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Der rote Mössinger 2016

Obenauf: Oberösterreicher Weinbbirnen. Mittendrin: Schweizer Wasserbirnen: Hintenraus kommt Roter Mössinger.

Obenauf: Oberösterreicher Weinbbirnen. Mittendrin: Schweizer Wasserbirnen: Hintenraus kommt Roter Mössinger.

Wir haben eine gute und eine schlechte Nachricht für den Birnensecco „Der rote Mössinger„. Zuerst die schlechte: Die Ausbeute an Oberösterreicher Weinbirnen war dieses Jahr besch…eiden. Und das, obwohl uns viele private Gütlesbesitzer unterstützt hatten, mit der Erlaubnis, ihren Baum zu ernten. Es war einfach kein Österreicher-Jahr. Ganz anders sah es mit den Schweizer Wasserbirnen aus. Und so entschlossen wir uns, wie schon einmal 2013, zu einem halbsortenreinen Secco. Die gute Nachricht: Die erzielten Oechslegrade weisen darauf hin, dass der 2016er Secco dem diesjährigen nicht nachstehend wird.

Kurz: Wir haben nur etwa ein Drittel der letztjährigen Ernte einfahren können, dafür aber eine gute.

Viel Obst – viel Ärger

Eigentlich könnte sich mancher Wiesenbesitzer über das gute Obstjahr freuen. Bis er die ersten Äpfel bei der Mosterei abgibt. Ja, es ist schwer zu verstehen, warum man sich für 4 Euro pro Doppelzentner noch nach den Äpfeln bücken soll. Wie dieser Preis zustande kommt, versucht ein Artikel im Steinlach-Boten zu erklären.

Steinlach-Bote vom 20.9.2014: Vier Euro für zwei Zentner Äpfel

Steinlach-Bote vom 20.9.2014: Vier Euro für zwei Zentner Äpfel

Was dagegen hilft?

1. Obst für den „Mössinger“ abgeben. Denn für diesen lokalen Saft wird ausschließlich vollreifes, erntefrisches Obst gesucht. Die Abgabetermine werden extra spät angesetzt, die Qualität des Obstes ist besser und – es wird kein schlechterer Preis bezahlt als zu Anfang der Saison – garantiert. Dieses Jahr liegt dieser Preis sogar höher, nämlich bei 5 Euro für den Doppelzentner. Sollte der Preis später weiter steigen, gilt natürlich der höhere Preis.
2. Regionalen Saft kaufen.
3. Auch an anderen Stellen darauf drängen, dass regionaler Saft verkauft wird: Beim Vereinsfest, in der Schule, im Betrieb.
4. Zeigen Sie mit Ihrem Besuch der Apfelwoche und des Apfelfestes, dass Ihnen an regionalen Produkten etwas liegt – und an der Landschaft, die uns umgibt. Beides gehört zusammen.

Der allerbeste Tipp aber bleibt: Verwerten Sie Ihre Äpfel zum eigenen Saft. Ob Bag-in-Box oder Schwimmdeckelfass, das bleibt Ihrem Geschmack überlassen.