Archiv der Kategorie: Netzwerk Streuobst

Gut informiert durchs Streuobst

Den Tag der Streuobstwiese beging Mössingen mit gleich drei Führungen. Zwei davon wurden von der Presse begleitet (siehe ganz unten), die dritte dokumentieren wir hier selbst (Bilder: Elke Schelling).

Pünktlich zum Führungsstart endete der Regen und acht wetterfeste Führungswillige lernten am Mössinger Streuobstwegle manches Neue zum allgegenwärtigen Thema. Es gab auch genug Zeit für Nachfragen an die Streuobst-Guides Oliver Geiger und Uli Eder. Zwischendurch gab es als Präsent des Schwäbischen Streuobstparadieses Apfelringe und Streuobst-Gummibärchen aus der AiS-Manufaktur. Zum Abschluss überraschte Ralf Steinhilber von der gleichnamigen Brennerei die Runde mit hauseigenem Edelbrand aus Mössinger Kirschen und Gelbmöstlern.

Uli Eder am Mössinger Streuobstwegle vor der Tafel "Bäume einer Streuobstwiese" mit Zuhörer:innen

Streuobst-Guide Uli Eder erzählt beim Netzwerk-Stückle vom Korbiniansapfel

Oliver Geiger am Mössinger Streuobstwegle vor der Tafel "Alte Obstsorten"

Streuobst-Guide Oliver Geiger schwärmt vor der Tafel „Alte Obstsorten“ vom Berner Rosenapfel

Fr, 29.4., 14-16 Uhr Kinderführung (Die Gute Luise im Einkaufsnetz)
Sa, 30.4., 11-12 Uhr Führung im Streuobst-Infozentrum (Kein Laich im Teich)

Staatssekretärin samt Landtagsabgeordneter zu Besuch

Einen schöneren Tag und besseres Wetter hätte man sich für den Besuch der Staatssekretärin Sabine Kurtz und des Landtagsabgeordneten Manuel Hailfinger an diesem Donnerstag, in den Streuobstwiesen der Olgahöhe Mössingen, nicht aussuchen können. Mit Blick über die blühenden Streuobstwiesen begrüßten der Vorsitzende des Verein Schwäbisches Streuobstparadieses, Mössingens Oberbürgermeister Michael Bulander und Landrat Joachim Walter die Gäste. Bei einem Streuobstspaziergang wurden verschiedene Streuobstprojekte sowie das Streuobst-Infozentrum in der Stadtmitte vorgestellt. Hierbei ging es vor allem um den Stellenwert der Vernetzung verschiedenster Institutionen beim Thema Streuobst, verdeutlicht durch praktische Beispiele vor Ort.

Besichtigung der Streuobstwiesen auf der Olgahöhe in Mössingen (v.l.n.r.: Schlotterbeck, Walter, Miller, Bulander, Kurtz MdL, Mall-Eder, Hölz, Hailfinger MdL) Bildautorin: Lisa Müller, Schwäbisches Streuobstparadies

Besichtigung der Streuobstwiesen auf der Olgahöhe in Mössingen (v.l.n.r.: Schlotterbeck, Walter, Miller, Bulander, Kurtz MdL, Mall-Eder, Hölz, Hailfinger MdL) Bildautorin: Lisa Müller, Schwäbisches Streuobstparadies

Das Netzwerk Streuobst – vertreten durch Sabine Mall-Eder und Marcus Hölz – stellte die Projekte mystueckle.de und mybäumle.de auf den Streuobstflächen der Stadt Mössingen vor. Hier kann entweder eine eigene Obstwiese gepachtet, oder eine Baum-Patenschaft zum Erhalt der Streuobstwiesen abgeschlossen werden. Anschließend wurden neugepflanzte Hochstämme zum Kirschsortenerhalt besichtigt und die Pflegemaßnahmen der Grüngruppe in Mössingen vorgestellt.

Auch das 2018 eingeweihte Streuobst-Infozentrum mit der anliegenden Obstwerkstatt wurde von den Landtagsabgeordneten mit Interesse besichtigt. Lena Schlotterbeck von der Geschäftsstelle des Schwäbischen Streuobstparadieses stellte die Arbeit des Vereins, dessen Veranstaltungen und das vielfältige Programm der Obstwerkstatt vor. Sabine Mall-Eder führte die Gruppe durch die interaktive Ausstellung des Infozentrums.

Zum Abschluss wurden die gesammelten Eindrücke und zukünftige Ideen und Projekte bei einem gemeinsamen Mittagessen im anliegenden Café Pausa besprochen.

Bestes Wetter für eine Streuobstführung.

Bestes Wetter für eine Streuobstführung.

Tag der Streuobstwiese

Logo: Tag der StreuobstwieseAm 29. April ist europaweit Tag der Streuobstwiese. Vor allem in Deutschland, Österreich und Großbritannien, aber auch in vielenb anderen europäischen Ländern zeigt dieser Tag, wie sehr die Streuobstwiesen unseren Schutz benötigen. Dazu gibt es vielfältige Aktionen aller Art. In Mössingen begehen wir den Tag und wortwörtlich auch die Landschaft:

Am Freitag, 29.4. von 14 bis 16 Uhr gibt es eine Kinder- und Jugendtour durch die Streuobstwiesen mit vielen Informationen, Spielen und Sachen zu entdecken. Erwachsene sind natürlich herzlich eingeladen, ebenfalls an der Tour teilzunehmen! Start ist am Schützenhaus (Verlängerung Berggasse), die Führung ist kostenfrei.- Für die bessere Planung bitten wir um Anmeldung unter info@netzwerk-streuobst.de oder obstwerkstatt@streuobstparadies.de.

Mit Rücksicht auf die Berufstätigen gibt es weitere Führungen am Samstag, 30.4. von 11 bis 12 Uhr im Infozentrum des Schwäbischen Streuobstparadieses neben dem Café Pausa sowie am Samstag, 30.4. von 14 bis 16 Uhr auf dem Mössinger Streuobstwegle mit Start am Schützenhaus (Verlängerung Berggasse). Auch diese Führungen sind kostenfrei, aber bitte mit Anmeldung für die bessere Planung unter info@netzwerk-streuobst.de oder obstwerkstatt@streuobstparadies.de. Die TeilnehmerInnenzahlen sind begrenzt. Wer zuerst kommt …

Ein Kind riecht an der Blüte eines Obstbaums

Wetter gut – Baumschnitt gut

Am vergangenen Samstag war es auf der Netzwerkwiese mal wieder soweit: Die Bäume erhielten den jährlichen Schnitt.

Bäume schneiden 1

Jeder Baum wird erst dikutiert und dann bearbeitet.

Bäume schneiden 2

Die Wintersonne wärmt bei der Arbeit.

Bäume schneiden 4

Bei älteren Bäumen muss man manchmal hoch hinauf.

Bäume schneiden 3

Das Schnittgut wird gleich abtransportiert und verwertet.

Erfolgreiche Birnenernte für den „Roten Mössinger“

Dank freundlicher Spender:innen und Spender wird es nächstes Jahr wieder den „Roten Mössinger“ geben. Am vergangenen Samstag war Ernte.

Birnen

Birnen

Viele Birnen

Viele Birnen

Ein ganzer Birnbaum voller Birnen

Ein ganzer Birnbaum voller Birnen

Zwei ganze Birnbäume voller Birnen. Und fleißige Leserinnen und Leser.

Zwei ganze Birnbäume voller Birnen. Und fleißige Leserinnen und Leser.

Birnenbeute

Birnenbeute

Eine Kuh macht Muh. Viele Kühe schauen zu bei der Mühe.

Eine Kuh macht Muh. Viele Kühe schauen zu bei der Mühe.

Birnen für den „Roten Mössinger“ gesucht!

Unser Birnensecco „Der Rote Mössinger“ ist ausverkauft. Deshalb planen wir den neuen Jahrgang und suchen nach Birnenbäumen der Sorte „Oberösterreicher Weinbirne“ und „Schweizer Wasserbirne“, die wir ernten und für die Produktion des „Roten Mössingers“ verwenden dürfen.

Wer einen Birnenbaum anzubieten hat, meldet sich bitte beim Netzwerk Streuobst per Email an info@netzwerk-streuobst.de oder telefonisch unter 07473.959495. Ein kleines Dankeschön wird es natürlich auch geben.

Weitere Informationen zum Roten Mössinger gibt es auf unserer Webseite.

Spannendes Kinderferienprogramm mit Äpfeln

Am vergangenen Freitag trafen sich 15 Kinder im Rahmen des Ferienprogramms im Lehrgarten des OGVs Mössingen, um gemeinsam mit Betreuern des Netzwerks Streuobst der Spur des Apfels und der Wildbienen zu folgen. Nach einem kurzen Rundgang durch den Schaugarten gab es einen kleinen Einblick in das Leben der Wildbienen, die ja wichtige Bestäuber in der Streuobstwiese sind. Im Frühjahr und Sommer ist bei gutem Wetter meist ein reges Treiben an der Wildbienennisthilfe zu sehen und um dieses anschaulicher zu machen, flogen einige Kinder als Wildbienen durch den Obstgarten und legten im Modell eigene Brutzellen an. Andere Kinder bastelten „Surrbienen“.

Surrbienen

Viel Spaß gab es auch bei der Rollblitz-Rallye. Schließlich ist es gar nicht so einfach, alle Äpfel schnell zu sammeln und sicher in den Zieleimer zu transportieren. Aber natürlich durfte auch das Pressen von frischem Apfelsaft nicht fehlen. Nach dem Sammeln der Äpfel ging es an die Arbeit und bald konnte der leckere, süße Saft probiert werden. In Flaschen abgefüllt und mit selbstgestalteten Etiketten verziert kam im Anschluss die ganze Familie in den fruchtigen Genuss. Dazu grillten wir noch die roten Würste, die uns die Metzgerei Grießhaber gespendet hatte. Die Eltern wurden nach der Veranstaltung von vielen surrenden Bienen und satten Kindern begrüßt.

Wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat, am 3. Oktober organisiert das Netzwerk Streuobst im Rahmen der Mössingen Apfelwoche einen Kinderaktionstag auf dem Löwensteinplatz beim Café Pausa. Weitere Informationen findet ihr unter netzwerk-streuobst.de oder in der Broschüre zur Apfelwoche, die jetzt an vielen Stellen ausliegt. Für den Kinderaktiontag ist eine Anmeldung unter apfeltag@netzwerk-streuobst.de erforderlich.

Preisbarometer Streuobst

Mostäpfel

Sechs, zwölf, 25 Euro/dt: Wer zahlt wie viel für das wertvolle Obst aus Streuobstbeständen? Diese Frage beantwortet ab dieser Obstsaison der neue „Streuobstbarometer“. Zusammen mit Partnern aus Österreich macht Hochstamm Deutschland e.V. nun die Erzeugerpreise fürs Mostobst transparent.

Milchbauern kennen ihn: den Preisvergleich ihrer Molkereien. Bei vielen landwirtschaftlichen Produkten – Kartoffel, Getreide, Fleisch – gibt es regelmäßige Veröffentlichungen zu den Preisen, die Abnehmer ihren Erzeugern ausbezahlen. Solch ein Vergleich der Erzeugerpreise fehlt bisher beim Mostobst. Der „Streuobstbarometer“ – eine Initiative von Hochstamm Deutschland e.V., dem österreichischen Netzwerk ARGE Streuobst und der Ökoland-Vertriebs GmbH Österreich – schafft Abhilfe.

Wie viel zahlt welche Kelterei?

Sechs, zwölf oder 25 Euro/dt: Welche Kelterei oder Abnehmer wie viel zahlt – kaum einer hat den Überblick. Das Streuobst-Preismonitoring zeigt deshalb, wer welche Preise für das wertvolle Mostobst zahlt. Transparente Preise helfen Mostobstlieferanten bei der Wahl, welcher Abnehmer für sie in Frage kommt. Zwischenhändler haben die Möglichkeit durch den Preisvergleich für höhere Preise zu argumentieren. Abnehmer bekommen Wissen über Preise ihrer Mitbewerber. Außerdem begünstigen faire Erzeugerpreise die Selbstdarstellung der Abnehmer.

Große Menge geernteter Äpfel

Modellprojekt 2021

Das gemeinsame Projekt der ARGE Streuobst, der Ökoland-Vertriebs GmbH und Hochstamm Deutschland startet in diesem Jahr mit einer vereinfachten Version. Grundlage ist eine Online-Abfrage. Dort tragen Mostobstlieferanten ihre erlebten Erzeugerpreise ein. Nach Ende der Mostobsternte fassen die drei Initiatoren die abgelaufene Saison zusammen, erstellen eine Rangliste und zeigen Positivbeispiele. Dabei unterscheiden sie u.a. nach Regionen, Art des Abnehmers (Keltereien, Aufpreisinitiaitve etc.), Bewirtschaftungsvorgaben sowie des Zeitpunkts der Anlieferung. Nach diesem Testlauf 2021 erhalten interessierte Streuobstbewirtschafter im nächsten Jahr die Möglichkeit die Preise ihrer Keltereien tagesaktuell zu vergleichen. Dafür entwickeln die Partner aus Deutschland und Österreich die Online-Datenbank weiter. Eine Ausgabefunktion zeigt tagesaktuelle Preise. Der Obstlieferant klickt auf die gewünschten Abnehmer auf einer Landkarte, die Preise erscheinen.

Und warum?

Wie immer geht es Hochstamm Deutschland e.V. und seinen Partnern um eines: die Streuobstbestände für die Zukunft fit zu machen. Die Bewirtschafter verdienen für ihre harte Arbeit einen angemessenen Preis. Beim Beispiel Milch setzen diese monatlichen Preismeldungen ein Anreiz für die Molkereien, eine möglichst hohe Platzierung zu erreichen. Außerdem helfen transparente Preise dabei, die in der Ökonomie bekannten „Informationsasymmetrien“ abzubauen. D.h. jeder Markteilnehmer kennt seine Möglichkeiten und handelt dementsprechend. Obstlieferanten erhalten die Chance ihre Mengen zu bündeln und an besser zahlende Abnehmer auch über weitere Strecken zu liefern. Wird dies vertraglich festgelegt, hilft dies sowohl den Abnehmern (Planungssicherheit) als auch den Lieferanten (höhere Preise).

Hier mitmachen.

Symbolbild Preisbarometer

Helfer für Obstannahme gesucht!

Äpfel in Säcken

Bald ist wieder Erntezeit.

Zwar dürfte dieses Jahr die Apfel- und Birnenernte etwas dünner ausfallen, dennoch möchte das Obst gerne abgegeben werden. Zum Glück wird es nach dem altersbedingten Aus der bisherigen Annahmestelle Streib in Mössingen weiterhin eine Obstannahme geben. Die Inklusionsfirma „Arbeit in Selbsthilfe“ gGmbH (AiS) übernimmt diese Aufgabe ab Herbst 2021.

Nun sucht die AiS Helfer für die „heiße“ Erntezeit. Wer es sich vorstellen kann, in den Monaten September und Oktober drei- bis viermal pro Woche in Obst zu „baden“ und das nebenberuflich oder als Rentner:in unterbringt, der ist hier richtig. Interessierte melden sich bitte bei Frau Armbruster unter Tel. 07473.377465 oder a.armbruster@arbeit-in-selbsthilfe.de.

Ausmisteln!

Die Laubholzmistel (viscum album) breitet sich in den letzten Jahren immer mehr aus und stellt für die ohnehin rückläufigen Streuobstbestände eine zunehmende Gefahr dar. Auf vielen ungepflegten Streuobstwiesen haben sich die Misteln schon so breit gemacht, dass auch gut gepflegte Nachbarwiesen in Mitleidenschaft gezogen und mittlerweile sogar Jungbäume angegriffen werden.

Von Misteln befallener Baum (Bild: Jannik Deibler)

Von Misteln befallener Baum (Bild: Jannik Deibler)

Abbildung Mistel-FAQDas Netzwerk Streuobst Mössingen arbeitet derzeit an einer Initiative zur Bekämpfung der Mistel in den Mössinger Streuobstwiesen. Dabei soll zunächst im Sommer über das Problem informiert werden, im Herbst und Winter dann mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen unter dem Motto „Ausmisteln!“ dem Schmarotzer tatkräftig zu Leibe gerückt werden.

Erste Informationen in Form von häufigen Fragen und Antworten bietet eine Mistel-FAQ (889 KB), die gerne weitergegeben werden darf. Sehr viel ausführlicher informiert die NABU-Broschüre „Misteln in Streuobstbeständen“ (PDF, 885 KB).