Kategorie-Archiv: Netzwerk Streuobst

Birnen für den „Roten Mössinger“ gesucht!

Unser Birnensecco „Der Rote Mössinger“ ist ausverkauft. Deshalb planen wir den neuen Jahrgang und suchen nach Birnenbäumen der Sorte „Oberösterreicher Weinbirne“ und „Schweizer Wasserbirne“, die wir ernten und für die Produktion des „Roten Mössingers“ verwenden dürfen.

Wer einen Birnenbaum anzubieten hat, meldet sich bitte beim Netzwerk Streuobst per Email an info@netzwerk-streuobst.de oder telefonisch unter 07473.959495. Ein kleines Dankeschön wird es natürlich auch geben.

Weitere Informationen zum Roten Mössinger gibt es auf unserer Webseite.

Spannendes Kinderferienprogramm mit Äpfeln

Am vergangenen Freitag trafen sich 15 Kinder im Rahmen des Ferienprogramms im Lehrgarten des OGVs Mössingen, um gemeinsam mit Betreuern des Netzwerks Streuobst der Spur des Apfels und der Wildbienen zu folgen. Nach einem kurzen Rundgang durch den Schaugarten gab es einen kleinen Einblick in das Leben der Wildbienen, die ja wichtige Bestäuber in der Streuobstwiese sind. Im Frühjahr und Sommer ist bei gutem Wetter meist ein reges Treiben an der Wildbienennisthilfe zu sehen und um dieses anschaulicher zu machen, flogen einige Kinder als Wildbienen durch den Obstgarten und legten im Modell eigene Brutzellen an. Andere Kinder bastelten „Surrbienen“.

Surrbienen

Viel Spaß gab es auch bei der Rollblitz-Rallye. Schließlich ist es gar nicht so einfach, alle Äpfel schnell zu sammeln und sicher in den Zieleimer zu transportieren. Aber natürlich durfte auch das Pressen von frischem Apfelsaft nicht fehlen. Nach dem Sammeln der Äpfel ging es an die Arbeit und bald konnte der leckere, süße Saft probiert werden. In Flaschen abgefüllt und mit selbstgestalteten Etiketten verziert kam im Anschluss die ganze Familie in den fruchtigen Genuss. Dazu grillten wir noch die roten Würste, die uns die Metzgerei Grießhaber gespendet hatte. Die Eltern wurden nach der Veranstaltung von vielen surrenden Bienen und satten Kindern begrüßt.

Wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat, am 3. Oktober organisiert das Netzwerk Streuobst im Rahmen der Mössingen Apfelwoche einen Kinderaktionstag auf dem Löwensteinplatz beim Café Pausa. Weitere Informationen findet ihr unter netzwerk-streuobst.de oder in der Broschüre zur Apfelwoche, die jetzt an vielen Stellen ausliegt. Für den Kinderaktiontag ist eine Anmeldung unter apfeltag@netzwerk-streuobst.de erforderlich.

Preisbarometer Streuobst

Mostäpfel

Sechs, zwölf, 25 Euro/dt: Wer zahlt wie viel für das wertvolle Obst aus Streuobstbeständen? Diese Frage beantwortet ab dieser Obstsaison der neue „Streuobstbarometer“. Zusammen mit Partnern aus Österreich macht Hochstamm Deutschland e.V. nun die Erzeugerpreise fürs Mostobst transparent.

Milchbauern kennen ihn: den Preisvergleich ihrer Molkereien. Bei vielen landwirtschaftlichen Produkten – Kartoffel, Getreide, Fleisch – gibt es regelmäßige Veröffentlichungen zu den Preisen, die Abnehmer ihren Erzeugern ausbezahlen. Solch ein Vergleich der Erzeugerpreise fehlt bisher beim Mostobst. Der „Streuobstbarometer“ – eine Initiative von Hochstamm Deutschland e.V., dem österreichischen Netzwerk ARGE Streuobst und der Ökoland-Vertriebs GmbH Österreich – schafft Abhilfe.

Wie viel zahlt welche Kelterei?

Sechs, zwölf oder 25 Euro/dt: Welche Kelterei oder Abnehmer wie viel zahlt – kaum einer hat den Überblick. Das Streuobst-Preismonitoring zeigt deshalb, wer welche Preise für das wertvolle Mostobst zahlt. Transparente Preise helfen Mostobstlieferanten bei der Wahl, welcher Abnehmer für sie in Frage kommt. Zwischenhändler haben die Möglichkeit durch den Preisvergleich für höhere Preise zu argumentieren. Abnehmer bekommen Wissen über Preise ihrer Mitbewerber. Außerdem begünstigen faire Erzeugerpreise die Selbstdarstellung der Abnehmer.

Große Menge geernteter Äpfel

Modellprojekt 2021

Das gemeinsame Projekt der ARGE Streuobst, der Ökoland-Vertriebs GmbH und Hochstamm Deutschland startet in diesem Jahr mit einer vereinfachten Version. Grundlage ist eine Online-Abfrage. Dort tragen Mostobstlieferanten ihre erlebten Erzeugerpreise ein. Nach Ende der Mostobsternte fassen die drei Initiatoren die abgelaufene Saison zusammen, erstellen eine Rangliste und zeigen Positivbeispiele. Dabei unterscheiden sie u.a. nach Regionen, Art des Abnehmers (Keltereien, Aufpreisinitiaitve etc.), Bewirtschaftungsvorgaben sowie des Zeitpunkts der Anlieferung. Nach diesem Testlauf 2021 erhalten interessierte Streuobstbewirtschafter im nächsten Jahr die Möglichkeit die Preise ihrer Keltereien tagesaktuell zu vergleichen. Dafür entwickeln die Partner aus Deutschland und Österreich die Online-Datenbank weiter. Eine Ausgabefunktion zeigt tagesaktuelle Preise. Der Obstlieferant klickt auf die gewünschten Abnehmer auf einer Landkarte, die Preise erscheinen.

Und warum?

Wie immer geht es Hochstamm Deutschland e.V. und seinen Partnern um eines: die Streuobstbestände für die Zukunft fit zu machen. Die Bewirtschafter verdienen für ihre harte Arbeit einen angemessenen Preis. Beim Beispiel Milch setzen diese monatlichen Preismeldungen ein Anreiz für die Molkereien, eine möglichst hohe Platzierung zu erreichen. Außerdem helfen transparente Preise dabei, die in der Ökonomie bekannten „Informationsasymmetrien“ abzubauen. D.h. jeder Markteilnehmer kennt seine Möglichkeiten und handelt dementsprechend. Obstlieferanten erhalten die Chance ihre Mengen zu bündeln und an besser zahlende Abnehmer auch über weitere Strecken zu liefern. Wird dies vertraglich festgelegt, hilft dies sowohl den Abnehmern (Planungssicherheit) als auch den Lieferanten (höhere Preise).

Hier mitmachen.

Symbolbild Preisbarometer

Helfer für Obstannahme gesucht!

Äpfel in Säcken

Bald ist wieder Erntezeit.

Zwar dürfte dieses Jahr die Apfel- und Birnenernte etwas dünner ausfallen, dennoch möchte das Obst gerne abgegeben werden. Zum Glück wird es nach dem altersbedingten Aus der bisherigen Annahmestelle Streib in Mössingen weiterhin eine Obstannahme geben. Die Inklusionsfirma „Arbeit in Selbsthilfe“ gGmbH (AiS) übernimmt diese Aufgabe ab Herbst 2021.

Nun sucht die AiS Helfer für die „heiße“ Erntezeit. Wer es sich vorstellen kann, in den Monaten September und Oktober drei- bis viermal pro Woche in Obst zu „baden“ und das nebenberuflich oder als Rentner:in unterbringt, der ist hier richtig. Interessierte melden sich bitte bei Frau Armbruster unter Tel. 07473.377465 oder a.armbruster@arbeit-in-selbsthilfe.de.

Ausmisteln!

Die Laubholzmistel (viscum album) breitet sich in den letzten Jahren immer mehr aus und stellt für die ohnehin rückläufigen Streuobstbestände eine zunehmende Gefahr dar. Auf vielen ungepflegten Streuobstwiesen haben sich die Misteln schon so breit gemacht, dass auch gut gepflegte Nachbarwiesen in Mitleidenschaft gezogen und mittlerweile sogar Jungbäume angegriffen werden.

Von Misteln befallener Baum (Bild: Jannik Deibler)

Von Misteln befallener Baum (Bild: Jannik Deibler)

Abbildung Mistel-FAQDas Netzwerk Streuobst Mössingen arbeitet derzeit an einer Initiative zur Bekämpfung der Mistel in den Mössinger Streuobstwiesen. Dabei soll zunächst im Sommer über das Problem informiert werden, im Herbst und Winter dann mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen unter dem Motto „Ausmisteln!“ dem Schmarotzer tatkräftig zu Leibe gerückt werden.

Erste Informationen in Form von häufigen Fragen und Antworten bietet eine Mistel-FAQ (889 KB), die gerne weitergegeben werden darf. Sehr viel ausführlicher informiert die NABU-Broschüre „Misteln in Streuobstbeständen“ (PDF, 885 KB).

B27 – Starker Protest

„Au weia“, dachten sich manche Klimaaktive, als es den ganzen Sonntag durchregnete, „da kommt doch niemand zum Protestieren.“ Weit gefehlt.

Viele Protestierende in bunten Regenjacken am Ofterdinger Friedhof

Regenjackenbunter Protest gegen die Endelbergtrasse

Patschnass, aber regenjackenbunt hatte sich eine große Menge an Protestierenden am Ofterdinger Friedhof eingefunden. Unterstützt wurden die lokalen Aktiven durch einen Fahrradkorso aus Tübingen, der von „Fridays for Future“ und „Critical Mass“ organisiert wurde.

Große Karte der Endelbergtrasse an Baum aufgehängt

Baum und Trasse – hier ausnahmsweise zusammenpassend

Der hiesige Protest war gleichzeitig Teil eines bundesweiten Aktionswochenendes, bei dem eine nachhaltige und klimaschützende Mobilitätswende gefordert wurde.

Medienresonanz:
SWR Aktuell
RTF1
Reutlinger General-Anzeiger

Verkehrswende

Unter dem Motto „Sozial- und klimagerechte Mobilitätswende Jetzt! Autobahnbau stoppen!“ lädt ein Aktionsbündnis am 5./6. Juni zu Dezentralen Aktionstagen für die Mobilitätswende ein. Bundesweit fordern Initiativen gegen Straßenneubau oder für autofreie Kieze, gegen die weitere Flächenversiegelung und den redundanten Straßenbau, gegen Rodungen für Verkehrsprojekte oder für ticketfreien ÖPNV mit gerechten Tarifen fürs Personal eine klimagerechte Mobilitätswende.

Der Endelberg, von Nehren aus gesehen. Durch diese Streuobstwiesen wird ein 12 Meter tiefer Einschnitt führen.

Der Endelberg, von Nehren aus gesehen. Durch diese Streuobstwiesen wird ein 12 Meter tiefer Einschnitt führen.

Auch im Steinlachtal gibt es dafür einen Anlass: die geplante B27-Umfahrung Ofterdingens über die Endelbergtrasse. Daher beteiligen sich auch hier mehrere Initiativen an dem Aktionstag. Bislang sind dies:

Alle Infos zu dem Aktionstag finden Sie hier.

Ausgemistelt

Hans Weners Kurzbericht von einer Aktion des harten Kerns der Mistel-AG des Netzwerks Streuobst: „Coronagerecht mit ‚Stangensägenabstand‘ (7,5m) waren Martin und ich gestern in Sachen Mistel am Nehrener Gässle aktiv. An sechs Bäumen haben wir vier Hänger Misteln entfernt und bis zum Sonnenuntergang abgefahren.“ Brütende Vögel wurden selbstverständlich nicht gestört.

Baum vor der Aktion mit Misteln

vorher

Baum nach der Aktion ohne Misteln

nachher

geschnittene Misteln auf Hänger

Hänger voll? Abgefahren!

geschnittene Misteln auf Hänger

Mistelhaufen

Ausgemistelt!

Obstkischtle

Der Freundeskreis Mensch aus Gomaringen bietet jetzt ein „Obstkischtle“ an.

Obstkischtle des Freundeskreis Mensch

Das Kischtle ist 50,2 cm breit, 35,4 cm tief und 18,4 cm (2-lattig) oder 28,4 cm (3-lattig, wie im Bild) hoch. Natürlich stapelbar und auch für nichtobstige Inhalte nutzbar. Weitere Infos hat:

Freundeskreis Mensch
Werkstattladen
Werkstattzentrum Gomaringen
Robert-Bosch-Straße 25
72810 Gomaringen
07072.6001-135

Schnittgutabfuhr bis 21.3. verlängert

Die Schnittgutabfuhr 2021 wird witterungsbedingt nochmals um eine Woche verlängert, bis Sonntag, 21. März 2021. Die Streuobstwiesenbewirtschafter*innen sind aufgrund der kühlen Witterung derzeit mitten in der Obstbaumpflege. Aus diesem Grund wird die Schnittgutabfuhr zwischen Talheim und Öschingen nochmals verlängert. Bis dahin werden alle gekennzeichneten Wege auch mehrfach durch die Grüngruppe der AiS angefahren, so dass kein Schnittgut liegen bleiben wird! Sollten witterungsbedingt einzelne Bereiche nicht zugänglich sein, wird das Material zeitnah abgeholt.

Entsprechend bleiben auch die Häckselplätze in Öschingen und Belsen zusätzlich unter der Woche von 8 bis 17 Uhr sowie samstags zu den gewohnten Zeiten geöffnet.

Nutzen Sie das Angebot und verpassen Sie Ihren Bäumen einen frischen Schnitt. Besonders wichtig ist es derzeit, auch die Misteln zu entfernen, da sie sich zunehmend in den Streuobstwiesen ausbreiten und unsere Bäume schwächen!

Der fleißige AiS-Trupp beim Einsammeln des Schnittguts

Der fleißige AiS-Trupp beim Einsammeln des Schnittguts