinnen und Netzwerkler auf Exkursion. Fachliche Fortbildung gemeinsam zu erleben – das bringt Freude und neue Erkenntnisse. Dieses Jahr ging’s zuerst zum Staatlichen Obstgut Heuchlingen, nachmittags zum Burgstallhof in Pfedelbach-Oberohrn.

Das landeseigene Obstgut in Heuchlingen ist eine Außenstelle der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg (LVWO). 1953 gegründet dient das Obstgut ebenso der Ausbildung wie auch der Zucht und der Erhaltung von Obstsorten aller Art. Äußerst fachkundig geführt von Christian König, der dort u.a. für den ökologischen Obstbau zuständig ist, erfuhren die Netzwerkler z.B., dass die hier erzeugten Früchte direkt im Obstgut vermarktet werden.

Die Auswirkungen des Klimawandel sind auch hier überall Thema. Ob Elektro-Traktor,

Agri-PV,

Blühstreifen oder

anstalteigener Teich –

hier wird in die Zukunft des Obstbaus geschaut. Schon in wenigen Jahren könnten z.B. Mandelbäume mit verbesserter Frosttoleranz Anbaupotenzial entwickeln. In Heuchlingen schon Realität:

Auch ein sehr kleines, aber praktisches Detail entdeckten die Besucherinnen und Besucher:

In diesem einfach am Baum aufgehängten Bambusrohsegment wuseln viele Ohrenzwicker und sorgen so für natürlichen Pflanzenschutz. (Achtung: Die Öffnung muss unten sein und auf dem Ast aufliegen.)

Nach einem stärkenden Mittagessen ging es weiter ins hohenlohische Pfedelbach. Auf dem nahezu historischen Burgstallhof erzählte Hofherrin Tina Blanck, dass hier seit über einem Jahrhundert die Frauen fürs Brennen zuständig sind. Die direkt ans landwirtschaftliche Anwesen grenzenden, biozertifizierten Streuobstwiesen spenden dem Nebenerwerbsbetrieb die Früchte, die zu Bio-Apfelsaft, handgemachten Destillate und feinen Likören aus eigenem Anbau verarbeitet werden. Zur Begrüßung wurde ein „Orchard Sunrise“ kredenzt,

durstig beobachtet vom Burgstallhof-Blechvogel.

Auf der anschließenden Führung konnte man weit ins Hohenlohische und hinüber zum Schwäbisch-Fränkischen Wald schauen und nebenher ein Schlückchen Kirschdestillat verkosten.

Abgerundet wurde das ganze zurück am Hof mit einem hausgemachten Zwetschgenplootz und Bio-Apfelsaft.

Ein herzliches Dankeschön an Tina Blanck für die mit vielen historischen Geschichten untermalte Führung!

[Bilder: Uli Eder, Gerhard Fülber]

Klickmonster gesucht – Umweltpreis winkt!

Dieses Jahr nehmen wir wieder am swt-Umweltpreis teil. Zwar sind die Chancen recht gering, den Publikumspreis zu ergattern, denn hier konkurriert man mit Schulen und Kindergärten, die Legionen klickwütiger Eltern, Onkeln und Tanten 😉 in Stellung bringen, aber das macht rein gar nichts, denn: Dabeisein ist alles! Außerdem gibt es neben dem Publikumspreis auch einen Jurypreis. Und dem wollen wir unser wundervolles Patenschafts-Projekt „myBäumle“ nicht vorenthalten.

Der Wettbewerb dauert bis zum 22.10.2026 und ist in drei Abschnitte unterteilt:

  1. Seit dem 1. Juli läuft die Bewerbungsphase. Und da wir immer sehr schnell sind, winkt schon der „Early-Bird-Bonus“.
  2. Die Qualifikationsphase dauert vom 29.9. bis 20.10.2026. In diesem Zeitraum können alle täglich, kostenlos und ohne Angabe persönlicher Daten online abstimmen. Die 20 Projekte, die am 20.10.2026 um 12 Uhr die meisten Stimmen aufweisen, ziehen ins Finale ein. Wer also das Netzwerk Streuobst unterstützen möchte, darf hier fröhlich drauflosklicken.
  3. Vom 20.10.2026 um 12 Uhr bis zum 22.10.2026 um 12 Uhr können alle mitentscheiden, welche 15 Umweltprojekte gefördert werden sollen und in welcher Höhe. Alle bisher gesammelten Stimmen werden auf Null gesetzt – das heißt alle Projekte starten von vorne. Anders als in der Qualifikationsphase wird im Finale nur mit der Eingabe eines Abstimmcodes, welcher via Mobilfunknummer angefordert wird, abgestimmt.

Also erstmal zurücklehnen. Klicken müsst ihr erst ab dem 29. September. Bis dahin wünschen wir einen schönen Sommer!

Eine Million Euro fürs Streuobst

Leider in Hessen.

Das hessische Landwirtschaftsministerium stellte gestern ein neues Programm vor, mit dem Privatpersonen, Vereine und Verbände Förderung für die Neu- und Nachpflanzung und für die Pflege von Streuobstwiesen beantragen können, berichten unter anderem die Tagesschau und die Frankfurter Rundschau. Außerdem soll es einen Zuschuss zur Ernte und Unterstützung für die Keltereien geben. Geplant ist eine Förderung bis zu einer Summe von einer Million Euro pro Jahr.

Infoveranstaltung der Erzeugergemeinschaft BioStreuobst-Neckaralb

Am kommenden Mittwoch, 20.5.2026 wird die neu gegründete Erzeugergemeinschaft (EZG) BioStreuobst-Neckaralb einen ersten Info-Abend veranstalten. Hier die Einladung dazu:

Liebe Streuobst-Erzeuger/innen, sehr geehrte Damen und Herren,

die gestiegene Nachfrage im Bio-Apfelsaftmarkt eröffnet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Streuobst-Äpfel auf BIO bzw. EU-Bio Standard durch ein neues Gruppenzertifizierungsverfahren umzustellen. Hierzu wurde vor kurzem ein Verein „Erzeugergemeinschaft BioStreuobst-Neckaralb e.V.“ gegründet. Unser Ziel ist es, Erzeuger für den o.g. Verein zu gewinnen, so dass wir für diese Saison (2026) bereits Bio-Äpfel vermarkten können.

Mitglieder von Obst- und Gartenbauvereinen in der Region Neckar-Alb zahlen keinen Jahresbeitrag. Allerdings suchen wir für dieses Jahr (2026) Erzeuger, die durchschnittlich mehr als drei Tonnen Obst pro Jahr ernten. Ab 2027 steht die Mitgliedschaft allen Erzeugern offen, die eine Zertifizierung wünschen. Einschränkungen ergeben sich aufgrund der verfügbaren Sammelstellen.

Wir laden Sie recht herzlich zur untenstehenden Infoveranstaltung ein, um Ihnen die weiteren Schritte zur Vereinsmitgliedschaft zu erläutern:

Mittwochabend, den 20. Mai 2026 um 17:30 Uhr
Veranstaltungsort: Gasthaus Schwanen, Hauptstraße 28, Nehren

Aufgrund beschränkter Sitzplätze bitten wir um Anmeldung via SMS an 0172 – 922 7556.

Thomas Wehinger (1.Vors.)
Dr. Alexander Harscher
BioStreuobst Neckar-Alb e.V.
Zollernstraße 16, 72116 Mössingen
wehinger@naccon.eu
0172 922 7556

Erzeugergemeinschaft BioStreuobst-Neckaralb gegründet

Am 22. April wurde der Verein „Erzeugergemeinschaft BioStreuobst-Neckaralb e.V.“ gegründet, der eine Gruppensammelzertifizierung von Bio-Streuobst durchführt und hierfür weitere Erzeuger sucht. So haben auch Einzelpersonen die Möglichkeit ihr Obst mit wenig Aufwand und geringen Kosten Bio-zertifizieren zu lassen. Hier die Pressemitteilung zur Gründung:

Die Erzeugergemeinschaft (EZG) Bio-Streuobst-Neckaralb e.V. will eine nachhaltige, ökologische und wirtschaftlich tragfähige Bewirtschaftung von Streuobstflächen fördern. Sie wird die Zertifizierung von Bio-Streuobst beantragen. Die Vereinssatzung bezieht den Vereinszweck ausdrücklich auf den Streuobstanbau als immaterielles Kulturerbe der Menschheit.

Der Aufbau von Kooperationen mit Keltereien und dem Lebensmittelhandwerk wurde bereits mit der Kelterei Widemann initiiert. Die Kelterei Widemann wird schon 2026 die Annahme von Bio-Streuobst in Mössingen ermöglichen. „Viele Streuobstwiesen werden bereits heute sehr naturnah bewirtschaftet. Mit der Erzeugergruppe schaffen wir eine Organisation, die den Rahmen für eine Bio-Zertifizierung ermöglicht“, erklärt der neu gewählte 1. Vorstand Thomas Wehinger (Dipl.-Ing. agr). Der 2. Vorsitzende Dr. Alexander Harscher unterstreicht die Bedeutung der Obstannahme in Mössingen für die gesamte Raumschaft. Ein reibungsloser Ablauf und ortsnahe Obstannahme sei für viele Erzeuger das aller wichtigste. Siegfried Grünewald (Diplomkaufmann) hat das Amt des Kassenwarts übernommen.

Die EZG BioStreuobst Neckar-Alb e.V. steht allen Erzeugerinnen und Erzeugern von Streuobst sowie fördernden Personen und Organisationen offen. Weitere Infos unter

EZG BioStreuobst Neckar-Alb e.V.
Zollernstraße 16
72116 Mössingen
0172 922 7556

tour de sens

Wenn blinde, sehbehinderte und sehende Menschen gemeinsam reisen, profitieren alle davon – das ist die Überzeugung und das Konzept von tour de sens, einem Reiseunternehmen, das weltweite Touren für Blinde, Sehbehinderte und sehende Menschen anbietet. Neu im Angebot ist nun eine einwöchige Reise nach Mössingen unter dem Titel „Früchtetrauf – Wandern am Fuße der Schwäbischen Alb“. Damit reiht sich Mössingen in ein Programm ein, das von Albanien über Irlands Westküste bis nach Sri Lanka reicht.

Das Konzept von „tour des sens“: Blinde oder sehbehinderte Reisende erleben eine barrierefreie Reise mit passenden Unterkünften und eine 1:1-Betreuung durch sehende Reisende. Die wiederum erleben ihrerseits eine besondere Reise zu stark vergünstigten Preisen.

Auf der Website von tour de sens finden sich weitere Informationen und eine ausführliche Beschreibung des Angebots.

Naturkids auf Spurensuche

Am vergangenen Freitag waren die Naturkids auf Spurensuche. Denn nicht nur Menschen sind – besonders am Tag der Streuobstwiese – vermehrt auf den Streuobstwiesen unterwegs, sondern auch viele Tiere. Die allerdings verbergen sich gerne. Und so machten sich die Naturkids gemeinsam mit Streuobstpädagogin Daniela Häberle detektivisch auf die Suche nach den kleinsten Hinweisen – vom klassischen Pfotenabdruck bis hin zu den ungewöhnlichsten Hinterlassenschaften, die auch Auskunft über die Lebensweise der Tiere geben:

Streuobst? Klingt gut! Tag der Streuobstwiese in Mössingen

Prächtiges Wetter, blühende Bäume, blökende Schafe, drei gastgebende Vereine und rund hundert Streuobstbegeisterte machten am vergangenen Sonntag, 26.4. den internationalen Tag der Streuobstwiese zu einem wahren Frühlingsfest. Zur großen Freude der mitlaufenden Kinder begann die StreuobstSpazierMatinee mit einer Herde Schafe, die ihr Ankommen auf der Weide mit lautem Blöken feierten.

Was wiederum den Anfang der Führung durch Netzwerklerin und Streuobstguide Sabine Mall-Eder akustisch erschwerte. Doch schon ein paar Meter weiter konnten die Geführten dann sachkundig informiert werden über die Geschichte der Streuobstwiesen, die Gefahr durch Misteln, die einzigartige Biodiversität der Streuobstwiesen, Belsener Eigenheiten oder auch die erst vor kurzem abgeschlossene Erweiterung der Pachtplattform myStueckle auf Belsener Terrain. Der Weg führte auf verschlungenen Belsener Pfaden zwischen prächtig blühenden Birnenriesen mitten durchs Streuobst.

Am Anfang der Kolonne war stets eine rot gekleidete Schar gestandener Männer zu finden. Kein Wunder, denn neben dem Netzwerk Streuobst war der Liederkranz Belsen Mitveranstalter und begleitete die fachlichen Ausführungen mit wohltönendem Männergesang, dirigiert vom gut gelaunten Chorleiter Johannes Söllner. Vom anfänglichem Morgenrot beim Schafstall über eingedeutschte Klassiker der Beatles führten sieben Brücken über den Geißbach hin zu einer Rose.

Kurz bevor die Blockhütte des Obst- und Gartenbauvereins Belsen erreicht wurde, bei der die gesamte Truppe abschließend bewirtet wurde, erläuterte Liederkranz-Vorstand Thorsten Teichert an einer der letzten König-Omeln, wie das Belsemer Kirscherntegefäß hergestellt und benutzt wird, zum Beispiel, indem man dort Spenden für die Veranstalter einfüllt. Dazu gab es zwei Strophen des weltweit einzigen Omelhenkeliedes.

Beim Frühlingsfest des OGV Belsen verhockte man dann mehr oder weniger lang den so wunderbar begonnenen Sonntag bei Gesprächen übers Streuobst, das freitägliche Mostseminar oder die Naturkids, für die auch dieses Mal kräftig Werbung gemacht wurde, denn parallel zur Erwachsenenführung erfuhren die mitlaufenden Kinder Wissenswertes über das Streuobst, klebten Wiesenkärtchen, untersuchten den Geißbach auf Krebse und bauten mit Grillzangen-Schnäbeln eigene Vogelnester.

Streuobst? Klang gut:

« Ältere Beiträge
Netzwerk Streuobst Mössingen e.V.
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.